Broccoli-Tarte

Heute kommen nur die beiden Jungs zum Essen – und im Kühlschrank wartet noch Broccoli auf Verwertung. Moritz ist kein besonderer Gemüsefreund, aber in Verpackung einer pikanten Tarte bringe ich den Kohl auch bei ihm an den Mann 😉

Broccoli-Tarte

Feingeschnittene Salami, die unter dem Eierguss auf dem knusprigen Blätterteigboden verteilt ist, gibt dem Gericht eine herzhafte Note.

Das wäre natürlich auch was fürs Garten-Koch-Event Kohl… Ich will aber noch ein anderes interessant klingendes Rezept ausprobieren und werde mich dann entscheiden.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.02

     Titel: Broccoli-Tarte
Kategorien: Kuchen, Pikant, Broccoli, Wurst, Käse
     Menge: 4 Personen*

    300     Gramm  Blätterteig für eine 30 cm Tarteform
    500     Gramm  Broccoli
    150     Gramm  Salami
     10     Gramm  Butter
    125        ml  Fleischbrühe
    1/4       Ltr. Schlagsahne
     75     Gramm  Gouda, mittelalt
      3            Eier
                   Salz
                   Pfeffer
                   Muskatnuss; gemahlen
                   Mehl für die Arbeitsfläche

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach
                   Kochen mit Obst und Gemüse
                   essen & trinken
                   erfasst von Petra Holzapfel

Blätterteig auftauen lassen.

Broccoli waschen, putzen, in Röschen teilen, diese kurz blanchieren.
Die Stiele schälen und in Scheiben schneiden, Salami würfeln.

Butter in einem Topf zerlassen und die Broccolischeiben darin
andünsten. Brühe, die Hälfte der Schlagsahne und 2/3 vom geriebenen
Käse zugeben, unter Rühren aufkochen.

Eier mit der restlichen Sahne verquirlen und unter die Käsesauce
rühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Den Blätterteig auf dem
Backpapier in eine Tarteform legen. Salamiwürfel auf den Teig geben,
die Sauce darübergießen. Broccoliröschen in der Form verteilen und
mit dem restlichen Käse bestreuen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200°C auf der untersten Schiene ca. 30
Minuten backen.

Nach Bedarf die letzten 5 Minuten die Tarte auf die mittlere Schiene
stellen und die Temperatur auf 220°C erhöhen, damit die Oberfläche
schön bräunt.

=====

Pikante Knabbereien

Traditionsgemäß heißt es bei uns in der Tanzschule am letzten Übungsabend vor den Weihnachtsferien: "Schnittchen mitbringen!"

Das Belegen von Broten überlasse ich diesmal anderen – ich habe mir zwei pikante Kleinigkeiten ausgesucht. Die Rosmarin-Cheese Spritz Cookies des Food Network fielen mir gleich auf, als Sigrun sie in die RK-Recipes-Tausch-Liste geschickt hat.

Ich habe die Kekse leicht abgewandelt und nicht als Spritzgebäck, sondern als runde Taler gemacht. Beim nächsten Mal würde ich die Zuckermenge etwas reduzieren, prinzipiell gefallen sie mir aber sehr gut.

Mit dem zweiten Rezept, den "Knabber-Gewürznüssen" hat uns Billi (das Hexenhaus ist leider noch nicht wieder freigeschaltet) im Sommer in Ascona überrascht. Es war genau das richtige Futter für Helmut, den Nuss-Süchtigen! Nun habe ich mich selbst daran versucht (und Helmut hofft wahrscheinlich, dass morgen nicht zu viele zugreifen, damit er mehr für sich hat…)

===== Titelliste (2 Rezepte) =====

Parmesan-Rosmarin-Plätzchen
Knabber-Gewürznüsse

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v0.99.3

     Titel: Parmesan-Rosmarin-Plätzchen
Kategorien: Backen, Keks, Pikant, Käse
     Menge: 50 Stück

