Seeblicktreff – Brasilianischer Abend

Erst mal geht es überhaupt nicht brasilianisch los:

Zum Frühstück überraschen uns unsere Nordlichter Evi und Rüdiger mit einem norddeutsches Buffet:

Katenschinken, Bauernwurst, Mett, Basilikum-Frischkäse-Creme („grüne Pampe“ ;-)), Tomatensuppe, Müsli, eingelegte Sherry-Rotwein-Heringe (sehr lecker!), Leberwurst, Obstsalat, diverse Säfte, Brot und Brötchen.

Doch schon zum Kaffee gibt’s auch Brasilianisches:

Bolo de Fuba,
einen schnell gemachten Maiskuchen: Zucker, Maismehl, geriebener milder
Käse, Milch und Eier werden im Mixer zu einer relativ flüssigen Masse
vermischt und in einer Auflaufform gebacken, dabei bildet sich eine
cremige Schicht im Kuchen.

Ein in ganz Brasilien verbreitetes Konfekt sind Brigadeiros:

Brigadeiros

Im Original wird die gezuckerte Kondensmilch mit den anderen Zutaten auf
dem Herd eingekocht, ich bevorzuge die Mikrowelle, da dort die Masse
nicht anbrennen kann. Allerdings muss man immer wieder umrühren, die
Masse schäumt und steigt dabei im Gefäß hoch.

Zum Abendessen koche ich Moqueca,

einen brasilianischen Fischtopf, den ich diesmal leicht abwandle und mit
Krabben anreichere. Dazu gibt es wieder Farofa, eine scharfe Vinagrete
und Reis, wie ich es auch beim 5. Is My Blog Burning-Event gemacht habe.

Weitere brasilianische Gerichte sind gefüllte Teigtaschen (Pasteis), Quibe
(fritierte Hackfleisch-Weizenschrot-Kroketten), zu denen auch sehr gut
die scharfe Vinagrete passt

Quibe

geschmorter Ochsenschwanz mit Okra und mariniertes Schweinefilet mit gebratener Ananas

Meine Nachspeise ist Mousse de Maracuja, ein Mousse aus gezuckerter Kondensmilch (unverzichtbare Zutat bei vielen brasilianischen Rezepten!), Saft frischer Maracujas, etwas Gelatine und Sahne.

Und hier sieht man zumindest einen Teil der Leute, die für so ein nettes Treffen mit leckerem Essen verantwortlich sind!

Eine weitere Gelegenheit zum ausgiebigen Feiern gibt es nach dem Essen: Polterabend für Billi und René

Wir wünschen alles Gute – zumindest das Auffegen des Poltergeschirrs hat schon mal ausgezeichnet geklappt 🙂

===== Titelliste (2 Rezepte) =====

Brigadeiros
Quibe (Fleischbällchen)

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1

Titel: Brigadeiros
Kategorien: Konfekt, Mikrowelle, Brasilien
Menge: 25 Stück

400     Gramm  Milchmädchen; gezuckerte Kondensmilch
1      Essl. Butter a 15 g
1-1 1/2      Essl. Kakaopulver; oder
Trinkschokolade
1      Essl. Raspelschokolade
Schokostreusel; zum Wenden

============================== QUELLE ==============================
-Erfasst *RK* 17.12.2001 von
-Petra Holzapfel

Gezuckerte Kondensmilch, Kakao und Butter in ein
mikrowellengeeignetes Gefäß geben (ich benütze einen großen
Messbecher) und vermischen. In der Mikrowelle bei 600 Watt 2 Minuten
erhitzen, umrühren. Erneut 2 Minuten bei 600 Watt erhitzen aufpassen,
wenn die Masse anfängt zu kochen, steigt die Flüssigkeit schäumend
hoch, dann erneut umrühren. Nochmal etwa 1- 2 Minuten erhitzen, die
Masse soll richtig dick werden. Abkühlen lassen und mit
buttergefetteten Händen kleine Bällchen formen, in
Schokoladenstreuseln wenden und in Pralinenförmchen setzen.

