Buttermilch-Mohn-Panna cotta mit Himbeercoulis

Für die ersten Himbeeren der diesjährigen Ernte hatte ich mir ein Rezept aus der aktuellen essen & trinken vorgemerkt:

Buttermilch-Mohn Panna cotta

eine leichte Panna cotta mit Buttermilch und Mohn, die durch einen Anteil geschlagener Sahne eher einer Mousse ähnelt. Die wenig vordringliche Süße erhält das Dessert durch Honig, man kann aber nach Belieben auch Zucker verwenden.

Als Topping könnte ich mir neben den verwendeten Himbeeren auch gut eine Sauce aus Erdbeeren oder pürierten Aprikosen vorstellen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Buttermilch-Mohn-Panna cotta mit Himbeercoulis
Kategorien: Dessert, Creme, Früchte
Menge: 4 Gläser

Zutaten

2 Blätter Weiße Gelatine
200 ml Schlagsahne
65 Gramm Gramm Sommerhonig (oder 50 g Zucker)
20 Gramm Mohn; gemörsert
200 ml Buttermilch
H COULIS
200 Gramm Himbeeren
1 Essl. Zitronensaft
1-2 Essl. Puderzucker
Einge gehackte Pistazien; zum Bestreuen

Quelle

modifiziert nach
essen & trinken 7/2019
Erfasst *RK* 03.07.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 100 ml Sahne mit Honig erwärmen. Die restliche Sahne mit dem Mohn steif schlagen und kalt stellen.

Die ausgedrückte Gelatine in der heißen Honigmilch auflösen. Buttermilch zugeben und glattrühren. So lange in den Kühlschrank stellen, bis die Flüssigkeit leicht zu gelieren beginnt. Dann die Mohnsahne unterheben und sofort in 4 Gläser füllen. Mit Klarsichtfolie abgedeckt mindestens 5 Stunden kalt stellen.

Für den Himbeercoulis die Himbeeren in einem hohen Gefäß mit Zitronensaft und Puderzucker pürieren. Durch ein feines Küchensieb oder die Flotte Lotte streichen und kalt stellen.

Vor dem Servieren Himbeercoulis auf die Gläser verteilen und mit Pistazien bestreuen.

Anmerkung Petra: das Dessert ist eigentlich eine Kreuzung zwischen Panna Cotta und Mousse. Durch die Buttermilch angenehm leicht! Ich habe die Originalmenge bei der Panna Cotta auf 2/3 reduziert, beim Coulis von 150 auf 200 g erhöht. Erdbeeren oder Aprikosen würden sich auch gut als Sauce eignen.

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Scharf-süße Sambal-Nudeln mit Schweinehack

Wieder einmal kam die Anregung für ein feines und wenig aufwändiges Essen von der Bon Appetit.

Scharf-süße Sambal-Nudeln mit Schweinehack

Was hier so relativ harmlos nach Nudeln mit Hacksauce aussieht, ist mit den unten angegebenen Mengen ein ganz schön scharfes Gericht mit Asia-Aromen, das den Normalesser auch ungeachtet der momentan herrschenden Temperaturen sicher kräftig zum Schwitzen bringen würde 😉 Also bitte beim Sambal oelek vorsichtig dosieren.

Ich habe noch einen Bund Frühlingszwiebeln ins Rezept geschmuggelt und einen frischen Salat (grüner Blattsalat, Gurke, gelbe Paprika) dazu serviert.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Scharf-süße Sambal-Nudeln mit Schweinehack
Kategorien: Nudel, Hackfleisch, Schwein, Asien
Menge: 2 Personen