    225     Gramm  Butter; Raumtemperatur
      1      Teel. Fein geriebene Zitronenschale
      1      groß. Eigelb
      6      Essl. Schmand (Original: heavy cream)
    250     Gramm  Mehl
    100     Gramm  Fein geriebener Parmesan*
      1      Essl. Zucker**
      2      Teel. Fein gehackte frische Rosmarinnadeln
      1      Teel. Feines Salz
      1     Prise  Geriebene Muskatnuss

=========================== ZUM BESTREUEN ===========================
     25     Gramm  Fein geriebener Parmesan

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach
                   Foodnetwork Newsletter - 12 days of cookies
                   Sigrun in der RK-Recipes-Tausch-ML
                   -Erfasst *RK* 20.12.2005 von
                   -Petra Holzapfel

Die Butter und die Zitronenschale mit einem elektrischen Handrührer
etwa 30 Sekunden aufschlagen, bis sie weich ist. Langsam Eigelb und
Schmand einrühren.

Mehl, Käse, Zucker, Rosmarin, Salz und Muskatnuss in einer Schüssel
mischen. Unter Rühren die Mehlmischung langsam zur Buttermischung
geben. Alles auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und rasch
zu einem etwas klebrigen Teig zusammenkneten.

Aus dem Teig 2 Rollen von etwa 4-5 cm Durchmesser formen und in
Klarsichtfolie einwickeln. Die Rollen für mindestens 30 Minuten in
den Tiefkühler legen***.

Den Backofen auf 165°C vorheizen, zwei Backbleche mit Backpapier
belegen.

Eine Rolle aus dem Tiefkühler nehmen und in etwa 1 cm dicke Scheiben
schneiden. Die Scheiben mit Abstand auf ein Backblech legen, mit
Parmesan bestreuen und 20-25 Minuten backen, bis sie goldgelb sind,
anfangen zu duften und der Käse leicht bräunt. Die Kekse kurz auf
dem Blech abkühlen lassen, dann mit dem Backpapier auf einen Rost
ziehen und dort auskühlen lassen.

Die andere Rolle genauso verbacken.

Die fertigen Kekse halten sich in einer Blechdose bis zu einem Monat.

Anmerkung Petra: würzige knusprige Plätzchen.

*Das Originalrezept verwendet 75 g geriebenen Pecorino und 25 g
Parmesan - ich hatte nur sehr trockenen Parmesan da, passt prima.

**Ich werde beim nächsten Mal die Zuckermenge halbieren. An Stelle
von Muskatnuss müssten sich auch etwas gemahlene Chilis gut machen!

***Im Original werden aus dem Teig mit der Gebäckspritze Plätzchen
wie Streifen, Kleeblatt, Sterne oder Schneeflocken auf ungefettete
Bleche gespritzt, Kekse vor dem Backen 20 Minuten kalt stellen.

Man kann die Plätzchen in ungebackenem Zustand auch auf dem Blech
einfrieren und dann in Tüten gut verschlossen bis zu einem Monat im
TK lagern. Gefroren auf ein Blech legen und sofort 25 Minuten backen.

=====

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v0.99.3

     Titel: Knabber-Gewürznüsse
Kategorien: Snack, Gewürze, Nüsse
     Menge: 500 G

    500     Gramm  Nüsse verschiedenster Art (ungesalzen!) wie
                   -Pekannüsse, Paranüsse, Cashewkerne, geschälte
                   -Erdnüsse, ganze Mandeln, Haselnüsse etc.
      1      Essl. Butter
    2-3      Essl. Frische Rosmarinnadeln
    1/2      Teel. Cayennepfeffer
      3      Teel. Rohrzucker
      3      Teel. Meersalz
      1      Teel. Currymischung
      1      Teel. Koriandersamen
    1/2      Teel. Zimt

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziertes Rezept nach Nigella Lawson
                   -Erfasst *RK* 28.08.2005 von
                   -Marie-Isabelle Bill

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Nüsse auf einem Backblech gut vermischen und verteilen. Ca 10-15
Min im Ofen rösten. Dabei ab und zu mal mit einer Holzkelle
"umrühren", so dass sie etwas Farbe angenommen haben.