Kühl aufbewahren.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.1

Titel: Quibe (Fleischbällchen)
Kategorien: Snack, Hackfleisch, Getreide, Frittieren, Brasilien
Menge: 8 Portionen

400     Gramm  Rinderhack
300     Gramm  Weizenschrot
2            Zwiebeln
1      Bund  Pfefferminze (viel!)
Salz
Öl zum Fritieren

============================== QUELLE ==============================
Kochkurs VHS Deggendorf ’97
Maria Claudia Gobbo
Ferreira Kolbeck
erfasst von Petra Holzapfel

Weizenschrot mit kochendem Wasser übergießen, quellen lassen
(mindestens 1/2 Stunde).

Wasser ablaufen lassen und gut auspressen.

Die Zwiebeln fein würfeln, die Pfefferminzblätter hacken, mit dem
Hackfleisch zum Weizenschrot geben, mit Salz abschmecken. Zu
länglichen, dicken „Cevapcici“ formen, in heißem Öl fritieren.

Heiß oder kalt als Snack oder Vorspeise mit Molho de Pimenta
servieren.

=====

Erdbeer-Knuspertorte

Diese lecker-fruchtige Erdbeer-Knuspertorte nach einem Rezept aus Dr. Oetkers Modetorten hat
Frani uns am Tag nach unserer Rückkehr aus London zur Begrüßung
gemacht. Im Original wird der Boden mit weißer Kuvertüre gemacht, sie
hat Vollmilch verwendet. Der Kuchen schmeckt am besten frisch, wenn der
Cornflakes-Boden noch schön knusprig ist.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Erdbeer-Knuspertorte
Kategorien: Kuchen, Früchte, Kalt
     Menge: 1 Kuchen

======================== FÜR DEN TORTENBODEN ========================
    250     Gramm  Weiße Kuvertüre*
    100     Gramm  Cornflakes
    100     Gramm  Abgezogene, gehobelte Mandeln

=========================== FUR DEN BELAG ===========================
    750     Gramm  Erdbeeren
    500        ml  Schlagsahne (Original die Hälfte)
      2      Pack. Sahnesteif (Original die Hälfte)
      2      Pack. Vanille-Zucker (Original die Hälfte)

============================== QUELLE ==============================
                   nach Dr. Oetker
                   Modetorten
                   -Erfasst *RK* 18.06.2003 von
                   -Petra Holzapfel

Für den Tortenboden die Kuvertüre in einem kleinen Topf im Wasserbad
bei schwacher Hitze zu geschmeidiger Masse verrühren.

Cornflakes und Mandeln unter die Kuvertüre rühren. Drei Viertel der
Masse in eine Springform (Durchmesser 26 cm, Boden mit Backpapier
belegt**) verteilen und andrücken. Die restliche Masse in 12
Haufchen auf Backpapier setzen, beides kühl stellen und fest werden
lassen.

Für den Belag Erdbeeren (einige Erdbeeren zum Garnieren
zurücklassen) putzen, waschen, trockentupfen und halbieren. Den
Boden aus der Form losen und das Backpapier abziehen. Die Erdbeeren
auf dem Boden verteilen.

Sahne mit Sahnesteif und Vanillin-Zucker steif schlagen und auf den
Erdbeeren verteilen. Die Torte mit den zurückgelassenen Erdbeeren
und den Cornflakeshaufchen garnieren.

Tipp: Anstelle der Erdbeeren Himbeeren oder Brombeeren verwenden.

Anmerkung Petra: Den Kuchen hat Frani für uns gemacht - schmeckt
super, allerdings sollte er frisch sein (Boden ist sonst nicht mehr
so knusprig).

Variante: Man kann den Boden natürlich auch mit Vollmilch-Kuvertüre
machen.