Zutaten

1 Essl.   Öl
300 Gramm   Schweinehackfleisch
2 1/2 cm   Stück Ingwer; fein gehackt
4     Frische Knoblauchzehen; in dünnen Scheiben
1 Essl.   Zucker
1-2 Essl.   Tomatenmark
3 Zweige   Basilikum
25 Gramm   Scharfe Chilipaste, z.B. Sambal oelek (Menge nach
      -Belieben anpassen!)
2 Essl.   Sojasauce
2 Essl.   Reisessig
200 ml   Wasser; Menge anpassen
1 Bund   Frühlingszwiebeln; in 5 cm Stücken
  Etwas   Butter; zum Dünsten
200 Gramm   Ramen Nudeln oder Spaghetti
1 Essl.   Butter
      Nudelkochwaser; nach Bedarf

Quelle

  modifiziert nach
  Bon Appetit February 2019
  Erfasst *RK* 01.07.2019 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Öl in einem weiten Bräter erhitzen. Das flach gedrückte Hackfleisch hineingeben, erst wenden, wenn nach etwa 5 Minuten die Unterseite gut gebräunt ist. Beim Wenden das Stück in einige größere Stücke zerpflücken. Nochmal gut bräunen lassen, dann Ingwer, Knoblauch und Zucker zugeben und das Hackfleisch in kleinere Teile zerdrücken. Das Tomatenmark und 2 Basilikumzweige zugeben und etwa 1 Minute rührbraten. Chilipaste, Sojasauce, Essig und Wasser zugeben und alles bei niedriger Temperatur etwa 30-45 Minuten
simmern lassen. Nach Bedarf noch Wasser zugeben.

In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln in etwas Butter andünsten.

Die Nudeln in einem Topf Salzwasser kochen, Kochzeit eine Minute weniger als angegeben. Die Nudeln tropfnass mit 1 El Butter in die Sauce geben und darin fertiggaren, dabei nach Bedarf noch etwas Nudelkochwasser hinzufügen.

Die Nudeln auf 2 Teller verteilen und mit zerrissenen Basilikumblättern garnieren.

Anmerkung Petra: gemacht mit 25 g Sambal oelek, das ergibt ein kräftig scharfes Gericht! Menge unbedingt an die eigenen Vorlieben anpassen. Von mir stammt noch die Frühlingszwiebelzugabe, passte gut.

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Bulgursalat mit Kräutern und Hackbällchen

Bei der momentanen Hitze stehen hier gerne Salate und kalte Suppen auf dem Speiseplan.

Bulgursalat mit Kräuten und Hackbällchen

In die Kategorie „genussreiche Sommerküche“ gehört auch dieser farbenfrohe, kräuterlastige Bulgursalat mit Hackbällchen, das Titelrezept der aktuellen essen & trinken. Die Zutatenliste liest sich zwar ziemlich lang (lässt sich auch etwas kürzen – wer nicht alle Kräuter hat, nimmt halt etwas weniger), das Ganze ist aber gut vorzubereiten und überhaupt nicht kompliziert. Die Kräuter kamen zum großen Teil aus dem Garten, nur auf die Tomaten müssen wir noch etwas warten…

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Bulgursalat mit Kräutern und Hackbällchen
Kategorien: Hauptgericht, Salat, Getreide, Hackfleisch, Sommer
Menge: 2 Personen

Zutaten

H HACKBÄLLCHEN
1/2 Essl. Olivenöl
1 Zwiebel; gewürfelt
250-300 Gramm Lammhackfleisch oder Rinderhackfleisch
1 Ei
2 Essl. Semmelbrösel
Salz
Pfeffer
1/2 Essl. Getrocknete Minze
1/2 Teel. Gemahlener Kreuzkümmel
1/4 Teel. Chiliflocken
H BULGURSALAT
1 Rote Zwiebel; in Streifen
1/2 Essl. Weißweinessig
2 Essl. Granatapfelsirup (hier selbstgemacht, sonst Nar
-ekcisi)
2 Essl. Olivenöl
Salz
Pfeffer
1 Prise Zimt
100 Gramm Grober Bulgur*
20 Gramm Berberitzen
H SOWIE
1 Bund Glatte Petersilie
5 Stiele Dill
5 Stiele Minze
7 Stiele Koriandergrün
3 Stiele Basilikum (hier kleinblättrig)
3 Stiele Estragon
20 Gramm Geröstete Walnusskerne; grob gehackt
150 Gramm Kirschtomaten; gerne verschiedene Farben und
-Formen; halbiert
H JOGHURT
100 Gramm Griechischer Joghurt
Salz
Pfeffer
Zitronensaft
1/4 Teel. Harissa

