Kokos-Käsekuchen mit Johannisbeeren

Aktuell läuft schon Runde 5 der Blogger-vernetzenden Aktion Koch mein Rezept. Zugelost wurde mir diesmal Nora von Haferflocke. Ihr Blog trägt den Untertitel Blog über bewusstes Backen – mit Absicht hat sie nicht den Begriff gesundes Backen verwendet, da darunter jeder etwas anderes versteht. Im Vordergrund steht bei ihr das Geschmackserlebnis mit bewusst ausgesuchten Zutaten, gerne verwendet sie Vollkornprodukte wie Haferflocken (daher der Name!) oder natürliche Alternativen zu raffiniertem Zucker. Nora bloggt seit Anfang 2015 und stellt neben süßem Gebäck wie Kuchen oder Keksen auch Herzhaftes wie Brote oder Brötchen vor – immer vegetarisch, oft auch vegan.

Kokos-Käsekuchen mit Johannisbeeren

Ich habe mich für ihren Kokos-Käsekuchen mit Johannisbeeren entschieden.

Making of

Mit ausschlaggebend war eine Packung Kokosmehl, die Helmut mir mal aus Regensburg mitgebracht hat. Der Kuchen enthält nämlich Kokosprodukte in allen erdenklichen Formen: Kokosmehl, Kokosflocken, Kokosöl und Kokosblütenzucker im Boden, der vorgebacken wird, sowie Kokosmilch und Kokosblütenzucker in der Käsekuchenmasse. Den Zucker habe ich allerdings durch indischen Jaggery ersetzt, den wollte ich nicht extra kaufen. Nora hat ihren Kuchen in einer 18 cm Springform gebacken. Ich habe eine 24 cm Form verwendet, weil mir die Menge an Füllung ziemlich üppig erschien – und tatsächlich war meine Form gut gefüllt. Nach 20 Minuten im Ofen bestreut man den Kuchen mit einigen Johannisbeeren (hier TK-Ware aus eigener Ernte) und bäckt ihn dann zu Ende.

Anschnitt Kokos-Käsekuchen mit Johannisbeeren

Gespannt haben wir den Kuchen nach dem Auskühlen angeschnitten. Er schmeckt durch die luftige Käsekuchenmasse angenehm leicht, natürlich nach Kokos, der Geschmack wird aber durch die fruchtig-säuerlichen Johannisbeeren angenehm ausbalanciert. Nora hat ihrem Kuchen im Sommer zum Servieren noch ein paar frische Johannisbeeren spendiert, die haben jetzt natürlich keine Saison. Ich habe deshalb einige meiner dänischen Schüttel-Johannisbeeren (Rysteribs) darübergegeben, auch wenn die ganz schnöde mit Kristallzucker angesetzt wurden und damit natürlich nicht die gesunden Kriterien des Haferflocke-Blogs erfüllen ;-), sie passen hervorragend dazu.

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kokos-Käsekuchen mit Johannisbeeren
Kategorien: Kuchen, Kokos, Früchte
Menge: 1 Kuchen 24 cm

Zutaten

H FÜR DEN BODEN
100 Gramm Dinkelmehl Type 630
30 Gramm Kokosraspeln
50 Gramm Kokosmehl
1 Prise Salz
1 Eigelb
70 Gramm Kokosöl
30 Gramm Kokosblütenzucker (P: Jaggery)
3 Essl. Wasser
H FÜR DIE KÄSEKUCHEN MASSE
400 ml Kokosmilch
250 Gramm Magerquark
2 Eier; getrennt
1 Eiweiß
1 Prise Salz
110 Gramm Kokosblütenzucker (P: Jaggery)
2 Essl. Dinkelgrieß (P: Weichweizengrieß)
1 Bio-Limette: Saft und Schale
100 Gramm Johannisbeeren (P: TK)
H ZUM SERVIEREN
Johannisbeeren (P: Rysteribs, dänische Schüttel-
-Johannisbeeren)

Quelle

modifiziert nach Haferflocke der Blog
Erfasst *RK* 01.02.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform (24 cm Durchmesser) mit Backpapier bespannen, den Rand fetten.

Alle Zutaten für den Boden miteinander verkneten (P: ich habe den Teig im Food Processor gemacht) und in die Form drücken, dabei einen kleinen Rand formen. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen und 12 Minuten backen.

Währenddessen Quark, Kokosmilch, Eigelbe, Salz, Grieß, Limettensaft und -schale sowie Zucker verrühren. Die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen und unter die Quarkmasse ziehen.

Den vorgebackenen Boden aus dem Ofen nehmen und die Käsekuchen-Masse darauf verteilen. Den Kuchen für 20 Minuten in den Backofen schieben, dann 100 g Johannisbeeren darauf verteilen und weitere 40 Minuten backen (P: ich habe den Kuchen anschließend noch 30 Minuten im ausgeschalteten Backofen belassen).