*Anstelle in der Springform hat sie ihn direkt auf der Kuchenplatte
mit einem Tortenring gemacht. Sie hat 500 ml Sahne verwendet. Evtl.
die kleingeschnittene Erdbeeren mit der Hälfte steifgeschlagener
Sahne vermischen (Beeren halten dann besser zusammen) und auf den
Boden geben, darüber die restliche Sahne streichen.

Zubereitungszeit: 30 Min., ohne Kühlzeit

=====

Tarte au Chocolat (Robuchon)

Nach der Zubereitung der köstlichen Tarte mit Aprikosen und Nektarinen auf Mandelcreme neugierig
auf mehr von Joël Robuchon geworden, hatte ich mir sein Kochbuch "Le
Meilleur et le plus simple de Robuchon" schicken lassen, was
glücklicherweise noch über Amazon Marketplace erhältlich war.

Patrick Laget, der Poster der Frucht-Tarte in fr.rec.cuisine hatte ja noch ein zweites Rezept gelobt, 

die Tarte au Chocolat.

Der Teig für die Pâte sablée ist nach dem Mixen relativ weich
und damit nach dem Backen homogen und nicht so schön "flaky" wie
z.B. der Boden der Zitronen-Creme-brulee-Tarte.
Helmut mag ihn so wie er ist, mir wäre er etwas knuspriger lieber. Um
zu vermeiden, dass sich der Boden beim Backen zusammenzieht, lässt
Robuchon übrigens noch einen Überstand über den Rand der Form hängen,
den er erst nach 5 Minuten Backen glatt abschneidet.

Den Klecks Sahne habe ich auf Wunsch von Moritz dazu gesetzt – die
kühle leichte Sahne passt aber gut zum sehr schokoladigen Kuchen.
Robuchon erwähnt, dass die Tarte "Chez Jamin" warm mit einer Kugel
Vanilleis serviert wird – das wäre mir etwas zu üppig.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Tarte au chocolat (Robuchon)
Kategorien: Kuchen, Schokolade, Frankreich
     Menge: 1 Kuchen*

======================== TEIG - PÂTE SABLÉE ========================
      1            Vanilleschote
      1      groß. Eigelb
     20     Gramm  Blanchierte Mandeln; fein gemahlen (Petra: fein
                   -gemahlene geröstete Haselnüsse)
     60     Gramm  Puderzucker
    100     Gramm  Weizenmehl Type 405
      1     Prise  Salz
     75     Gramm  Butter; Raumtemperatur
      1            (23 cm) Tarteform mit herausnehmbarem Boden

=============================== BELAG ===============================
    200        ml  Sahne
     80        ml  Vollmilch
    200     Gramm  Edelbitter-Schokolade (gute Qualität!) in
                   -kleinen Stückchen
      1      groß. Ei; verschlagen
      1            Boden (pâte sucrée ou sablée) für eine 23 cm
                   -Tarteform mit herausnehmbarem Boden

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach
                   Joel Robuchon
                   Le Meilleur et le plus simple de Robuchon
                   fr.rec.cuisine
                   -Erfasst *RK* 20.06.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Pâte sablée

Die Vanillestange aufschneiden und das Mark herauskratzen. Das Mark
in einer kleinen Schüssel mit dem Eigelb verrühren. Die
Vanillestange für Vanillezucker verwenden.

Die gemahlenen Mandeln und den Puderzucker in einen Mixer (Petra:

Thermomix) geben und kräftig mixen. Mehl und Salz zugeben, erneut
mixen. Die Butter zugeben und 10 Sekunden mixen: die Mischung soll
wie grobe Semmelbrösel aussehen. Nun das Eigelb zugeben und
pulsierend 9mal mischen, bis der Teig zusammenhält - nicht übermixen,
der Teig soll keinen Ball formen.