Inzwischen in einer grossen, hohen Pfanne (am besten Wok) die Butter
zergehen, nicht bräunen lassen! Herdplatte abstellen.

Im Cutter sämtliche Gewürze ganz fein mahlen und diese Mischung in
die Butter geben.

Nun die Nüsse allesamt in die Butter geben und mit der Kelle sooft
umrühren, dass alle Nüsse leicht mit der Gewürzbutter überzogen sind.
FERTIG! Die gerösteten Nüsse warm oder kalt servieren.

ACHTUNG - SUCHTFAKTOR 10 und KALORIENBOMBE!!!!

Billi:

Ich variere auch mal die Mischung - muss mich dann halt opfern beim
Probieren ;-))

Es lohnt sich auch, gleich die doppelte Menge an Gewürzsalz
herzustellen und bei Bedarf dann eben ganz schnell noch Nachschub
liefern zu können. Oder wenn Besuch kommt ...

Als Variante schon mal mit frischem Thymian - schmeckt super!

Im Originalrezept werden ungeschälte Mandeln und Haselnüsse
eingesetzt: das kommt ein bisschen auf den Geschmack an. Ich finde
die rauhen Schalen dieser beiden Nüsse etwas unangenehm; zumal man
beim Rösten noch mehr aufpassen muss, dass diese Haut nicht
verbrennt.

Anmerkung Petra: Mischung aus Pecannüssen, geschälten Erdnüssen,
geschälten Mandeln, Cashews und geschälten Haselnüssen (kurz in der
trockenen Pfanne erhitzt und dann die Häutchen so weit wie möglich
abgerubbelt).

=====

Focaccia sarda – Sardische Kartoffelteigpizza mit Schafskäse

Kürzlich habe ich in einer Mailingliste ein ungewöhnliches Kartoffelbrotrezept gelesen, bei dem die Kartoffeln roh gerieben im Teig Verwendung finden (wird garantiert getestet!), bisher kannte ich das nur mit gekochten Kartoffeln. Das war der Auslöser, in meiner Rezeptsammlung mal nach weiteren kartoffelhaltigen Teigzubereitungen zu suchen.

Gefunden habe ich u.a. eine sardische Focaccia, die nach Art einer Pizza mit Tomatensugo, Sardellen und Schafskäse belegt wird. Gewürzt wird mit frischem Rosmarin – das hat mich immerhin daran erinnert, meinen Rosmarintopf ins Haus zu holen. Bei den hiesigen Wintertemperaturen von unter -20°C hat der leider kaum eine Chance, draußen zu überleben.

Der Kartoffel-Hefeteig war die erste Bewährungsprobe für meine neue Kenwood. Allerdings keine besonders schwere – der Teig war völlig unkompliziert und angenehm zu bearbeiten.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Focaccia Sarda – Kartoffelteigpizza mit Schafskäse
Kategorien: Pizza, Kartoffel, Käse
Menge: 20 Stücke

Zutaten

H TEIG
300 Gramm Kartoffeln (mehligkochend)
300 Gramm Mehl
30 Gramm Hefe
1/2 Teel. Salz
1 Prise Zucker
2 Essl. Schweineschmalz; weich
125 ml Milch
Mehl zum Bearbeiten d. Teigs
H SUGO UND BELAG
1 Dose Tomaten, geschält(800 g EW)
80 Gramm Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
5 Essl. Olivenöl
Öl fürs Backblech
50 Gramm Sardellenfilets in Öl
2 klein. Rosmarinzweige
300 Gramm Schafskäse, mild
Pfeffer, grob gemahlen

Quelle

essen & trinken 9/95
erfasst von Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Teig die Kartöffeln in der Schale kochen, warm pellen und durch die Kartoffelpresse drücken, Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. Hefe in die Mehlmulde krümeln. Salz, Zucker und Schmalz auf dem Mehlrand verteilen. Die Milch leicht erwärmen und auf die Hefe gießen. Von der Mitte aus die Hefe in der Milch auflösen und mit dem Mehl und den durchgedrückten Kartoffeln zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zu einer Kugel formen, leicht mit Milch bestäuben und mit einem Tuch bedeckt je nach Raumtemperatur 40-50 Minuten gehen lassen. Der Teig soll sein Volumen verdoppeln.

