Eine Nudelsuppen-Mahlzeit

In den letzten Tagen hatte ich das Wagamama-Kochbuch  wieder in den Händen, damit wurden Erinnerungen an das leckere Essen im Wagamama, Kensington High Street in London wach. Höchste Zeit, mal wieder etwas daraus zu kochen!

Da Helmut Nudelsuppen liebt, habe ich mich für Ramen mit gebratenem Honig-Schweinefilet entschieden.

Das Schweinefilet wird großzügig mit einer würzigen Barbecue
Sauce (Hauptzutaten gelbe Bohnensauce und Hoisinsauce) bestrichen und
im Ofen gebraten, gegen Ende der Garzeit wird es noch mit Honig
beträufelt.

Die Mengen sind sehr großzügig berechnet, das fanden wir auch damals bei unserem London-Aufenthalt. Wenn aber ein hungriger 16jähriger Chinese begeistert zugreift, wird alles leer 🙂

Mit der hübschen Suppenschale verbinde ich übrigens besondere
Erinnerungen: ich habe sie bei einem Paris-Aufenthalt vor 4 Jahren
gekauft, bei dem uns Francois Leloup, ein Regular aus fr.rec.cuisine zum Essen in ein authentisches vietnamesisches Lokal und durch einen wunderbar sortierten Asia-Markt geführt hat.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Ramen mit gebratenem Honig-Schweinefilet
Kategorien: Suppe, Fleisch, Schwein, Nudel, Asien
     Menge: 2 Portionen

    275     Gramm  Schweinefilet
      2      Essl. Barbecue sauce (s.u.)
      2      Teel. Flüssiger Honig
    275     Gramm  Ramen Nudeln (Petra: 225 g Udon-Nudeln)
      1       Ltr. Asia-Hühnerbrühe; kräftig gewürzt
      4            Frühlingszwiebeln
      2  Handvoll  Grob gehacktes Grünzeug nach Saison (Petra:
                   -Spinat, Wirsing, Chinakohl, Erbsen)
     12    Stücke  Bambussprossen (Dose, Petra: 150 g aus Beutel)

========================== BARBECUE SAUCE ==========================
    100        ml  Gekaufte Gelbe Bohnensauce (Petra: Yeo's Salted
                   -Beans*)
    100        ml  Hoisin Sauce
      2      Teel. Zucker
      2            Knoblauchzehen; fein gehackt
      1      Essl. Sesamöl
                   Weißer Pfeffer
      1      Essl. Dunkle Sojasauce
      2      Essl. Helle Sojasauce

============================== QUELLE ==============================
                   leicht modifiziert nach
                   the wagamama cookbook
                   -Erfasst *RK* 14.11.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Den Backofen auf 220°C vorheizen. Das Schweinefilet mit der
Barbecuesauce bestreichen und in einer geölten, ofengeeigneten Form
etwa 30 Minuten rösten, dabei nach 25 Minuten den Honig darübergeben.

Vor dem Aufschneiden 5 Minuten ruhen lassen, dünne Scheiben
schneiden.

Die Nudeln nach Anweisung kochen und kalt abschrecken. Auf die
Portionsschüsseln aufteilen. Die Brühe zum Kochen bringen, Grünzeug
und Frühlingszwiebel zugeben und 30 Sekunden kochen.

Die Brühe über die Nudeln schöpfen, mit Schweinefleisch und
Bambussprossen belegen.

Barbecuesauce: Alle Zutaten vermischen*. Die Sauce hält sich im
Kühlschrank einige Tage.

Anmerkung Petra:

*Ich habe die Sauce püriert, da ich ganze fermentierte Sojabohnen
verwendet habe.

Bambussprossen in der Brühe mitgekocht. Die Brühe sollte sehr
kräftig gewürzt sein, damit sie auch nach der Gemüsezugabe noch
aromatisch schmeckt. Beim Braten des Fleisches möglichst nicht viel
von der Sauce in der Bratpfanne verteilen, wird sonst beim Braten
schwarz. Fleisch ist schön rosa.

Ich habe das Rezept für 4 Personen verdoppelt. Die Mengen sind sehr
reichlich bemessen, auch die Nudeln. Wenn aber ein hungriger
16jähriger Chinese am Tisch sitzt, wird alles leer :-)

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Quittensuppe

Noch Quitten übrig?

