Plain in Pigna – Ofenrösti

Schon lange reizte mich das Rezept der im Ofen gebackenen Rösti, der für’s Engadin typischen Plain in Pigna.

Rezepte gibt es jede Menge, ich habe mich für eines mit Salami und Speck entschieden. Dabei habe ich eine im wahrsten Sinne des Wortes abgespeckte Version gemacht und weniger Salami und Speck verwendet.

Plain in Pigna

Weil es etwas schnell gehen musste, hab ich nur mit halbem Auge das Rezept gelesen und zuerst die Kartoffelmasse eingefüllt und darauf die Speckscheiben gelegt – und nicht andersherum, wie es eigentlich richtig gewesen wäre. Hat aber trotzdem gut geschmeckt 😉

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Plain in Pigna cun Ardöffels (Engadin) (Ofenrösti)
Kategorien: Kartoffel, Rösti, Polenta, Speck, Schweiz
Menge: 4 Portionen

Zutaten

 

100 Gramm   Butter
1,2 kg   Rohe Kartoffeln; an der
      -Röstiraffel geraffelt
50 Gramm   Mehl
100 Gramm   Polenta
      Salz
      Pfeffer
      Muskat
150 Gramm   Salami; feingewürfelt
150 Gramm   Speck; feingewürfelt
200 Gramm   Dünne Speckscheiben
H REF
      -Maggie Poltera, 1979
      -Erfasst von Rene Gagnaux

Zubereitung

Die Butter wird zerlassen und über die Kartoffeln gegeben. Mehl, Polenta und Gewürze miteinander vermischen und mit Salami und Speck gut unter die Kartoffeln mischen.

Eine rechteckige, niedrige Auflaufform oder ein Wähenblech wird mit Öl ausgestrichen und mit den Speckscheiben belegt. Darauf gibt man die Kartoffelmasse und backt diese bei ca. 200°C während 1 bis 1 1/2 Stunden knusprig.

Zusammen mit einem Kabissalat ergibt dies ein einfaches Nachtessen.

Anmerkung Petra: etwas abgespeckt und leicht modifizert gemacht: zu den Kartoffeln (mit der Maschine grob geraffelt) nur 100 g gewürfelte Salami gegeben und mit 200 g Speckscheiben belegt. Backzeit von gut 1 Stunde ist ausreichend. Wir hatten einen gemischten Salat dazu, ich könnte mir aber auch gut Apfelkompott vorstellen.

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Emmentaler-Burger mit Sesam-Dipsauce

Ich habe mir fest vorgenommen, für den Blog-Event Käse wieder einige neue Rezepte auszuprobieren. Beim Durchschauen meiner einschlägigen Kochbücher fällt mir in Lucas Rosenblatts Schweizer Käse ein Foto mit appetitlich gebräunten kleinen Küchlein auf, das Rezept dazu nennt sich "Orientalische Emmentaler-Burger". Den Namen kann ich beim Blick auf die Zutatenliste nicht so recht nachvollziehen: Was ist an höhlengereiftem Emmentaler orientalisch? Rechtfertigt die Verwendung von Hirseflocken, Kardamom und Muskatnuss diese Bezeichnung? Immerhin finden sich in der zugehörigen Sauce Sesam, Harissa und Zitronensaft – sonst aber auch nichts…

Egal, die Teilchen sehen lecker aus und man muss ja auch einmal etwas wagen. Hauptsubstanz der Burger ist trockenes Weißbrot, das mit wenig heißer Milch beträufelt wird. Ich habe noch einige staubtrockene Brötchen, die will ich hier einbauen. Die Milch schafft es nicht, alle Brotstückchen zu durchfeuchten, also noch einen kleinen Schuss dazu, aber nicht zuviel – ich weiß ja nicht, welche Konsistenz gewünscht wird. Die Brotmasse kommt dann zu angebratenem Speck und Zwiebeln mit etwas Hirseflocken in die Pfanne und wird dort sanft angedünstet. Ich versuche, beim Rühren die Stückchen so gut es geht zu zerkleinern und einen homogenen Feuchtigkeitszustand zu erlangen.

geformte Burger

Wenn man dann zu der Masse neben dem kleingewürfelten Käse und Gewürzen nicht nur ein Eigelb, sondern auch noch das Eiweiß gibt, kann man tatsächlich nette kleine Bällchen formen, die etwas plattgedrückt in die Pfanne kommen.