Für den Belag die Tomaten mit Saft in eine Schüssel geben und grob zerdrücken. Zwiebeln und Knoblauch pellen, Zwiebeln fein würfeln, Knoblauch durchpressen.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebelwürfel und Knoblauch darin glasig andünsten. Die zerdrückten Tomaten dazugeben und bei milder Hitze offen 20-25 Minuten einkochen lassen. Gelegentlich umrühren.

Der Tomatensugo soll nicht mehr flüssig sein, sondern eher eine püreeartige Konsistenz haben.

Den Kartoffelteig etwas flach drücken und auf der bemehlten Arbeitsfläche auf Backblechgröße ausrollen. Das Backblech mit wenig Öl bepinseln. Den Teig gleichmäßig darauf ausbreiten und die Ränder leicht hochdrücken. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen.

Den Tomatensugo gleichmäßig auf den Teig streichen. Die Sardellenfilets, grob zerzupft, darauf verteilen. Rosmarinnadeln von den Stielen streifen (evt. grob hacken) und ebenfalls auf der Oberfläche verteilen. Den Schafskäse würfeln oder grob zerbröckeln und darüberstreuen. Mit grob gemahlenem Pfeffer würzen. Die Pizza im vorgeheizten Backofen bei 200°C auf der 2. Schiene von unten 25 Minuten backen.

Weitere 5-8 Minuten auf dem Backofenboden fertigbacken.

Die Pizza auf dem Backbblech auf einem Rost ca. 20 Minuten abküheln lassen. Lauwarm in Stücke schneiden.

=====

Blog-Event VII: Kürbis – Kürbistarte mit Schafskäse

Desideria hat passend zur Jahreszeit zum Kürbis-Kochwettbewerb aufgerufen.
Zuletzt habe ich meine Beiträge zu diversen Blog-Events immer erst in
letzter Minute und mit hängender Zunge abgeliefert, diesmal nicht 😉

Kürbis
wurde bei uns zu Hause überhaupt nicht gegessen. Während des Studiums
in Würzburg habe ich dann riesige gelbe Kürbiskugeln (Typ Gelber Zentner, allerdings etwas fade und weich kochend) auf dem Markt bewundert und meinen ersten Kürbis süß-sauer
eingelegt. In den letzten Jahren ist der Kürbis richtig in Mode
gekommen: das Angebot ist um viele attraktive Sorten reicher geworden.

Einige sind besonders schön fürs Auge, wie z.B. der Türkenbund-Kürbis (rechts vorne im Bild).

Besonders
gut auch für kleinere Haushalte geeignet ist der ziemlich
festfleischige Hokkaido (links vorne), den ich auch schon im Garten
angebaut habe.

Kürbisse
lassen sich äußerst vielseitig verwenden. Gerne essen wir Kürbissuppen
in allen möglichen Variationen, aber auch Kürbisbrote, wie z.B. das Ostpreussische Kürbisbrot, das Kürbisbrot mit Dinkelmehl oder den Pikanten Kürbis-Gugelhupf. Einige weitere Rezepte werde ich hier in den nächsten Wochen bestimmt noch vorstellen.

Fürs Event habe ich eine pikante Kürbistarte ausgesucht, eines meiner Lieblings-Rezepte mit diesem vielseitigen Gemüse:

Mir
gefällt die Tarte nicht nur vom Optischen her gut – der Kontrast
zwischen ganz leicht süßlichen, weichen Kürbisspalten und pikantem
Schafskäse-Guss auf einem knusprigen Blätterteigboden macht auch das
Verspeisen zum Genuss!

Ich
verwende als Boden fertig ausgewellten Blätterteig. Anders als im
Originalrezept wird der bei mir nicht vorgebacken. Darauf ordne ich die
dünn geschnittenen Kürbisspalten (ich habe den Hokkaido aus dem Foto
oben genommen) mehr oder weniger regelmäßig an.