Den Teig mit Hilfe eines Teigschabers auf Klarsichtfolie geben und
mit mit Klarsichtfolie abdecken (Robuchon verwendet Backpapier). Mit
den Händen zu einer Platte von 25 cm Durchmesser (Petra: am besten
noch etwas größer, damit man genug Überstand hat) auseinanderdrücken
und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen (Robuchon drückt
den Teig erst nur flach und rollt den Teig nach dem Kühlen zu
endgültiger Größe aus, das finde ich aber schwierig, da der Teig
kalt und damit nicht elastisch ist).

Die Form buttern.

Die obere Folie abziehen und den Teig locker in die Form legen. Nun
die zweite Klarsichtfolie abziehen. Den Teig sanft an den Rand der
Form drücken. Der Teig soll idealerweise über den Rand der Form
reichen, den Überstand nach außen fallen lassen. Den Boden mit einer
Gabel mehrmals einstechen und die Form nochmals für mindestens 1
Stunde in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen auf 190°C vorheizen.

Die Form auf Alufolie (verhindert, dass Teigstücke auf den Ofenboden
fallen) in den Backofen schieben und 5 Minuten backen, bis der Teig
beginnt, fest zu werden. Die Form herausnehmen und den Teig mit
einem scharfen Messer am Rand glatt abschneiden. Weitere 15 Minuten
backen, bis der Boden beginnt, braun zu werden. Vor dem Füllen
mindestens 10 Minuten abkühlen lassen.

Für einen voll gebackenen Boden den Rand erst nach 10 Minuten
begradigen, dann weitere 15 Minuten backen (ist stark abhängig von
der exakten Ofentemperatur).

Für den Belag Sahne und Milch aufkochen. Vom Herd nehmen und die
Schokoladestückchen einrühren, bis sie geschmolzen sind. Abkühlen
lassen, dann das verschlagene Ei einrühren.

Den Backofen auf 190°C vorheizen.

Die Masse in den Tarteboden gießen und 12-15 Minuten backen, der
Belag soll fest, aber noch etwas "wabbelig" in der Mitte sein. Auf
einem Rost erkalten lassen.

Anmerkung Petra: Sehr schokoladig, wenig süß. Gut mit einem Klecks
kalter Schlagsahne. "Chez Jamin" wird er wohl noch warm mit einer
Kugel Vanilleis serviert, das wäre mir zu üppig.

Wenn man keinen Überstand am Rand lässt, rutscht dieser beim Backen
etwas herunter und man bekommt Schwierigkeiten, den gesamten Belag
auf die Tarte zu gießen, ohne dass etwas überläuft.

Der Boden ist nicht "flaky" wie z.B. bei der Zitronen-Tarte-brulee,
sondern eher homogen.

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Bubble Bread – Zimtbrötchenbrot

Das Rezept für dieses imposante Kuchenbrot
(ist das jetzt ein Brot oder ein Kuchen?)
stammt aus dem "Better Homes and Gardens"-Kochbuch America’s Best-Loved Community Recipes (also
so eine Art amerikanisches Landfrauenkochbuch), was mein lieber Bruder
mir dankenswerterweise vor einigen Jahren aus Amerika mitgebracht hat.
Das Buch hat noch diverse Rezepte, die mich reizen… Schon ausprobiert
habe ich daraus die knusprigen Maiskolben,
maisförmige Brotstangen aus einem weichen Teig aus Maismehl, die in
einer speziellen Gusseisenform im Backofen gebacken werden.

Nochmal zum Bubble Bread – das gibt es auch in pikanten
Varianten: da werden die Teigbällchen z.B. in Knoblauchbutter gewendet
und dann in Kräutern oder/oder Käse gewälzt – muss ich unbedingt mal
ausprobieren!