Quelle

modifiziert nach essen & trinken 7/2019
Erfasst *RK* 27.06.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für die Hackbällchen die Zwiebel in etwas Öl andünsten. Hackfleisch mit Zwiebel, Ei, Semmelbröseln und den übrigen Zutaten zu einem glatten Fleischteig verarbeiten. Mit feuchten Händen gut walnussgroße Bällchen daraus formen und mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Für das Dressing Weißweinessig, Granatapfelsirup, Salz, Pfeffer, Zimt und rote Zwiebelstreifen in einer Schüssel vermischen. Nach 5 Minuten das Olivenöl unterschlagen.

Den Bulgur nach Packungsanweisung garen, dabei in der letzten Minute die Berberitzen zugeben. Bulgur in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen, mit dem Dressing vermischen und abkühlen lassen.

Die Kräuter von den Stielen zupfen. Die Hälfte grob hacken und unter den Bulgursalat mischen, abschmecken.

Den Joghurt mit Harissa, Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Hackfleischbällchen in einer großen Pfanne rundum braun braun braten.

Die restlichen Kräuterblättchen mit etwas Öl vermischen.

Den Bulgursalat auf einer Platte anrichten. Tomaten, Hackbällchen, Kräuter und Walnüsse darauf verteilen. Etwas vom Joghurt darauf klecksen, den Rest separat dazu reichen.

Anmerkung Petra: sehr schöner bunter Sommersalat! Im Original werden mit den Berberitzen noch 100 g TK-Erbsen in den Bulgur gegeben, die verlieren aber ihre schöne hellgrüne Farbe, passen auch nicht so gut, lasse ich beim nächsten Mal weg. Den Joghurt habe ich mit Harissa etwas pikant gemacht, fand ich prima.

*100 g Bulgur sind reichlich, 75 würden es auch tun.

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Shawarma „Meatmarket“ mit israelischem Salat

Am verlängerten Wochenende brachte Enkel Valentin mit seinen knapp 2 Jahren wieder einmal fröhliches Leben ins Haus. Für den Anreisetag der jungen Familie bot sich ein gut vorzubereitendes Essen an. Ich hatte mir dafür das Shawarma „Meatmarket“ und einen israelischen Salat aus Tel Aviv – die Kultrezepte* ausgesucht. Weiterer Vorteil: ich kann euch neben dem Kubaneh modern und traditionell gebacken noch einen weiteren Beitrag für die kulinarische Weltreise von volkermampft mit Ziel Israel präsentieren 🙂

Shawarma mit israelischem Salat

Beim Familienessen mit knapp 2jährigem Kleinkind war keine Gelegenheit für ein fancy Foto. Der Umstand, dass der Schwiegersohn nach dem Rezept fragte, spricht aber für Qualität 😉

Shawarma 1

Ich habe früher schon mehrfach Shawarma gemacht, meist aus Hähnchenfleisch wie bei der Shawarma-gewürzten Hähnchen-Pita mit Salat und Joghurt-Tahini-Sauce. Die Besonderheit beim Rezept des Meatmarket-Restaurants: hier kommen sowohl Lammfleisch (im Original Lammbrust mit Knochen, bei mir Lammschulter mit Knochen) als auch Rindfleisch (Hohe Rippe) zum Einsatz. Am Vorabend wird das Fleisch mit einer sehr würzigen Paste eingerieben und über Nacht im Kühlschrank mariniert.