Den Dip habe ich erst so gemacht wie im Rezept – aber auch nach Zugabe von etwas Salz hat er mich nicht vom Hocker gerissen. Dann kam mir die Erleuchtung: Orientalisch – Sesam – Zitronensaft – da sollte doch Tahina passen? Und tatsächlich, plötzlich hat man ein sehr leckeres Dippsößchen!

Und so vereinen sich auf der Gabel gebratenes Käse-Semmelknödelchen, Sesamsauce und einige frische Kressesprossen zu einem gelungenen Ensemble. Ende gut, alles gut 🙂

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.3

     Titel: "Orientalische" Emmentaler-Burger
Kategorien: Resteverwertung, Brot, Käse, Buffet, Snack
     Menge: 8 Kleine Burger

    120     Gramm  Trockenes Weißbrot (Petra: 3 trockene Semmeln)
    100        ml  Heiße Milch (Petra: etwas mehr)
     50     Gramm  Speckwürfelchen
      3            Gehackte Schalotten
      1      Essl. Hirseflocken
      1            Eigelb (Petra: 1 Ei)
      2      Essl. Gehackte Petersile
    1/2      Teel. Kardamom
    1/2            Muskatnuss (Petra: 1/2 TL)
    120     Gramm  Höhlengereifter Emmentaler, klein gewürfelt
                   -(Petra: 6 Monate gereifter Emmentaler)
                   Schwarzer Pfeffer
      2      Essl. Olivenöl extra nativ

========================== SESAMSAUCE ==========================
      1      Teel. Sesam
    1/2      Essl. Harissa
            Wenig  Zitronenzesten
      1      Essl. Zitronensaft

======================= DIPVARIANTE PETRA =======================
      2      Teel. Sesam
      1      Essl. Harissa
      2      Essl. Zitronensaft
            Etwas  Zitronenzesten
    2-3      Essl. Tahina
                   Salz
                   Pfeffer

======================== ZUM DEKORIEREN ========================
                   Frische Kresse

============================ QUELLE ============================
            nach
            Lucas Rosenblatt, Judith Meyer
            Schweizer Käse
            -Erfasst *RK* 31.01.2007 von
            -Petra Holzapfel

Brot klein würfeln und mit der Milch beträufeln.

Speck in einer Bratpfanne knusprig braten, Schalotten zufügen,
goldgelb andünsten. Hirseflocken sowie eingeweichte Brotwürfelchen
zugeben, unter ständigem Rühren einige Minuten dünsten. In eine
Schüssel geben, Eigelb, Petersilie, Gewürze und Käsewürfelchen
unterrühren, mit Pfeffer abschmecken.

Aus der Masse Burger von etwa 50 g formen, im Olivenöl bei mäßiger
Hitze beidseitig braten.

Sesamsauce: 1 gehäufter Teelöffel Sesamsamen kurz trocken rösten,
1/2 EL Harissa unterrühren, zum Schluss 1 EL Zitronensaft und wenig
abgeriebene Zitronenschalen unterrühre

Variante Petra: Die Sesamsamen kurz trocken rösten. In einem
Schüsselchen Harissa mit Zitronensaft und wenig abgeriebener
Zitronenschalen verrühren, Sesamsamen hineingeben. Nach Geschmack
Tahina unterrühren, salzen und pfeffern.

Anmerkung Petra: ich weiß nicht genau, was im Rezept unter
"trockenem Weißbrot" verstanden wird. Ich habe wirklich total
trockene Brötchen verwendet und diese so gut es ging in Stückchen
geschnitten. Die Milch befeuchtet das Brot nur teilweise, ich habe
deshalb noch einen kleinen Schuss Milch zugegeben und die Masse
etwas ziehen lassen. Beim Braten in der Pfanne habe ich dann
versucht, die Stückchen noch etwas zu zerkleinern und gut zu
durchmischen. Am Schluss waren keine trockenen Stücke mehr vorhanden.
Nur mit Eigelb hatte die Masse beim Kneten wenig Zusammenhalt, ich
habe deshalb noch das Eiweiß hinzugefügt - dann ging das Formen ganz
gut. Käse hätte aber auch 100 g gereicht, ich hatte am Schluss Mühe,
alle Käsewürfelchen im Teig zu integrieren. Gebraten bei sanfter
Hitze von beiden Seiten, dann auch auf die Ränder gedreht.