Nun
noch mit einem Guss aus Creme fraiche, Sahne, Eiern, zerkrümelten
Schafskäse, Eiern und einer feingewürfelten Chilischote (es darf
natürlich nach Geschmack auch etwas mehr sein!) begießen und ab in den
Ofen auf die – ganz wichtig – unterste Schiene.

Durch die Unterhitze wird der Blätterteigboden der Tarte schön braun und knusprig. Guten Appetit!

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.0

     Titel: Kürbistarte mit Schafskäse
Kategorien: Kuchen, Pikant, Kürbis
     Menge: 4 Portionen

      1      Pack. TK-Blätterteig, rund ausgewellt
    450     Gramm  Gramm Hokkaido-Kürbis*
      1            Rote Chilischote; mehr nach Geschmack
    150     Gramm  Creme fraiche
    100        ml  Schlagsahne
      3            Eier
    200     Gramm  Schafskäse
                   Salz
                   Cayennepfeffer

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach
                   essen & trinken 11/2001
                   -Erfasst *RK* 23.10.2005 von
                   -Petra Holzapfel

Den Blätterteig auftauen. Den Kürbis schälen, entkernen und in 1/2
cm dicke Spalten schneiden. Die Chilischote entkernen und fein
würfeln.

Creme fraiche, Sahne und Eier verschlagen, Schafskäse zerkrümeln,
mit der Chilischote zugeben. Mit Salz und Cayenne kräftig würzen.

Den Blätterteig entrollen und auf dem Papier in die Tarteform (30 cm
Durchmesser) legen. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Die Kürbisspalten auf dem Blätterteigboden verteilen, die Käse-Ei-
Masse darübergießen. Im Backofen auf der untersten Schiene in etwa
45-50 Minuten backen, bis der Boden knusprig und die Oberfläche
goldbraun ist.

Anmerkung Petra: *Das Original verwendet 800 g Hokkaido. Je nach
Beschaffenheit der Schale kann man ihn auch ungeschält verwenden.
Ich backe den Teig nicht vor, da hierbei der Rand hat die Tendenz
hat, abzusacken, während man die Füllung hineingibt. Wenn man die
Tarte auf unterster Schiene backt, wird der Boden auch so sehr schön
knusprig. Kürbisspalten salzen oder Guss kräftig würzen. Sehr gut.

=====

Pide mit Lammhack und Feta

Unsere Lammhackvorräte müssen
so langsam aufgebraucht werden. Da gibt es natürlich viele
Möglichkeiten, z.B. als Hackbällchen oder Hackwürstchen wie etwa Lammhack-Kroketten mit Spinatreis oder Lammhackspießchen vom Grill mit Tzatziki.

Eine weiteres, ausgesprochen leckeres Gericht ist diese "türkische Pizza", die ursprünglich aus dem von mir schon öfter empfohlenen Buch Hot von
Paul Gayler stammt. Ich habe es leicht abgewandelt und backe anstelle
von 2 kleineren Pizzen immer gleich ein Backblech, damit die Meute auch
satt wird.

Der
mit gekochter Kartoffel angereicherte Hefeteig wird auf der Unterseite
wunderbar knusprig, wenn er auf der untersten Schiene des
Backofens gebacken wird, während die mit gewürztem, gegartem Lammhack
und Feta belegte Oberfläche einen saftigen Kontrast bietet. Auch hier
bietet sich eine Joghurtsauce als Beilage an.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Pide mit Lammhack und Feta
Kategorien: Kuchen, Pikant, Hackfleisch, Lamm, Käse
     Menge: 4 Portionen

    225     Gramm  Hartweizenmehl (355g)
                   Mehl; für die Arbeitsfläche
      1      Teel. Salz (1 1/2 Tl)
     75     Gramm  Kartoffeln; gekocht und zerstampft (115 g)
     15     Gramm  Frische Hefe (22 g)
      1      Teel. Zucker (1 1/2 Tl)
    125        ml  Wasser, lauwarm (185 g)
      2      Essl. Olivenöl (3 El)
                   Öl; für die Schüssel