Shawarma 2

Im Buch wird das Fleisch dann in Backpapier und Alufolie fest eingewickelt und im Backofen bei 140°C  so lange gegart, bis es praktisch zerfällt. Ich habe es in einen Bräter gelegt, das Backpapier direkt daraufgelegt und unter dem Fleisch eingeschlagen. Die Form habe ich zusätzlich mit Alufolie abgedeckt. Garzeit war bei mir 4 Stunden.

Shawarma 4

Dann fällt der Knochen förmlich aus dem Fleisch und es lässt sich ganz einfach im Stil von pulled pork zerzupfen. Bis hierher kann man das Gericht gut vorbereiten.

Shawarma "Meatmarket"

Zum Servieren wird das zerzupfte Fleisch dann nur noch mit etwas gehackter Zwiebel in einer Pfanne scharf angebraten und mit weiterer Marinade nach Belieben aromatisiert.

Dazu gab es hier neben einem israelischen Salat aus Tomate, Gurke, roter Zwiebel, Pinienkernen und Petersilie noch einen Tahini-Joghurt und Fladenbrot oder Pita (khubz).

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Shawarma „Meatmarket“
Kategorien: Fleisch, Lamm, Rind, Israel
Menge: 5 Personen

Zutaten

H MARINADE
12 Gramm Edelsüßes Paprikapulver
12 Gramm Pimentón de la Vera (P: 10 g süß, 2 g scharf)
45 Gramm Grobes Salz
45 Gramm Zucker
2 Essl. Knoblauchpulver (P: Knoblauch granuliert)
2 Essl. Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Essl. Mittelscharfer Senf
1 Essl. Gemahlener Kreuzkümmel
60 ml Sonnenblumenöl
30 ml Trockener Weißwein
H FLEISCH
1 kg Hohe Rippe vom Rind
950 Gramm Lammschulter mit Knochen (Original 750 g
-Lammbrust mit Knochen)
1-2 Zwiebeln; fein gehackt
2-3 Essl. Olivenöl

Quelle

modifiziert nach
Reuven Rubin
Tel Aviv – Die Kultrezepte
Erfasst *RK* 23.06.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten für die Marinade zu einer Paste verrühren. Etwa 10% davon beiseite stellen, mit dem Rest die Fleischstücke bestreichen (P: Marinade war reichlich, etwas mehr als 10% beiseite gestellt). Die Fleischstücke in Gefrierbeuteln über Nacht kalt stellen.

Das Fleisch 2 Stunden vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen.

Den Backofen auf 140°C vorheizen. Fleisch in einen Bräter legen (hier rechteckiger Emaille-Bräter), einen Bogen Backpapier direkt auf der Fleisch legen und darunter einschlagen. Den Bräter mit Alufolie verschließen und für 3-5 Stunden (P: 4 Stunden) in den Backofen schieben, bis das Fleisch sehr weich ist. Dafür immer mal wieder eine Garprobe machen.

Das weiche Fleisch etwas abkühlen lassen und mit Hilfe von 2 Gabeln zerzupfen, dabei Knochen und Sehnen etc entfernen. Ich habe das zerzupfte Fleisch mit einigen Esslöffeln der ausgetretenen Flüssigkeit vermischt. Bis hierher kann das Gericht gut vorbereitet werden.

Unmittelbar vor dem Servieren das Öl in zwei großen Bratpfannen erhitzen, die Zwiebeln darin anbraten und dann das Fleisch scharf anbraten. Von der beiseite gestellte Marinade dazugeben (P: Menge nach Geschmack) und unterrühren.