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Bubble Bread - Zimtbrötchenkuchen
Kategorien: Gebäck, Brot, Usa
     Menge: 12 Portionen

    250     Gramm  Mehl (I)
      2      Pack. Hefe (Petra: 20 g Frischhefe)
    250        ml  Milch; lauwarm
    125     Gramm  Butter
    125     Gramm  Zucker
      1      Teel. ;Salz
      2            Eier
    320     Gramm  Mehl (II); evt. mehr

============================ ZUM WÄLZEN ============================
    250     Gramm  Zucker (Petra: 200 g)
    1/2     Tasse  Nüsse; fein gehackt (Petra: 75 g Nüsse geröstet,
                   -dann gehackt)
      1      Teel. Zimtpulver
    125     Gramm  Butter; geschmolzen

============================== QUELLE ==============================
                   nach
                   Leola Stone, Illinois, in
                   America's Best-Loved
                   Community Recipes
                   erfasst von Petra Holzapfel

Eine Frankfurter-Kranz-Form oder große Bundform fetten.

In einer großen Schüssel das Mehl (I) und die Hefe geben. In einem
Topf die Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen, den Zucker
und das Salz zugeben. Diese Mischung zusammen mit den Eiern zu dem
Mehl geben. Mit den Knethaken des Handrührers gut verrühren, dabei
nach und nach soviel von dem Mehl (II) einarbeiten wie möglich.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und kneten, dabei
weiteres Mehl einarbeiten bis der Teig weich und elastisch ist. Zu
einer Kugel formen.

Den Teig in eine leicht gefettete Schüssel geben, abdecken und an
einem warmen Ort gehen lassen, bis sich die Masse verdoppelt hat
(etwa 1 1/4 Stunden). Den Teig zusammendrücken, auf eine bemehlte
Arbeitsfläche geben, wieder abdecken und 10 Minuten ruhen lassen.

In einer kleinen Schüssel den Zucker, die Nüsse und den Zimt geben.

Den Teig in 24 Stücke teilen. Jedes Stück zu einer Kugel formen, in
die geschmolzene Butter tauchen und in der Zuckermischung wälzen.
Die Teigbällchen in 3 versetzten Lagen in die vorbereitete Form
legen. Die oberste Lage mit der restlichen Zuckermischung bestreuen.
Form abdecken und an einem warmen Ort nochmals gehen lassen, bis
sich das Volumen knapp verdoppelt hat (etwa 30 Minuten). Den
Backofen auf 180°C vorheizen.

Das Brötchenbrot ca. 45 Minuten backen.

Anmerkung Petra: ich habe das gesamte Mehl (570 g) in die Schüssel
der Küchenmaschine gegeben. Die Hefe in etwas von der Milch
aufgelöst und in einen Krater im Mehl eingerührt, den Vorteig etwa
10 Minuten gehen lassen. Dann restliche Zutaten mit der Maschine
einkneten, bis man einen glatten Teig erhält. Die Gehzeiten waren
bei mir etwas länger. Ich habe keine Zuckermischung mehr auf die
oberste Lage gestreut.

Sehr gut, sowohl lauwarm als auch noch kalt am nächsten Tag. Die
einzelnen Brötchen lassen sich prima vom Kuchen abpflücken.

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Tarte mit Aprikosen und Nektarinen auf Mandelcreme

Einige
restliche Aprikosen und Nektarinen rufen nach Verwertung – mir schwebt
ein schneller Kuchen vor. Beim Durchforsten meiner Rezeptverwaltung findet
sich schnell ein geeignetes, unkompliziert klingendes Rezept, was ich
vor ziemlich genau 5 Jahren mal in der französischen Newsgruppe fr.rec.cuisine
gelesen und übersetzt hatte. Das Originalrezept ist für eine Form von
23 cm ausgelegt, da ich aber Fertigblätterteig für eine 30 cm Form
vorrätig habe, passe ich das Rezept
entsprechend an. Dort werden nur Nektarinen verwendet, jedoch
Aprikosen, Pfirsiche oder Pflaumen als Alternative erwähnt – also
spricht nichts gegen eine Kombination der Früchte.

Beim Verspeisen der noch lauwarmen Tarte sind wir uns einig: die
Kombination der süßen Mandelcreme mit den säuerlichen Früchten auf dem
durch das Vorbacken des Blätterteiges schön knusprigen Boden schmeckt
absolut köstlich! Sehr gut kann ich mir diese Tarte auch mit
Sauerkirschen vorstellen.