Die Sesamsauce des Rezept hat mich nicht begeistert - sie schmeckt
nur sauer und scharf. Ich habe deshalb noch Tahina, Salz und Pfeffer
untergerührt - superlecker. Bei mir gab's noch frische Kresse dazu,
eine feine Ergänzung.

Die kleinen Burger schmecken heiß, aber auch kalt mit der Dipsauce
sehr gut und würden sich sicher prima auf einem Buffet oder als
kleiner Snack machen. Schöne Verwertungsmöglichkeit für alte
Brötchen.

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Tomaten TV – Kochen fürs Fernsehen

Ich freue mich sehr, dass Blogs – und insbesondere natürlich Foodblogs – inzwischen auch hier von den Medien wahrgenommen werden (in Amerika und Frankreich war das schon viel früher der Fall). So hat z.B. Freundin vor einiger Zeit u.a. über einige kochende Blogs wie z.B. Fool for Food und Küchenlatein berichtet und Pro 7 wurde auf unsere Familie mit den sich die Klinke in die Hand gebenden Gastschülern aufmerksam. Dennoch war ich sehr erstaunt, als letzte Wochen das Telefon klingelte und eine Reporterin des Bayerischen Fernsehens dran war, die wohl schon seit längerer Zeit aufmerksam mein Blog Chili und Ciabatta als auch das von Tochter Kochfrosch verfolgt. Auf die Frage, ob ich nicht Lust hätte, für die Abendschau vor laufender Kamera drei Rezepte zum Thema Tomaten zu kochen, zu fotografieren und zu bloggen, musste ich mir jedoch erst mal Bedenkzeit erbeten – eigentlich stehe ich überhaupt nicht gerne im Rampenlicht. Die Idee, Foodblogs einem größeren Publikum vorzustellen, gefiel mir allerdings schon – und Claudia, die Redakteurin, klang wirklich sehr sympathisch. Deshalb habe ich mich schweren Herzens durchgerungen und ja gesagt. Heftiges Bauchgrummeln gab’s dann allerdings an den Tagen bis zum gestrigen Mittwoch…

Pünktlich wie angekündigt um 9:00 Uhr stand also das dreiköpfige Team vor der Tür. Am Vortag hatten sie schon in der Raritätengärtnerei Treml in Arnbruck gefilmt, von der ja auch ein Großteil meiner Tomatenpflanzen stammt. Bei den derzeit herrschenden Temperaturen in Gewächshäusern zu drehen dürfte auch nicht der größte Spaß gewesen sein.

Tomatenkorb

Herr Treml hatte dieses Körbchen mit einem bunten Tomatenmix für mich gefüllt, was dann gleich als Requisite herhalten musste (Warnung: für Spielfilme halte ich mich nicht geeignet!).

Dreh in der Küche

Dann ging’s aber in die Küche und ans Werk. Drei Rezepte sollten zubereitet werden – und ich gestehe: so langsam habe ich noch nie gekocht. Beim ersten Rezept, einer Suppe aus gerösteten Tomaten mit Basilikumpaste, wurde wirklich alles in einzelne Bewegungsabläufe zerpflückt und aus unterschiedlichen Entfernungen und Blickwinkeln – sogar von außen durchs geöffnete Küchenfenster (!) – gefilmt. Glücklicherweise war der Kameramann so nett und geduldig wie er aussieht 😉

Es folgten ein Salat mit Orzo, Fetakäse und Tomaten, ursprünglich von Foodfreak abgestaubt (das Original gibt’s hier), in leicht modifizierter Variante. Den Schluss machen mit Tunfisch gefüllte gebackene Tomaten à la provençale – dafür durfte ich glücklicherweise die Zutaten ohne laufende Kamera vorbereiten und in Schälchen bereitstellen.

Dreh der fertigen Gerichte

Leider hatte inzwischen heftigster Gewitterregen eingesetzt, so dass es mit den Außenaufnahmen der fertigen Gerichte auf der Terrasse nichts wurde. Kurzerhand wurde unsere Diele in ein Lichtstudio verwandelt.