Anmerkung Petra: Klasse, schön würzig! Hier gab es dazu Tahini- Joghurt (300 g griech. Joghurt, 2 Knoblauchzehen, 25 g Tahini, Zitronensaft, Salz), israelischen Salat und Fladenbrot. Prima vorzubereiten, daher schönes Gästeessen. Im Buch doppeltes Rezept für 10 Personen. Hier 4 Personen und ein Kleinkind – alles wurde leer.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Israelischer Salat
Kategorien: Salat, Israel, Beilage, Grill
Menge: 4 Personen

Zutaten

6 Reife feste Tomaten; entkernt, gewürfelt
3 Minigurken; mit Schale klein gewürfelt
1 Rote Zwiebel; fein gehackt
50 Gramm Pinienkerne; geröstet
1/2 Bund Glatte Petersilie; gehackt
1 Zitrone: Saft
2 Essl. Olivenöl
Salz
Pfeffer

Quelle

modifiziert nach
Reuven Rubin
Tel Aviv – Die Kultrezepte
Erfasst *RK* 23.06.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Pinienkerne und Petersilie in einer Schüssel vermischen.

Aus Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Olivenöl eine Vinaigrette anrühren und den Salat damit anmachen.

Anmerkung Petra: Prima! Gemacht zu Shawarma „Meatmarket“. Die gerösteten Pinienkerne haben mir besonders gut gefallen.

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Die weiteren Rezepte der Mitreisenden nach Israel:

Küchenlatein: Geröstete Auberginensuppe mit Ziegenfrischkäse
Backmaedchen 1967: Challah-jüdisches Zopfbrot
Küchenmomente: Baka mit Schoko-Nuss-Füllung (nach Ottolenghi)
zimtkringel: Gebackene Süßkartoffeln, Feigen und Ziegenkäse
Chili und Ciabatta: Kubaneh – jemenitisch-jüdisches Sabbat-Brot
Brittas Kochbuch: Ein Buch und ein kleines Buffet
Brittas Kochbuch: Freekeh-Salat mit Frühlingsgemüse
Brittas Kochbuch: Vegetarisch gefüllte Kibbeh
kohlenpottgourmet: Malabi mit Erdbeeren und Pistazien
Fränkische Tapas: Hummus
Küchenmomente: Rugelach mit Aprikosen-Nuss-Füllung
magentratzerl: Lazania
The Road Most Traveled: Mandelkekse aus Israel
Brotwein: Tomate Gurke Salat – Rezept für israelischen Salat
SavoryLens: Sabich – Streetfood aus Israel
zimtkringel: gefüllte Paprika nach Erika und Ruth
Brotwein: Shawarma
Brotwein: Pita Brot – Fladenbrot Taschen zum Füllen
volkermampft: Aubergine mit Chermoula, Bulgur und Joghurt
volkermampft: Die israelischen Restaurants Simbiosa und Neni in Hamburg
Stefan: Ein Menü mit Ossobuco, Oktopus und Mango-Papaya-Salat
volkermampft: Buchrezension – Jerusalem: Das Kochbuch von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi
volkermampft: Hummus Kawarma – Lamm mit Zitronenmarinade
Fränkische Tapas: Israelische Gewürznüsse
Mein wunderbares Chaos: Lemmkebab auf der Zimtstange mit Minz-Tahini-Sauce und Pitah
Coconut & Cucumber: Sesam-Kekse – Tahini-Kekse nach Yotam Ottolenghi
Brotwein: Ofen-Hühnchen mit Zitrone und Topinambur
Chili und Ciabatta: Kubaneh auf traditionelle Art gebacken

*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann. Für diese Unterstützung herzlichen Dank!

Rosenblütengelee

Kürzlich waren wir bei einer Infoveranstaltung über Essbare Blüten und Blätter im Kreislehrgarten, bei der es auch einige Kostproben gab, darunter ein Rosengelee. Ein genaues Rezept gab es allerdings nicht, nur den Hinweis, die Rosen seien mit heißem Apfelsaft übergossen worden, daraus dann ein Gelee gekocht worden.

Duftrosenblüten

Die Rosenblüte ist in vollem Gang, dieses Jahr fällt sie bei uns im Garten besonders üppig aus. So bin ich von Rose zu Rose gewandert und haben Blüten der besonders stark duftenden Sorten eingesammelt (darunter Souvenir de la Malmaison, Louse Odier, Fantin Latour, Gloire de France etc.) Für die Farbe habe ich auch einge dunklere Blüten (Tuscany Superb, Laguna) mitverwendet.