Ich suche nochmal das Originalposting von Patrick Laget heraus und finde dort die Originalquelle des Rezepts, die ich damals leider nicht mit vermerkt hatte: es stammt aus Le meilleur et le plus simple de Robuchon von
Joel Robuchon. Da zumindest für diese Tarte der Titel genau stimmt,
habe ich das Buch sofort bestellt, Patrick Laget empfiehlt hier nämlich noch wärmstens ein weiteres Rezept aus diesem Buch, eine "Tarte au chocolat"…

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Tarte mit Aprikosen und Nektarinen auf Mandelcreme
Kategorien: Dessert, Tarte, Kuchen, Mandel, Früchte
     Menge: 1 Tarte*

      1      Pack. TK-Blätterteig; fertig ausgewallt (32 cm
                   -Durchmesser)
      4            Nektarinen
      6            Aprikosen
    120     Gramm  Mandeln
    120     Gramm  Butter; weich
    130     Gramm  Puderzucker
  2 1/2            Eier

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach einem Posting von Patrick Laget
                   in fr.rec.cuisine 7.6.1999
                   Rezeptidee: Joel Robuchon
                   erfasst von Petra Holzapfel

*Für eine Form von 30 cm Durchmesser

Den Backofen auf 220°C vorheizen.

Den Blätterteig mit Backpapier in eine Tarteform legen, mit einer
Gabel mehrmals einstechen, Backpapier darauflegen und mit Bohnen 10
Minuten blindbacken.

Das Backpapier mit den Bohnen entfernen, den Boden evtl. nochmals
mit einer Gabel einstechen. Die Form für weitere 5 Minuten in den
Ofen stellen, bis der Rand leicht gebräunt ist. Die Form
herausnehmen.

Die Backofen-Temperatur auf 190°C zurückstellen.

In einem Mixer (Thermomix) die Mandeln fein mahlen, die Masse soll
aber nicht kleben. Die Butter und den Puderzucker zufügen und kurz
zu eine homogenen Masse verarbeiten. Die Eier zugeben und nochmals
mixen.

Diese Mandelcreme auf den Blätterteigboden gießen und darauf die
halbierten, entkernten Aprikosen mit der Schnittseite nach oben
gleichmäßig verteilen. Die Nektarinen in Schnitze schneiden und
diese auf die Zwischenräume verteilen.

Die Tarte 30-35 Minuten backen, bis die Mandelcreme gut aufgegangen
und gebräunt ist.

Aus dem Ofen nehmen, nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestreuen.

Anmerkung Petra: schmeckt lauwarm absolut köstlich: die Kombination
süße Mandelmasse und säuerliche Früchte. Der Blätterteig bleibt
durch das Vorbacken wunderbar knusprig, auch wenn die Tarte völlig
abgekühlt ist.

Das Original (zu finden über google-groups-Suche unter Message-ID:

<375B9D92.E0A51648@club-internet.fr>) wird in einer 23 cm Form
gebacken (90 g Mandeln, 90 g Butter, 100 g Puderzucker, 2 Eier)

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Zitronen-Creme-brulee-Tarte

Dank meiner neu erworbenen Tarteformen mit herausnehmbarem Boden konnte ich jetzt den Wunsch Helmuts nach der köstlich aussehenden Lemon Creme Brulee Tarte aus dem Aprilheft der amerikanischen Kochzeitschrift Bon Appetit erfüllen.

Die Tarte ist relativ unkompliziert zu machen und lohnt sich unbedingt!

Der
Kontrast der dünnen harten Karamellschicht auf der angenehm säuerlichen
Zitronencreme lässt jeden Bissen zum Genuss werden. Ich hatte einen
Teil des Zitronensaftes durch Limettensaft ersetzt, man kann natürlich
auch eine reine Limettentarte machen.