Hier
eine pikante, leicht asiatisch angehauchte Quittensuppe, auf die ich
mich schon das ganze Jahr über freue – unbedingt zum Nachkochen
empfohlen! Das Rezept stammt aus einer älteren essen & trinken:

Quitten,
Zwiebeln, Chilis, Ingwer, Frühlingszwiebeln und Zitronengras werden in
Hühnerbrühe geköchelt und dann alles passiert. Ein bisschen Sahne dazu,
pikant abschmecken und mit einem Zwiebel-Chili-Toast genießen 🙂

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Quittensuppe
Kategorien: Suppe, Quitte
     Menge: 4 Portionen

=============================== SUPPE ===============================
    500     Gramm  Quitten, klein
      2            Zwiebeln
      1            Knoblauchzehe
      1            Rote Chilischote
      2   Stangen  Zitronengras
     15     Gramm  Ingwerwurzel, frisch
      1      Bund  Frühlingszwiebeln
     20     Gramm  Butterschmalz
                   Salz
      2      Essl. Zucker
    400        ml  Geflügelfond
    200        ml  ;Wasser
    125        ml  Schlagsahne

============================ TOASTECKEN ============================
      1            Knoblauchzehe
      1            Rote Chilischote
     15     Gramm  Butterschmalz (I)
      3  Scheiben  Weizentoast
     15     Gramm  Butterschmalz (II)
      1      Essl. Korianderblätter; bis
                   -doppelte Menge

============================== QUELLE ==============================
                   essen & trinken 11/96
                   -Erfasst *RK* 25.10.2000 von
                   -Petra Holzapfel

Quitten abreiben und würfeln. Zwiebeln, die Knoblauchzehe und Chili
hacken. Zitronengras und die Hälfte vom Ingwer in Scheiben schneiden.
Das Grün der Frühlingszwiebeln nicht zu fein hacken.

Alles in dem Butterschmalz andünsten, mit Salz und Zucker würzen.
Mit Fond und Wasser zugedeckt 1 Stunden leise kochen, dann passieren,
die Sahne unterrühren.

Inzwischen den Knoblauch, restlichen Ingwer, Chili und die weißen
Teile der Frühlingszwiebeln sehr fein würfeln. Im Butterschmalz (I)
1 Minute dünsten.

Den Toast ohne Rinde im restlichen Butterschmalz von beiden Seiten
braten. Mit der Würzmischung bestreichen und diagonal vierteln. Den
Koriander hacken, vor dem Servieren unter die Suppe ziehen und mit
den Toastecken servieren.

Anmerkung Petra: Das Zitronengras einfach von den trockenen Blättern
und Spitzen befreit und dann plattgeklopft verwendet. Chilis mit
Kernen kleingeschnitten. Suppe durch Flotte Lotte (feine Scheibe)
passiert. Je nach Dicke der Suppe diese noch mit Wasser oder Brühe
verdünnen. Ich nehme zum Braten des Toasts Butter.

Schmeckt absolut super!

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Pilzessenz

Ende September – höchste Zeit, das Menü des Monats für Oktober zusammenzustellen und probeweise zu kochen. Nachdem vor allem das Dessert etwas üppiger ausfällt, soll die Vorspeise ganz leicht sein.

Ich habe im Keller noch relativ viel selbstgesammelte und getrocknete Herbsttrompeten (Totentrompeten),
einige Steinpilze und Morcheln. Wunderbare Grundlage für eine klare
Pilzsuppe, die mit einem Eiweiß geklärt wird: nach dem Filtrieren durch
eine saubere Stoffwindel wird daraus eine hocharomatische Pilzessenz.

Als Einlage habe ich mir eigentlich gebratene Scheiben von Steinpilzen vorgestellt – Steinpilze wie diese hier, die wir im Urlaub in Cannobio gekauft haben.

Schon letzte Woche war ich mit Kathi in „unserem“ Pilzwald – absolut rein gar nichts, es war viel zu trocken. Selbst die Passauer Neue Presse titelte: „Pilze wie vom Erdboden verschwunden“ 😉

Nach einigen feuchten Regentagen nun ein erneuter Versuch mit kläglicher Ausbeute, von Steinpilzen keine Spur.