Den Kuchen gut gekühlt nach Belieben mit frischen Johannisbeeren (P: geschüttelten Johannisbeeren, Rysteribs) servieren.

Anmerkung Petra: schöner frischer Kuchen mit lockerer Käsemasse, die Rysteribs machen sich prima dazu. Trotz der vielen Kokosprodukte schmeckt er nicht übermäßig nach Kokos.

Das Originalrezept sieht eine Springform mit 18 cm Durchmesser vor, die hätte bei mir nicht gereicht.

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Apfel-Walnuss-Kuchen

Und schon geht es in eine neue Runde von Koch mein Rezept, dem interaktiven Foodblogger-Event von volkermampft. Auch in Ausgabe 4 darf ich mich wieder bei einer „alten“ Bekannten bedienen: diesmal ist mir Katja von Kaffeebohne zugelost worden. Katja betreibt ihr Blog schon seit 2005, ist also gleich im Jahr nach mir an den Start gegangen. Schon vorher kannte ich sie aus Mailinglisten, in denen Rezepte getauscht wurden. Da wir dieselbe Rezeptverwaltung benutzen, ist das ausgesprochen komfortabel zu bewerkstelligen.

Katja kocht jeden Tag frisch und bevorzugt regionale und saisonale Lebensmittel, oft aus Bio-Anbau. Sie mag gerne Suppen, wie ihr Suppenprojekt 2006 und Suppenprojekt 2014/2015 deutlich macht.  Aber auch Nudelgerichte sind im Haus Kaffeebohne sehr beliebt, oft kommt Vegetarisches auf den Tisch. Die Auswahl ist wirklich groß und ich habe mir gleich einige Rezepte zum Nachkochen vorgemerkt.

Ganz überrascht war ich übrigens, als mir nach der Auslosung eine Advents-Postkarte von Katja ins Haus flatterte – was für eine nette Idee! Vielen Dank nochmal von hier aus!

Apfel-Walnuss-Tarte

Da bei uns im Keller noch eine Kiste mit eigenen Lageräpfeln steht und die letzten Walnüsse aus alter Ernte zu verwerten waren, fiel meine erste Wahl auf einen Kuchen, genauer gesagt ist es bei Katja eine Apfel-Walnuss-Tarte.

Apfel-Walnuss-Tarte Making of

Weil meine große Tarteform nur einen sehr niedrigen Rand hat, hatte ich Zweifel, ob ich die Apfelmenge darin unterbringen würde. Nach kurzem Abwägen habe ich mich deshalb für meine Springform entschieden. Den Rand des Mürbeteigs habe ich etwa bis zur Mitte hochgezogen. Auf den Boden kommt dann eine Walnusscreme, die einer Frangipane-Creme ähnelt.

Apfel-Walnuss-Tarte Anschnitt

Nach 25 Minuten Vorbackzeit kommt noch eine Art Bienenstich-Kruste (hier allerdings mit gehackten Walnüssen) auf den Kuchen, die ihm einen angenehmen Biss verleiht. Wir haben uns zum Kuchen noch einen Klecks Sahne gegönnt.

Meine Apfelsorte (Ida Red) blieb beim Backen übrigens recht fest – bei denen könnte ich mir auch ein kurzes Vorgaren wie bei meinen Apfelschnitten vorstellen.

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Apfel-Walnuss-Kuchen
Kategorien: Kuchen, Apfel, Walnuss
Menge: 28 Cm

Zutaten

H TEIG
250 Gramm Mehl
70 Gramm Zucker
1 Prise Salz
130 Gramm Kalte Butter
1 Ei
H BELAG
1 kg Säuerliche Äpfel (P: Ida Red)
2 Essl. Zitronensaft
H CREME
50 Gramm Weiche Butter
50 Gramm Zucker
1 Pack. Vanillezucker (P: 15 g selbst gemacht)
1 Prise Salz
1 Ei
50 Gramm Gemahlene Walnüsse
50 Gramm Mehl
H NUSSKRUSTE
100 Gramm Walnusskerne; grob gehackt
20 Gramm Butter
50 Gramm Neutraler Honig
80 ml Schlagsahne
1 Messersp. Zimtpulver

Quelle

modifiziert nach
essen&trinken, für jeden Tag 09/2019
Erfasst *RK* 04.12.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Eine Springform (28 cm Durchmesser) mit Backpapier bespannen, den Rand buttern. Eine Tarteform mit herausnehmbaren Boden geht auch, der Rand sollte aber nicht zu niedrig sein.