Tomatensuppe mit Basilikumpaste

Schon erstaunlich, was man mit der richtigen Beleuchtung alles machen kann 🙂 Bei diesem Foto habe ich natürlich nicht geblitzt – das war nur für die Filmaufnahmen notwendig, um zu demonstrieren, wie ich fotografiere.

Um 16 Uhr war der Spuk vorbei, alles wieder eingepackt und Claudia und ihr freundliches Team verabschiedet. Dagelassen hat sie mir noch ein spannendes Kochbuch über Wildpflanzen-Salate, bei dessen Autor sie auch schon gedreht hat. Vielen Dank nochmal!

Aus 7 Stunden werden dann in den nächsten Tagen 4 1/2 Minuten Film entstehen. Wer sich das antun möchte: Für die Ausstrahlung ist der 1. August vorgesehen, um 17:45 Uhr bitte die Abendschau im Dritten (Bayerisches Fernsehen) einschalten.

Eine große Überraschung erwartete mich dann allerdings noch beim letzten Abholen meiner Mail kurz vor dem Schlafengehen: Claudia hat nicht lange gefackelt und mit dolce selbst losgelegt. Ich sag’s ja – bloggen steckt an 🙂

===== Titelliste (3 Rezepte) =====

Suppe aus gerösteten Tomaten mit Basilikumpaste (Juli 06)
Orzo mit Feta und Tomaten (Juli 06)
Gefüllte Tomaten mit Thunfisch à la provençale (Juli 06)

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2.1

     Titel: Suppe aus gerösteten Tomaten mit Basilikumpaste (Juli 06)
Kategorien: Suppe, Gemüse, Kräuter
     Menge: 4 Portionen

============================= SUPPE =============================
    1,2        kg  Reife aromatische Tomaten
      4      Essl. Olivenöl
      2            Knoblauchzehen
     20   Blätter  Basilikum
    1/2       Ltr. Kräftige Hühnerbrühe; am besten selbstgekocht
      1      Essl. Tomatenmark
                   Salz
                   Pfeffer
      1     Prise  Zucker
                   Zitronensaft; nach Bedarf

======================== BASILIKUMPASTE ========================
     20            Basilikumblätter
    1/4      Teel. Salz
      2      Essl. Olivenöl
      1      Teel. Balsamicoessig

============================= DAZU =============================
    4-8  Scheiben  Baguette, je nach Größe
                   Olivenöl zum Beträufeln

============================ QUELLE ============================
            -Erfasst *RK* 11.07.2006 von
            -Petra Holzapfel

Den Backofen auf 220GradC vorheizen.

Einen flachen Bräter ölen.

Die Tomaten quer halbieren und mit der Schnittfläche nach oben in
den Bräter setzen, salzen und pfeffern.

Das Olivenöl in eine kleine Schüssel geben und die Knoblauchzehen
dazupressen. Die Basilikumblätter grob zerreißen und mit dem Öl
mischen. Die Mischung auf die Tomaten verteilen. Den Bräter für etwa
1 Stunde auf der mittleren Schiene in den Ofen stellen. Evt. gegen
Ende noch für 5-10 Minuten den Grill zuschalten, die Tomaten sollen
am Rand erste dunkle Stellen zeigen.

Die Tomaten mitsamt Bratrückständen und Saft aus dem Bräter kratzen
und durch die Flotte Lotte (feine Scheibe) geben, um Kerne und
Schalen zu entfernen. Alternativ in einem Mixer pürieren,
anschließend durch ein feines Sieb passieren.

Das Tomatenpüree mit der Hühnerbrühe (zusammen etwa 1 l) und dem
Tomatenmark in einen Topf geben, erhitzen und leicht einköcheln
lassen. Mit Salz, Pfeffer einer Prise Zucker und Zitronensaft
abschmecken.

Währenddessen die Basilikumpaste zubereiten: Das Salz und die grob
zerzupften Basilikumblätter in einen Mörser geben und zu einer Paste
verreiben. Durch das Salz blebt die grüne Farbe gut erhalten. Dann
Olivenöl und Balsamicoessig untermischen.