Ein Handvoll Pfifferlinge, nur wenige Trompetenpfifferlinge, die sonst oft schon jetzt in Massen wachsen und einige Reifpilze waren die einzige Ausbeute. Knollenblätterpilze dagegen wachsen in Massen!

Als Suppeneinlage habe ich deshalb auf ganz profane, allerdings makellos frische Zuchtchampignons zurückgegriffen 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pilzessenz mit gebratenen Champignons
Kategorien: Sauce, Pizza, Reis, Thailand
Menge: 4 Portionen

Zutaten

50 Gramm Getrocknete Pilze wie z.B. Herbsttrompeten,
-Steinpilze und Morcheln
1,2 Ltr. Entfettete Kalbs- oder Rinderbrühe oder
-verdünnnten Fond; am besten selbstgemacht
1 Eiweiß
3 groß. Ganz frische Champignons*
Butterschmalz; zum Braten
Einige Blättchen glatte Petersilie; zur Dekoration

Quelle

Menü des Monats
GBV Geiersthal
Oktober 2004
erfasst von Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Pilze mit der lauwarmen Brühe in einen Topf geben und etwa 1/2 Stunde einweichen.

Nun das Ei leicht verschlagen und in die Brühe rühren. Den Topfinhalt ganz langsam zum Kochen bringen, dann abdecken und 15 Minuten ziehen lassen. Nun alles vorsichtig durch ein mit einem Mulltuch ausgelegtes Sieb gießen, dabei nicht rühren und den Rückstand nicht ausdrücken, damit die ablaufende Essenz nicht trübe wird. Die Essenz wieder in den ausgespülten Kochtopf geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Champignons in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und in einer großen Pfanne einlagig im sehr heißen Butterschmalz unter Wenden auf beiden Seiten braun braten. Sie dürfen kein Wasser ziehen. Leicht salzen und pfeffern, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Vor dem Servieren die Pilzessenz wieder zum Kochen bringen. Einige gebratene Pilzscheiben in die Suppenteller einlegen, mit Suppe aufgießen und mit einigen Petersilienblättchen garniert servieren.

*eine köstliche Variante: anstelle der Champignons kann man kleine feste Steinpilze in nicht zu dünne Scheiben schneiden und braun gebraten als Einlage verwenden.

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Suppe aus gerösteten Tomaten

Zur Zeit gilt es, der Tomatenschwemme Frau zu werden 🙂

Eine Möglichkeit von vielen: Tomaten halbiert auf ein Backblech
legen, pfeffern, salzen und mit einer Mischung von Knoblauch und
Basilikum in Olivenöl beträufeln. Die Tomaten bei 200-220°C im Ofen
rösten, bis die Ränder der Tomaten beginnen schwarz zu werden – das
dauert etwa 1 Stunde. Nun alles vom Blech kratzen und durch die flotte
Lotte drehen, um Haut und Kerne zu enrfernen. Die ziemlich dicke Masse
bis zur gewünschten Konsistenz mit (am besten selbstgekochter)
Hühnerbrühe aufgießen und abschmecken. Diese Suppe kann man z.B. mit
gerösteten Croutons bestreuen oder nach Belieben variieren:

Ich hatte aus dem Urlaub im Tessin noch einige frische Nudeln (frisch aus dem Kühlregal ;-)) meiner Lieblingspasteria mitgebracht,
darunter auch (bisher noch nie gesehen) Crespelle mit Ricotta und
Spinat. Diese Päckchen habe ich mit Butter bepinselt bei 200°C im
Backofen 15 Minuten gebacken bis die Oberfläche etwas bräunt und in der
Suppe serviert. Noch etwas Basilikumöl (einfach frische
Basilikumblätter mit etwas Salz zermörsern und mit Olivenöl
vermischen) darüberträufeln – lecker!