Rosenblütenblätter

Für meinen Ansatz habe ich 100 g Rosenblütenblätter pro Liter verwendet, bei denen ich jeweils das untere weiße Dreieck abgeschnitten habe – angeblich sorgt das für einen unerwünscht bitteren Geschmack.

Ich habe die Blüten in einen Mix aus Weißwein, naturtrübem Apfelsaft und Zitronensaft gegeben, aufgekocht, über Nacht ziehen gelassen und am nächsten Morgen abgesiebt. Die Flüssigkeit wurde dann mit Gelierzucker 1:1 versetzt und 3 Minuten sprudelnd gekocht.

Rosenblütengelee

Vom Ergebnis bin ich so begeistert, dass ich nochmal einen zweiten Ansatz hinterher geschoben habe. Mit diesem Rezept konserviert man sich wirklich den duftenden Sommer!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rosenblütengelee
Kategorien: Konfitüre, Einmachen, Blüte
Menge: 9 Gläser à 240 ml

Zutaten

Kräftig duftende Blüten von Duftrosen für
100 Gramm Vorbereitete Duftrosenblütenblätter
250 ml Apfelsaft
75 ml Zitronensaft; frisch gepresst
700 ml Weißwein
1 kg Gelierzucker 1:1; Menge anpassen

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 15.06.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Rosenblüten am besten bei warmem, trockenem Wetter ernten.

Kräftig duftende Rosenblüten entblättern und das weiße Dreieck am unteren Teil abschneiden (das kann das Gelee bitter machen). Benötigt werden etwa 100 g vorbereitete Blütenblätter (etwa 1 Litermaß locker gefüllt).

Apfelsaft, Zitronensaft und Weißwein in einen Topf geben. Die Rosenblütenblätter dazugeben und alles unter Umrühren zum Kochen bringen. Dann die Platte ausschalten und den Topf zugedeckt über Nacht stehen lassen.

Am nächsten Morgen den Topfinhalt durch ein feines Sieb in einen ausreichend großen Topf gießen, die Flüssigkeitsmenge dabei abwiegen. Die gleiche Menge Gelierzucker dazugeben, erhitzen und 3 Minuten sprudelnd kochen lassen (Gelierprobe).

Das Gelee kochend heiß in saubere Twist-off-Gläser füllen, sofort verschießen.

Anmerkung Petra: ungemein aromatisches, angenehm säuerliches Rosenblütengelee, schöne Konsistenz, klasse!

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Kubaneh auf traditionelle Art gebacken

Für die kulinarische Weltreise iniitiert von volkermampft mit Ziel Israel hatte ich letzte Woche ein jüdisch-jemenitisches Kubaneh vorgestellt, gebacken in einer offenen Form im relativ heißen Backofen.

Nachdem ich von diesem Brot so begeistert war, wollte ich natürlich auch die zweite im Rezept erwähnte Möglichkeit ausprobieren, so ein Kubaneh zu backen.

Kubaneh nach 12 Stunden Backzeit

Da das Brot traditionell am Sabbat serviert wird, verwenden strenggläubige Juden nämlich eine Methode, bei der das Brot schon am Vortag in einer geschlossenen Form in den Backofen geschoben wird und über eine lange Zeit von 12 Stunden bei niedriger Temperatur von 105°C eher gedämpft als gebacken wird. Moderne Backöfen bieten für solche lange gegarten Gerichte eine Sabbatfunktion an.

Ich habe also den Teig gleich in doppelter Menge hergestellt und eine Hälfte der Teigrollen in einen gut gebutterten Bräter gestellt. Bei Verwendung kleinerer Töpfe kann man die Rollen auch aufeinanderschichten.