Die Baguettescheiben mit etwas Olivenöl beträufeln und unter dem
Grill kurz rösten.

Zum Servieren die Tomatensuppe auf Suppentassen verteilen, mit der
Basilikumpaste beträufeln und mit dem gerösteten Baguette servieren.

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==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2.1

     Titel: Orzo mit Feta und Tomaten (Juli 06)
Kategorien: Pasta, Tomaten
     Menge: 2 Portionen

     50     Gramm  Pinienkerne
    180     Gramm  Orzo (reisförmige Nudeln, auch Kritharaki,
                   -Risoni)
      1     klein. Knoblauchzehe
      1      Bund  Glattblättrige Petersilie
    200     Gramm  Kirschtomaten
    125     Gramm  Fetakäse
      2      Essl. Rotweinessig
      3      Essl. Olivenöl
                   Salz
                   Pfeffer

============================ QUELLE ============================
            modifiziert nach
            Gourmet, July 1999
            Quick Kitchen
            ursprünglich gepostet von Petra Hildebrandt
            -Erfasst *RK* 11.07.2006 von
            -Petra Holzapfel

Die Pinienkerne in einer kleinen schweren Pfanne bei mittlerer Hitze
rösten, bis sie Farbe annehmen.

Den Knoblauch zerdrücken, die Petersilie nicht zu fein hacken.
Tomaten vierteln, den Schafskäse grob zerbröckeln.

Aus Knoblauch, Petersilie, Essig, Olivenöl, Salz und Pfeffer in
einer großen Schüssel eine Sauce rühren. Tomaten und Feta zugeben
und vorsichtig wenden, damit sich alles vermischt.

Pasta al dente kochen. In ein großes Sieb gießen, abtropfen lassen,
dann mit etwas kaltem Wasser durchspülen, bis sie gerade noch warm
sind. Gut abtropfen lassen und zu der Tomatenmischung geben,
vermischen.

Den Salat auf zwei Teller häufen und mit den Pinienkernen bestreuen.

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==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2.1

     Titel: Gefüllte Tomaten mit Thunfisch à la provençale (Juli 06)
Kategorien: Vorspeise, Tomate, Thunfisch
     Menge: 4 Portionen

      4      groß. Feste Tomaten
      6            Sardellenfilets
    280     Gramm  Thunfisch in Öl (Abtropfgewicht)
      1      groß. Zwiebel; feingehackt
      2            Knoblauchzehen
      1            Brötchen; altbacken
                   Milch; zum Einweichen
                   Glatte Petersilie; gehackt
                   Frischer Thymian; gehackt
                   Kräuter der Provence
                   Zitronensaft
                   Salz
                   Schwarzer Pfeffer
                   Semmelbrösel*
                   Olivenöl

=================== ========= QUELLE ============================
            -Erfasst *RK* 11.07.2006 von
            -Petra Holzapfel

Die Tomaten quer halbieren, entkernen, die Stängelansätze
herausschneiden, salzen und umgedreht auf Küchenpapier legen.

Das Brötchen in Milch einweichen. Die feingehackte Zwiebel in etwas
Olivenöl glasig andünsten, den Knoblauch dazupressen und kurz
mitdünsten.

Zerflückten Thunfisch, feingehackte Sardellen, gedünstete Zwiebel
und Knoblauch, ausgedrücktes, zerzupftes Brötchen und gehackte
Kräuter mit einer Gabel gut vermischen. Salzen, pfeffern und mit
Zitronensaft pikant abschmecken. Die abgetropften Tomaten mit dieser
Mischung füllen, mit Semmelbrösel bestreuen und mit etwas Olivenöl
beträufeln.

Im vorgeheizten Backofen bei 200°C etwa 30 Minuten backen.

*Sehr schön sind Semmelbrösel aus frischem Toastbrot oder Brötchen,
Krume im Mixer zerkleinert und getrocknet.

Nach Belieben mit knusprigem Baguette servieren.

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Gratinierte gefüllte Pfannkuchen mit Champignonsauce

Bei der Suche nach einer Pilzfüllung für Pfannkuchen bin ich auf dieses Rezept mit dem schlichten Namen Gefüllte Pfannkuchen, dazu Champignonrahmsauce gestoßen. Klingt interessant, ist immerhin von Johann Lafer und wird ausprobiert.