Das Rezept für die Suppe leicht abgewandelt (mit gehäuteten Tomaten):

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Suppe aus gerösteten Tomaten mit Basilikumpaste
Kategorien: Suppe, Gemüse, Kräuter
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H SUPPE
1 kg Reife aromatische Tomaten
4 Essl. Olivenöl
2 Knoblauchzehen
20 Blätter Basilikum
1/2 Ltr. Kräftige Hühnerbrühe; am besten selbstgekocht
1 Essl. Tomatenmark
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
H BASILIKUMPASTE
20 Basilikumblätter
1/4 Teel. Salz
2 Essl. Olivenöl
1 Teel. Balsamicoessig
H DAZU
4-8 Scheiben Baguette, je nach Größe
Olivenöl zum Beträufeln

Quelle

Menü des Monats
GBV Geiersthal
August 2003
erfasst von Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 220GradC vorheizen.

Die Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen und enthäuten. Tomaten quer halbieren, den Stängelansatz keilförmig herausschneiden. Die Tomatenhälften mit der Schnittfläche nach oben in einen flachen Bräter setzen, salzen und pfeffern.

Das Olivenöl in eine kleine Schüssel geben und die Knoblauchzehen dazupressen. Die Basilikumblätter grob zerreißen und mit dem Öl mischen. Die Mischung auf die Tomaten verteilen. Den Bräter für etwa 1 Stunde auf der mittleren Schiene in den Ofen stellen. Evt. gegen Ende noch für 5-10 Minuten den Grill zuschalten, die Tomaten sollen am Rand erste dunkle Stellen zeigen.

Die Tomaten mitsamt Bratrückständen und Saft aus dem Bräter kratzen und in einem Mixer pürieren, anschließend durch ein feines Sieb passieren, um die Kerne zu entfernen. Bis hierher kann das Gericht auch gut vorbereitet werden.

Das Tomatenpüree mit der Hühnerbrühe und dem Tomatenmark in einen Topf geben, erhitzen und leicht einköcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Währenddessen die Basilikumpaste zubereiten: Das Salz und die grob zerzupften Basilikumblätter in einen Mörser geben und etwa 1-2 Minuten zu einer Paste verreiben. Durch das Salz blebt die grüne Farbe gut erhalten. Dann Olivenöl und Balsamicoessig untermischen.

Die Baguettescheiben mit etwas Olivenöl beträufeln und unter dem Grill kurz rösten.

Zum Servieren die Tomatensuppe auf Suppentassen verteilen, mit der Basilikumpaste beträufeln und mit dem gerösteten Baguette servieren.

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Laksa lemak – würzige Nudelsuppe mit Shrimps und Tintenfischbällchen

Helmut liebt Suppen – besonders asiatische Nudelsuppen. Deshalb halte ich immer die Augen nach interessanten Rezepten offen.

Als ich kürzlich ein Rezept las, in dem eine malaiische
Currypaste verlangt wird, habe ich mal wieder meine Bücher mit Rezepten
aus Malaysia durchgesehen, darunter auch Vatcharin Bhumichitrs
informatives Buch Rezepte aus Südostasien.

Dabei hat dieses Laksa-Rezept in einer fischigen Variante meine Aufmerksamkeit erweckt.

Es gibt hier zwar keinen Asialaden in der Nähe, dafür habe ich
eine ganz gute Vorratshaltung asiatischer Lebensmittel im Keller und in
meiner TK-Truhe 🙂 In diesem Fall kommen Galgant, Zitronengras, Kurkuma,
Fischbällchen (in dem Fall thailändische Tintenfischbällchen) und sogar
die Sojabohnensprossen aus dem Kälteschlaf. Letztere habe ich
versuchsweise roh eingefroren und nun gefroren wie im Rezept
beschrieben in kochendem Wasser blanchiert: das geht wunderbar, die
Sprossen bleiben schön knackig. Zitronengras verwende ich übrigens seit
einem Kochseminar in der Ente in
Wiebaden gerne im Ganzen angequetscht in Suppen, das bringt deutlich
mehr Aroma, als wenn man nur das weiche Innere kleingehackt verwendet.
Das Zitronengras vor dem Servieren natürlich wieder aus der Suppe
fischen!

Schon die Suppe ohne Einlagen schmeckt sehr lecker, mit
Shrimps, Fischbällchen, Sojasprossen und Reisnudeln und bestreut mit
frischen Chilis, Zwiebeln und Minze ist sie ein köstliches Hauptgericht.