Kubaneh mit Eiern gestürzt

Gestürzt präsentiert sich das Brot nach 12 Stunden Backzeit dann so wie hier. Zwischen den einzelnen Teigrollen  sind die Eier zu erkennen, die auf den Boden der Form gerutscht sind und deshalb auf ersten Bild nicht zu sehen sind.

zweierlei Kubaneh mit Zough

Beim Auseinanderreißen der Brötchen zeigt sich der deutliche Unterschied zum kurz gebackenen Brot: die Krume ist komplett karamellisiert und braun geworden. Die Butter zwischen den einzelnen Schichten wurde nicht so gut aufgenommen wie beim herkömmlich gebackenen Brot, das Brot wirkt dadurch fettiger.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Jemenitisches Kubaneh traditionell gebacken
Kategorien: Brot, Israel, Jemen
Menge: 1 Brot

Zutaten

H VORTEIG
100 Gramm Weizenmehl Type 550
100 Gramm Wasser
1/2 Gramm Frischhefe
H HAUPTTEIG
Vorteig
400 Gramm Weizenmehl Type 550
190 Gramm Kaltes Wasser
9 Gramm Frischhefe
40 Gramm Zucker (Original 60 g)
12 Gramm Salz (Original 20 g)
150 Gramm Sehr weiche Butter (P: verwendet etwa 125 g)

Quelle

modifiziert nach
Uri Scheft
Breaking Breads: A New World of Israeli Baking
Erfasst *RK* 15.06.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vorabend den Vorteig herstellen: Alle Zutaten gut verrühren und abgedeckt 2 Stunden bei Zimmertemperatur anspringen lassen, dann über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag Vorteig, Mehl, Wasser, Hefe und Zucker in die Küchenmaschine geben und etwa 5 Minuten auf Stufe 1 kneten. Dann das Salz einrieseln lassen und weitere 3-4 Minuten auf Stufe 2 kneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich komplett von der Schüssel löst. Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, vom Rand her jeweils nach außen ziehen und nach innen falten, Den Teig etwas drehen und diese Bewegung mehrmals wiederholen, bis man eine gleichmäßig gerundete Teigkugel erhält. Diese mit
der glatten Seite nach oben in eine saubere Schüssel geben und zugedeckt etwa 1 Stunde gehen lassen.

Eine Kuchenplatte mit weicher Butter bestreichen.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und in 8 Stücke à etwa 105 g teilen, zu runden Teiglingen abdrehen und auf die gebutterte Platte setzen. Abdecken und etwa 40-50 Minuten gehen lassen.

Eine geeignete Backform mit Deckel* (hier Bräter mit 24 cm Durchmesser) großzügig mit 2 El Butter bestreichen.

Eine saubere Arbeitsfläche (hier Rückseite eines großen glatten Holzschneidebretts) großflächig mit einem El Butter bestreichen. Einen Teigling darauflegen, einen El weiche Butter daraufgeben und den Teigling mit den Händen flach drücken, dabei immer weiter nach außen drücken, so dass ein hauchdünner Teigfladen mit etwa 30-33 cm Durchmesser entsteht. Nun zuerst die linke Seite des Teiges über die Mitte falten, dann die rechte über die linke, so dass ein dreilagiger Teigstreifen entsteht. Diesen wieder mit
etwas Butter bestreichen und dann von der unteren Seite her straff zu einem Zylinder aufrollen. Den Zylinder in der Mitte durchschneiden und mit den Schnittflächen nach oben in die vorbereitete Form setzen. Diese Prozedur mit den anderne Teiglingen wiederholen. Die Form abdecken und den Teig etwa 40-60 Minuten aufgehen lassen, bis die Zwischenräume weitgehend gefüllt sind.

Nach Belieben kann man auf den Teig oder in die Zwischenräume rohe Eier legen, die mitgebacken werden.

Den Backofen auf 105°C vorheizen.