=============================== BELAG ===============================
      3      Essl. Olivenöl
    350     Gramm  Lamm-Hackfleisch, mager (500 g)
      1            Zwiebel, klein gehackt (2)
      1     klein. Scharfer Chili; die Samen entfernt, klein
                   -geschnitten (2)
      2            Knoblauchzehen; (4) durchgepresst
      1      Essl. Tomatenmark (2 El)
      1      Essl. Koriandersamen; gemahlen (2 El)
    1/2      Teel. Cayennepfeffer (1 Tl)
    100     Gramm  Feta; zerbröselt (200 g)

============================== QUELLE ==============================
                   Hot
                   Paul Gayler
                   -Erfasst *RK* 07.10.2001 von
                   -Petra Holzapfel

Mehl und Salz in eine Rührschüssel sieben, in die Mitte eine
Vertiefung drücken, die zerstampften Kartoffeln hineingeben. Hefe
und Zucker in eine kleine Schüssel geben, das lauwarmes Wasser
zugießen und alles gründlich, verrühren, bis Hefe und Zucker
aufgelöst sind. Die Hefelösung unter die Kartoffel-Mehl-Masse
mischen, den Teig aus der Schüssel nehmen und auf der bemehlten
Arbeitsfläche kneten, bis er eine weiche, geschmeidige Konsistenz
hat, nach Bedarf noch etwas Wasser hinzufügen. Den Hefeteig in eine
leicht eingeölte Schüssel geben, mit einem feuchten Tuch bedecken
und bei Zimmertemperatur 1-1 1/ 2 Stunden gehen lassen.

Für den Belag das Öl in einer Kasserolle mit schwerem Boden erhitzen,
das Lammhack hineingeben und braten, bis es gut angebräunt ist.
Zwiebel, Chili und Knoblauch hinzufügen und 1 Minute mitbraten.
Tomatenmark und die Gewürze unterrühren, die Mischung weitere 2
Minuten braten, dann 150 ml Wasser angießen. Alles zum Kochen
bringen, danach die Temperatur reduzieren und die Lammhack-Mischung
in 10-12 Minuten dicklich einkochen und dann abkühlen lassen. Den
Backofen auf 190 GradC vorheizen, ein großes Backblech einschieben,
damit sich dieses ebenfalls aufheizt. Den Teig nochmals kurz
durchkneten, halbieren und beide Stücke jeweils zu einem Kreis von
gut 20 cm Durchmesser ausrollen. Die Teigfladen mit Olivenöl
bestreichen. Die abgekühlte Lammmasse darauf verteilen, mit dem
zerbröselten Feta bestreuen und die Brotpizzen im Ofen auf dem
heißen Backblech etwa 10-12 Minuten backen, bis der Boden knusprig
ist. Warm servieren.

"Pide" ist eine Art türkische Pizza, die mit pikant gewürztem
Lammfleisch belegt wird, das an " köfte " erinnert. Kurz vor dem
Servieren beträufle ich die "pide " gern mit etwas Joghurt, den ich
mit geriebener Zwiebel und gehackter Minze vermischt habe - so zügle
ich das feurige Temperament des pikanten Lamms etwas.

Anmerkung Petra: Teig-Rezept mit 1 1/2 facher Menge gemacht, reicht
für 1 Backblech (nicht vorgeheizt verwendet). Belag mit 500 g
Hackfleisch, restliche Mengen wieder verdoppelt.

Backen auf unterster Schiene (oder falls Brotbackstein im Ofen ist,
auf der Schiene darüber). Der Boden ist dann an der Unterseite schön
knusprig.

Dazu Joghurt mit fein gehackter Zwiebel und frischer, gehackter
Minze.

Sehr gut!

=====

Schwarzwurzel-Quiche mit Spinat

Schwarzwurzeln
findet man leider nicht mehr häufig in den Geschäften, dabei sind sie
doch ein feines Wintergemüse. Ausführliche Infos und einige Rezepte
findet man hier.