Noch ein Tipp, auf den auch Gernot auf seinen ausgezeichneten Gewürzseiten hinweist:
mit Kurkuma verfärbte Kunststoffteile einfach kurze Zeit in die Sonne
legen, der intensive Farbstoff ist nämlich nicht lichtecht. Dies gilt
übrigens auch für den orange-gelben Farbstoff  von Möhren, wie ich
erfreut feststellen konnte.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Laksa Lemak - Nudeln in würziger Kokosmilchsauce
Kategorien: Suppe, Nudel, Hähnchen, Kokos, Malaysia
     Menge: 6 Portionen

=============================== SUPPE ===============================
    120        ml  Öl
      6    Zweige  Vietnamesischer Koriander (auch rau ram,
                   -polygonum, daun kesum, paew, laksa leaves)
      2            Wilde Ingwerknospen (durch nichts zu ersetzen,
                   -notfalls weglassen)
      6    Tassen  Wasser (Petra: Asiatische Hühnerbrühe, s. Rezept)
    360        ml  Dicke Kokosmilch (Petra: 1 Dose (400 ml)
                   -Kokosmilch)
  1 1/3      Essl. Zucker
                   Salz; nach Geschmack
    500     Gramm  Frische gelbe Nudeln; oder getrocknete Nudeln,
                   -gekocht und abgegossen
    150     Gramm  Blanchierte Bohnensprossen
      1            Hühnerbrust, gedämpft und zerpflückt (Petra:
                   -Hühnerfleisch von der Brühe verwendet)
    100     Gramm  Shrimps; geschält und gedämpft*

============================= WÜRZPASTE =============================
      8            Rote Chilis
     10            Schalotten
      1            Zitronengras
      2        cm  Galanga
    1/2        cm  Frischer Kurkuma (Petra: aus TK)
    1/2      Teel. Getrocknete Garnelenpaste

============================= GARNITUR =============================
      3    Zweige  Vietnamesischer Koriander; in Streifen
      1            Wilde Ingwerknospe; in feinen Streifen
      1            Gurke, in streichholzgroßen Stücken
      3            Eier; verschlagen, zu dünnen Omeletts gebraten,
                   -in Streifen
      2            Rote Chilis; in feinen Scheiben
      6      Essl. Sambal Belacan (s. Rezept)
      6     klein. Runde Limetten oder Limettenachtel

============================== QUELLE ==============================
                   Periplus World Cookbooks
                   The Food of Malaysia
                   Authentic Recipes from the Crossroads of Asia
                   -Erfasst *RK* 09.12.2005 von
                   -Petra Holzapfel

Alle Zutaten für die Würzpaste hacken und dann pürieren, dabei nach
Bedarf etwas Öl zugeben.

Das restliche Öl erhitzen und die pürierte Masse während 10 Minuten
sanft anbraten, dabei ab und zu umrühren. Den vietnamesischen
Koriander, die Ingwerknospen und das Wasser zugeben und zum Kochen
bringen. Die dicke Kokosmilch, Zucker und Salz zugeben. Die Hitze
reduzieren und alles ganz sanft 10-15 Minuten simmern lassen.

Zum Servieren die Nudeln für einige Sekunden in heißes Wasser geben,
um sie wieder zu erhitzen. Nudeln, Hähnchen, Bohnensprossen und
Shrimps auf 6 Suppenschalen aufteilen, obenauf Korianderstreifen und
Ingwerblüten geben. Mit Suppe aufgießen und mit etwas Gurke,
Omelette, Chilis und Frühlingszwiebeln bestreuen. Sambal Belacan und
geschnittene Limetten in einem getrennten Schälchen reichen.

Tipps: Die Suppe kann im Voraus zubereitet werden und die Zutaten
für die Garnitur vorbereitet, allerdings noch nicht geschnitten
werden, um ihr volles Aroma zu behalten. Wenn frische Nudeln nicht
erhältlich sind, kann man getrocknete Reis-Vermicelli oder sonstige
getrocknete chinesische Weizennudeln verwenden.

Anmerkung Petra: Relativ zeitaufwändig, aber köstlich! Lässt sich
allerdings prima vorbereiten.

*ich habe die Shrimps zum Garen für einige Minuten in einem Sieb in
die heiße Hühnerbrühe gehalten.