1 El Butter schmelzen und damit die Teigoberfläche bepinseln. Die Form schließen und über Nacht für 12 Stunden in den Backofen schieben (Petra: Backofen auf ein Backende nach 12 Stunden programmiert. Strenge Juden benutzen die Sabbatfunktion, die hat bei mir aber eine Mindestlaufzeit von 24 Stunden).

Den Deckel der Backform abnehmen und das Brot auf eine Platte stürzen. Nach Belieben mit der Ober- oder Unterseite nach oben gedreht servieren.

Jeder reißt sich nun nach Wunsch Brötchen ab, die traditionell am Sabbat-Morgen noch warm mit geriebenen Tomaten und Zhoug, einer scharfen Chili-Kräuterpaste serviert werden. Falls Eier mitgebacken wurden, isst man diese dazu.

Anmerkung Petra: die traditionelle Backart, die ja eher ein Dämpfen ist, ergibt ein komplett anderes Brot als das auf moderne Art gebackene: die Krume ist komplett dunkel karamellisiert, die Butter nicht so gut aufgenommen wie herkömmlich gebackenen Brot, das Brot wirkt dadurch fettiger. Man kann auch einfach Teigbälle formen und diese vor dem Einschichten in der Form in Butter wenden. Die Eier sind nach 12 Stunden im Backofen ziemlich fest, die Farbe auch eher bräunlich.

*die traditionelle Backform ist ein relativ hoher Aluminiumtopf mit Deckel, die auch für Jachnun verwedet wird (Jachnun Pot).

Im Original bei Uri Scheft ohne Vorteig, mit 60 g Zucker und 20 g Salz – das wären 4%, bezogen auf die Mehlmenge! Normal sind 2-2,2%.

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Die weiteren Rezepte der Mitreisenden nach Israel:

Küchenlatein: Geröstete Auberginensuppe mit Ziegenfrischkäse
Backmaedchen 1967: Challah-jüdisches Zopfbrot
Küchenmomente: Baka mit Schoko-Nuss-Füllung (nach Ottolenghi)
zimtkringel: Gebackene Süßkartoffeln, Feigen und Ziegenkäse
Chili und Ciabatta: Kubaneh – jemenitisch-jüdisches Sabbat-Brot
Brittas Kochbuch: Ein Buch und ein kleines Buffet
Brittas Kochbuch: Freekeh-Salat mit Frühlingsgemüse
Brittas Kochbuch: Vegetarisch gefüllte Kibbeh
kohlenpottgourmet: Malabi mit Erdbeeren und Pistazien
Fränkische Tapas: Hummus
Küchenmomente: Rugelach mit Aprikosen-Nuss-Füllung
magentratzerl: Lazania
The Road Most Traveled: Mandelkekse aus Israel
Brotwein: Tomate Gurke Salat – Rezept für israelischen Salat
SavoryLens: Sabich – Streetfood aus Israel
zimtkringel: gefüllte Paprika nach Erika und Ruth
Brotwein: Shawarma
Brotwein: Pita Brot – Fladenbrot Taschen zum Füllen
volkermampft: Aubergine mit Chermoula, Bulgur und Joghurt
volkermampft: Die israelischen Restaurants Simbiosa und Neni in Hamburg
Stefan: Ein Menü mit Ossobuco, Oktopus und Mango-Papaya-Salat
volkermampft: Buchrezension – Jerusalem: Das Kochbuch von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi
volkermampft: Hummus Kawarma – Lamm mit Zitronenmarinade
Fränkische Tapas: Israelische Gewürznüsse
Mein wunderbares Chaos: Lemmkebab auf der Zimtstange mit Minz-Tahini-Sauce und Pitah
Coconut & Cucumber: Sesam-Kekse – Tahini-Kekse nach Yotam Ottolenghi
Brotwein: Ofen-Hühnchen mit Zitrone und Topinambur
Chili und Ciabatta: Shawarma “Meatmarket” mit israelischem Salat