Die Zutatenliste ist – wie öfter bei Lafer – nicht gerade kurz. Die Zubereitung erfordert auch ein wenig mehr Zeit als üblich, sind doch einige Besonderheiten eingebaut: so wird zum Beispiel das sonst im Hackfleischteig übliche einfache in Milch eingeweichte Brötchen durch  in Butter angeröstete Toastbrotwürfelchen ersetzt, die mit Milch abgelöscht werden.

Im Original wird Kalbshackfleisch verwendet. Kalbfleisch ist in Niederbayern eher exotisch, ich bin deshalb auf "normales" gemischtes Hackfleisch ausgewichen, was nicht negativ aufgefallen ist.

Aus den angegebenen Teigzutaten habe ich 9 Pfannkuchen gebacken. Die Fülle in der angegebenen Form war ziemlich fest: "mit einer Palette verstreichen" ließ sich da nichts. Ich habe deshalb noch etwas mehr Milch zugegeben und den Fleischteig dann so gut wie möglich auf den Pfannkuchen verteilt.

Pfannkuchen in der Form

Diätküche ist das Ganze nicht gerade: über die aufgerollten Pfannkuchen wird nun noch Eiermilch gegossen und alles mit Käse bestreut in den Ofen geschoben.

In der Zwischenzeit kann man sich der Sauce widmen. Das leicht reduzierte und pürierte Schalotten/Weißwein/Sahnesößchen ist bereits schön sämig, allerdings mengenmäßig für 8 Pfannkuchen auch nicht gerade üppig bemessen – davon hätte es durchaus etwas mehr sein können. Die von Lafer vorgeschlagene Zugabe von kalter Butter und geschlagener Sahne halte ich für overkill – zumindest die Butter habe ich weggelassen.

gefüllte Pfannkuchen

Ich hatte schon Befürchtungen, das Gericht wäre etwas schwer. Bei den ersten Bissen bin ich aber angenehm überrascht: die Pfannkuchen samt Füllung sind angenehm leicht und locker, die Sauce passt gut. Allerdings sättigt es doch relativ schnell – im Rahmen eines Menüs dürfte das Gericht gut für 6-8 Personen reichen.

Osterbrunch

Noch am Vormittag bangen wir: wie wird das Wetter? Ein ausführlicher Brunch mit 9 Leuten an einem sehr beengten Essplatz hat nicht sehr viel Charme… Der Garten ist noch tropfnass vom Regen, doch es zeigt sich blauer Himmel. Gegen halb 10 ist klar: wir können am Steintisch im Garten "zmörgele" 🙂

Pünktlich gegen 11:00 erscheinen Billi (vom hoffentlich bald wieder auferstehenden Foodblog "Kräutersturm im Hexenhaus") und René (Huchen-Mitangler), die ohne Stau durch den Gotthard gekommen sind, im Gepäck u.a. wunderschön gefärbte Eier, leckeren Spinatkuchen und luftig-leichten Käsekuchen

Ziegenfrischkäse

Aus der letzten Fine Cooking stammt das Rezept für diesen Ziegenfrischkäse mit Kräutern und Olivenöl, serviert mit Stangensellerie, Tomaten und Crackern.

Dreierlei Eier

Einen österlichen Touch bringen Lisl Wagner-Bachers "dreierlei Ostereier", allerdings etwas anders angerichtet als von der Spitzenköchin vorgeschlagen.

Allerlei Leckereien

Auf dem pikanten Teller noch zu sehen: Grissini mit Parmaschinken, ofengebratener grüner Spargel mit Orangensauce und Shrimps in Pancetta mit einer Sauce aus getrockneten Tomaten.