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Indische Tomatensuppe

Auch wenn sich meine selbstgezogenen Tomaten aus den kleinen Pflänzchen zu üppigen Pflanzen entwickelt haben und voller Tomaten hängen – die Ernte lässt noch etwas auf sich warten.

Tomaten

Glücklicherweise gibt es ja jetzt schön aromatische Tomaten zu kaufen, die braucht man nämlich für die indische Tomatensuppe, die den Auftakt zu meinem Menü des Monats August 2004 bildet. Falls keine aromatischen Tomaten zu bekommen sind, sollte man lieber auf gute Dosenware ausweichen.

Zu den Tandoori-Hühnerkeulen des Hauptganges wollte ich eine leichte Suppe. Fündig wurde ich in einer Neuerwerbung, dem The Cinnamon Club Cookbook von Iqbal Wahhab und Vivek Singh – dieses Buch war mir bei unserem Besuch im Conran-Shop in London aufgefallen, inzwischen habe ich es geordert. Der Cinnamon Club ist
ein Restaurant mit "New Indian cuisine" in der Old Westminster Library,
London. Viele Rezepte in dem Buch sehen absolut verlockend aus, einige
der Drinks reizen mich dagegen gar nicht: so zum Beispiel die Lassi
Cocktails wie etwa "Lassi Caipirinha" – ein Caipirinha, auf den eine
fruchtiger Joghurtschicht gegeben wird, die dann an der Trennlinie
grisselig aussieht…

Im Original ist diese feine Tomatensuppe die Grundlage für eine
Muschelsuppe – eine Kombination, die ich mir ausgezeichnet vorstellen
kann. Ich habe die Suppe leicht abgewandelt, so habe ich aus
praktischen Gründen die Curryblätter weggelassen,
die im Original sowohl in die Basissuppe als auch zum Schluss ins
würzende Öl gegeben werden – leider sind Curryblätter nur sehr schwer
erhältlich. Falls jemand Bezugsquellen hat, bitte melden!

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Indische Tomatensuppe
Kategorien: Suppe, Gemüse, Tomate
     Menge: 6 Personen

      2      Essl. Öl
      4            Angequetschte Knoblauchzehen
      4  Scheiben  Frischer Ingwer
    1,2        kg  Aromatische reife Tomaten; geviertelt
    1/4      Teel. Kurkuma
    1/4      Teel. Gemahlene Chilis
  1 1/2      Teel. Tamarindenpaste
    800        ml  Gemüsebrühe
      1      Teel. Schwarze Pfefferkörner
      1      Teel. Kreuzkümmel
     25     Gramm  Korianderwurzeln
                   Salz
                   Zucker

=========================== ZUM SERVIEREN ===========================
      1      Essl. Öl
    1/2      Teel. Senfkörner
      1            Tomate; gehäutet, entkernt, in Würfelchen
      1      Essl. Frisches Koriandergrün

============================== QUELLE ==============================
                   Menü des Monats
                   GBV Geiersthal
                   August 2004
                   erfasst von Petra Holzapfel

Das Öl in einem großen Topf erhitzen, Knoblauch und Ingwerscheiben
darin 1 Minute anschwitzen. Die Tomaten zugeben und köcheln, bis sie
weich sind.

Kurkuma, Chili und Tamarinde einrühren und 2 Minuten köcheln lassen.
Die Brühe zugießen und zum Simmern bringen. Währenddessen
Pfefferkörner und Kreuzkümmel in einem Mörser grob zerstoßen und
zusammen mit den Korianderwurzeln in die Brühe geben. Etwa 20
Minuten köcheln lassen, dann durch ein feines Sieb oder die flotte
Lotte (feiner Einsatz) streichen. Die Suppe wieder in den
gesäuberten Topf gießen, mit Salz und Zucker abschmecken.

Die Tomatenwürfelchen auf Suppentassen verteilen.

Unmittelbar vor dem Servieren das Öl in einem kleinen Töpfchen stark
erhitzen und die Senfkörner zugeben, sie fangen sofort an zu
springen. Das Würzöl in die Suppe geben, die Suppe in die
Suppentassen verteilen, mit gehacktem Koriandergrün bestreuen.

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