Viele
schrecken vor dem "Rüsten", wie der Schweizer sagt, also
der küchenfertigen Vorbereitung der langen, schlanken schwarzen und
sandigen Wurzeln zurück. Aber so schlimm ist es gar nicht! Am Besten
Einmal-Handschuhe anziehen – der beim Schälen austretende milchige Saft
klebt und gibt häßliche Flecken. Es bietet sich an, die Wurzeln nach
dem Abspülen im Spülbecken zu schälen und dann sofort in ein Gefäß mit
Wasser zu geben, dem man Essig oder Zitronensaft zugesetzt hat: das
verhindert ein Braunwerden der geschälten Wurzeln.

Klassisch werden Schwarzwurzeln mit einer Bechamel-Sauce serviert, sehr lecker schmecken sie aber auch roh gebraten.

Diesmal
habe ich mich aber für eine nette vegetarische Quiche entschieden und
ein Rezept aus der Brigitte 2/2003 etwas abgewandelt.

Neben
Schwarzwurzeln kommt noch etwas Spinat in den Belag. Mit fertig
ausgerolltem Blätterteig geht’s jetzt ganz schnell, Vorbacken ist auch
nicht nötig.

Empfindliche Menschen sollten noch wissen, dass Schwarzwurzeln (wie auch Topinambur) einen hohen Gehalt am Polysaccharid Inulin
haben und der Verzehr größerer Mengen daher zu Blähungen führen kann –
man sollte den Verzehr der Quiche also vielleicht mit seinem
Terminkalender abstimmen 😉

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Schwarzwurzel-Quiche
Kategorien: Kuchen, Pikant, Gemüse
     Menge: 5 Portionen

    200     Gramm  TK-Blätterteig (Petra: 1 Pk. fertig ausgewellter
                   -Teig a 230 g)
    150     Gramm  TK-Blattspinat
    500     Gramm  Schwarzwurzeln (Petra: 1 kg, ergab gut 500 g
                   -geputzt)
    200        ml  Milch
      2      Essl. Zitronensaft
                   Salz
    300     Gramm  Creme fraiche
      3            Eier (Petra: 4)
     50     Gramm  Parmesan-Käse (Petra 100 g)
                   Frisch gemahlener Pfeffer
                   Muskatnuss
                   Mehl zum Ausrollen (-)
                   Hülsenfrüchte zum Vorbacken (-)
      2    Prisen  Piment d'Espelette oder gemahlene Chilis (nicht
                   -im Original)

============================== QUELLE ==============================
                   Brigitte 2/2003
                   -Erfasst *RK* 01.01.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Blätterteig und Spinat auftauen. Schwarzwurzeln schälen, abspülen
und in einer Mischung aus Milch, 200 ml Wasser, Zitronensaft und
Salz etwa 20 Minuten kochen. Wurzeln abspülen und schräg in Scheiben
schneiden. Ausgedrückten Spinat und Schwarzwurzeln mischen. Creme
fraiche, Eier und geriebenen Parmesan verrühren. Spinat und
Schwarzwurzeln dazugeben und mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener
Muskatnuss würzen.

Blätterteigscheiben übereinander legen und auf wenig Mehl auf die
Größe einer großen Form (Durchmesser 26 cm) oder 5 kleiner
Tartelettfomen (Durchmesser 8 cm) ausrollen. Teig in die Form legen,
mit Backpapier bedecken, Hülsenfrüchte darauf verteilen und im auf
200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 vorgeheizten Backofen etwa 10
Minuten vorbacken.

Hülsenfrüchte und Papier entfernen. Gemüsemischung auf den Teig
geben. Bei gleicher Temperatur etwa weitere 20 Minuten backen, die
große Form braucht länger.

Dieses Rezept ist für 5 Portionen berechnet und enthält pro Portion:

Eiweiß: 13 g, Fett: 43 g, Kohlenhydrate: 15 g, ca. 495 Kilokalorien,
2070 Kilojoule

Fertig in 1 Stunde 30 Minuten

Anmerkung Petra: Ich habe LEISI-Fertigblätterteig in einer 30 cm
Tarte-Form verwendet. Den Teig nicht vorgebacken, sondern gleich
gefüllt und auf dem unsersten Rost 40-45 Minuten gebacken. Lecker,
schön knuspriger Boden auch ohne Vorbacken.

=====