Ich karamellisiere (bzw. lasse karamellisieren – hierfür ist
Helmut zuständig ;-)) die Zuckerschicht lieber mit der
Gaskartuschen-Lötlampe und nicht wie im Originalrezept angegeben unter
dem Grill: es geht schneller, wird gleichmäßiger und die Creme erwärmt
sich dabei nicht. Deshalb kann die Tarte dann gleich ohne weitere
Kühlzeit serviert werden.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Zitronen-Creme-Brulee-Tarte
Kategorien: Kuchen, Tarte, Früchte
     Menge: 1 Kuchen

=============================== BODEN ===============================
    135     Gramm  Weizenmehl Type 405
     25     Gramm  Puderzucker
      1     Prise  Salz
     90     Gramm  Butter; in Flöckchen
      4      Teel. Gekühlte Schlagsahne
      1            Eiweiß, verschlagen; zum Bestreichen des Bodens

=============================== BELAG ===============================
    175     Gramm  Zucker
    180     Gramm  Schlagsahne
      4            Eigelb (L)
      2            Eier (L)
    120        ml  Frisch gepresster Zitronensaft*
      1      Essl. Zitronenschale
                   Zitronenscheiben; nach Belieben

======================== ZUM KARAMELLISIEREN ========================
      2      Essl. Zucker

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach
                   Bon Appétit
                   April 2004
                   -Erfasst *RK* 31.05.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Mehl, Zucker und Salz in eine Küchenmaschine (Food Processor, ich
nehme meinen alten Thermomix) geben und 5 Sekunden mixen. Die
Butterflöckchen zugeben und pulsierend mixen, dann die Sahne zugeben
und pulsierend weitermixen, bis sich ein feuchter Klumpen bildet,
bei Bedarf noch teelöffelweise Sahne zugeben. Kurz zu einem Teigball
zusammendrücken, eine flache Scheibe bilden und in Klarsichtfolie
eingewickelt mindestens 2 Stunden kühlen.

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Den Teig auf bemehlter
Arbeitsfläche rund auf einen Durchmesser von 30cm ausrollen. Den
Teig in eine Tarteform mit entnehmbarem Boden (22 cm Durchmesser)
legen. Den überstehenden Teig nach inen falten und andrücken, man
erhält so einen doppelt dicken Rand. Den Boden etwa 18 Minuten
backen, bis er goldbraun ist. Evtl. auftretende Blasen mit einem
Gabelrücken andrücken. Die noch heiße Innenseite des Bodens zweimal
mit verschlagenem Eiweiß bepinseln. Die Ofentemperatur beibehalten.

Für die Füllung Zucker, Sahne, Eigelb und Eier in einer Schüssel
verrühren. Zitronensaft und Zitronenschale zugeben. Die Füllung in
den warmen Boden füllen. Etwa 30 Minuten backen, bis die Füllung an
den Rändern leicht aufgegangen und in der Mitte fest ist. In etwa 1
Stunde komplett abkühlen lassen, ich habe die Tarte nach 30 Minuten
in den Kühlschrank gestellt.

Die Oberfläche der Tarte mit 2 El Zucker bestreuen und mit der
Gaskartuschen-Lötlampe karamellisieren. Das Originalrezept verwendet
hierfür den Backofengrill - mir gefällt die andere Variante
wesentlich besser: sie ist schneller, gleichmäßiger und die Creme
erwärmt sich nicht. Im Original wird die Tarte vor dem Genuss noch 1
Stunden gekühlt, diese Wartezeit ist bei der Lötbrennermethode nicht
notwendig.

Die Tarte aus der Form heben, in Portionsstücke schneiden und nach
Belieben mit Zitronenscheiben garniert servieren.

*ich hatte 100 ml Limettensaft zu verwerten und habe deshalb diesen
mit Zitronensaft aufgefüllt, dazu geriebene Zitronenschale.

Sehr lecker fruchtig-zitronig. Auch sehr fein als Dessert.

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