===== Titelliste (2 Rezepte) =====

Ziegenfrischkäse mit Kräutern und Olivenöl
Shrimps in Pancetta mit Sauce aus getrockneten Tomaten

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Ziegenfrischkäse mit Kräutern und Olivenöl
Kategorien: Aufstrich, Käse, Kräuter, Buffet
     Menge: 1 Rezept

    240     Gramm  Ziegenfrischkäse
      2      Essl. Dicke Sahne; nach Bedarf mehr
      2      Essl. Olivenöl
      2      Essl. Trockener Weißwein
                   Salz
                   Pfeffer
      2      Essl. Frische gehackte Kräuter; wie z.B.
                   Petersilie
                   Schnittlauch
                   Dill
                   Estragon
      1      Essl. Zitronenschale; abgerieben
                   Gute Cracker; oder Walnussbrot
                   Kirschtomaten
                   Stangensellerie; in Stücken
                   Olivenöl; zum Beträufeln

============================== QUELLE ==============================
                   Fine Cooking
                   April/May 2006
                   -Erfasst *RK* 15.04.2006 von
                   -Petra Holzapfel

Ziegenfrischkäse, Olivenöl und Wein in einem Mixer oder einer
Rührschüssel verrühren. Die Mischung sollte streichbar sein, nach
Bedarf noch etwas Sahne unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen,
verrühren. 1 Tl der Kräuter zum Bestreuen zurückbehalten, den Rest
zusammen mit 2 Tl Zitronenschale zur Käsemischung geben. Verrühren.

Eine kleine Schüssel mit Klarsichtfolie auslegen und mit der
Käsemischung füllen. Abdecken und für mindestens 30 Minuten und bis
zu 24 Stunden kalt stellen.

Zum Servieren den Schüssel inhalt auf einen Teller stürzen und die
Folie abziehen. Mit einem Löffel eine Vertiefung in den Käse drücken
und etwas Olivenöl hineingießen. Mit den restlichen Kräutern und der
Zitronenschale bestreuen. Tomaten, Stangensellerie und Cracker oder
Brot zusammen mit dem Käse anrichten, die Gäste bedienen sich selbst.

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========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Shrimps in Pancetta mit Sauce aus getrockneten Tomaten
Kategorien: Vorspeise, Krustentier, Sauce
     Menge: 12 Stück

     12      groß. TK-Shrimps (16-20pcs/lb)
     12  Streifen  Pancetta; luftgetrockneter Bauchspeck

=============================== SAUCE ===============================
  40-50     Gramm  Getrocknete Tomaten in Öl; abgetropft
     60        ml  Olivenöl
      1            Schalotte; feingehackt
      1      groß. Knoblauchzehe; feingehackt
    1/4      Teel. Tabasco
      2      Essl. Sherryessig
      1      Essl. Frisches Basilikum; in Streifen geschnitten
                   Salz

=============================== SALAT ===============================
     75     Gramm  Feldsalat; geputzt
      1      Essl. Sherryessig
      1      Essl. Brühe
                   Salz
                   Pfeffer
      1     Prise  Zucker
      4      Essl. Olivenöl

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach
                   San Francisco Chronicle Food & Wine Newsletter
                   Thursday, December 9, 2004
                   -Erfasst *RK* 29.12.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Die Shrimps auftauen lassen, schälen und entdarmen. Abspülen und
trockentupfen, dann jeweils fest mit einer Scheibe Pancetta
umwickeln, dabei am Schwanzende beginnen. Bis zum Braten kalt
stellen.

Für die Sauce die getrockneten Tomaten grob hacken. Olivenöl in
einem kleinen Topf erhitzen und Schalotte und Knoblauch darin glasig
dünsten. Tomaten, Tabasco und Essig zugeben und 1 Minuten köcheln,
dann Basilikum einrühren und Topf vom Herd nehmen. Alles abkühlen
lassen, dann fein pürieren und mit Salz abschmecken. Falls die Sauce
zu dick ist, mit wenig Brühe auf die erwünschte Konsistenz bringen.

Aus Sherryessig, Brühe, Salz, Pfeffer und Öl ein Dressing rühren.

Die Shrimps zuerst mit der Nahtseite des Pancettas nach unten in
eine heiße beschichtete Pfanne geben, dann in 4-5 Minuten rundum
knusprig braun braten, bis die Shrimps gerade eben durch sind.

Währenddessen den Salat im Dressing wenden, auf einer Seite der
Teller anrichten. Etwas von der Sauce auf die andere Seite der
Teller löffeln und jeweils drei Shrimps darauf anrichten.

Für einen Snack kann man die Shrimps auch auf einer Platte anrichten
und die Dipsauce in einem Schälchen dazu reichen.

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