Mehl, Zucker und Salz in den Foodprocessor geben, die Butter in Flöckchen darauf setzen. Alles pulsierend mischen. Nun das Ei zugeben und alles pulsierend mischen, bis die Masse zusammenkommt. Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und kurz zusammenkneten. Den Teig auf etwa 32 cm rund ausrollen und in die gebutterte Form legen. Den Rand gut andrücken und begradigen, er sollte bis zur Hälfte des Formrandes reichen. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen und mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Die Äpfel vierteln, entkernen, schälen und in Spalten (P: dünne Scheibchen) schneiden. Die Apfelscheiben mit dem Zitronensaft mischen.

Für die Creme weiche Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz mit den Quirlen des Handrührers sehr cremig rühren. Das Ei unterrühren. Die gemahlene Walnüsse und das Mehl unterheben.

Den Backofen auf 200°C Ober/Unterhitze vorheizen.

Die Creme auf den vorbereiteten Boden streichen, mit den Apfelspalten belegen (P: die Apfelscheibchen darauf verteilen). Den Kuchen auf die unterste Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und 25 Minuten vorbacken.

Inzwischen für die Nusskruste Honig, Sahne, Zimt und restliche Butter unter Rühren aufkochen und 2 Minuten köcheln lassen. Die gehackten Walnüsse untermischen. Die Masse nach 25 Minuten auf den Äpfeln verteilen und den Kuchen weitere 10 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

Den Kuchen in der Form auf einem Gitter abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf eine Kuchenplatte geben.

Den Kuchen mit Schlagsahne servieren.

Anmerkung Petra: Der Kuchen ist schön fruchtig mit angenehm herber Walnuss-Note, allerdings nicht sehr süß (Kinder wären wahrscheinlich nicht so begeistert). Meine Lageräpfel (Ida Red) blieben beim Backen recht fest, man könnte sie auch gut kurz vorgaren wie bei meinen Apfelschnitten. Da meine Äpfel unterschiedlich groß waren, habe ich keine Spalten, sondern Scheibchen geschnitten und die einfach auf dem Boden verteilt. Die Walnuss-Kruste ist von der Menge her eher sparsam.

Im Original wird der Kuchen in einer Tarteform gemacht. Bei meiner ist der Rand sehr niedrig und ich hatte wegen der Apfelmenge Bedenken, deshalb habe ich eine Springform verwendet.

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Nachgekocht: Chinesische Jaozi

Wir sind in Runde 3 von Koch mein Rezept angekommen. Der mir zugeloste Blog hat mich jubeln lassen: Barbara von Barbaras Spielwiese ist mehr als nur eine gute alte Bekannte, ich kenne sie schon aus den Usenet-Zeiten des letzten Jahrhunderts ;-), als Rezepte noch in in der Newsgruppe de.rec.mampf diskutiert und getauscht wurden. Von daher nutzen wir auch immer noch die gleiche Rezeptverwaltungssoftware (RezkonvSuite), was den Austausch sehr erleichtert. In meinem Archiv fanden sich bisher schon über 300 Rezepte von Barbara. Als ich ihr erzählte, dass ich mir jetzt fürs Event etwas aus ihrem Blog aussuchen darf, bot sie mir  gleich ihre komplette Sammlung an. Ich habe gerne ja gesagt – lieben Dank nochmal von hier aus!

Tatsächlich haben wir uns auch im richtigen Leben schon mehrfach getroffen, genug zu erzählen gab es immer. Barbara reist sehr gerne und bringt von da viele unterschiedliche Rezept-Ideen in ihren Blog ein. Besonders beliebt sind mediterrane, aber auch asiatische, vor allem chinesische Gerichte. Barbara hat mir mit ihren Chinesisch-Kenntnissen sogar schon einmal bei der (kulinarischen) Verständigung mit unserem damaligen chinesischen Gastsohn Guang Zhen helfen können, wie man hier nachlesen kann.

Eine große Liebe von Barbara ist auch das Backen bzw. Patisserie. Sehr empfehlenswert ist die Daim-Walnuss-Torte, die ich mir von ihrer kleinen Torte abgeguckt habe. Nach meiner ersten Begegnung mit italienischer Buttercreme  habe ich jetzt auch ihre köstlich aussehende Zitronenschnitz-Torte auf meine to try-Liste gesetzt. Bei einem weiteren pikanten Rezept im Blog, den Grünkernküchle mit Bärlauch-Dip stand Barbaras Spielwiese ebenfalls Pate.

Jiaozi

Ich habe mir für Koch mein Rezept ein Gericht herausgesucht, was sich schon seit 2008 auf Barbaras Blog findet und was ich damals sogar gleich zweimal kommentiert habe: Jiaozi (饺子 bzw. jiǎozi), das sind chinesische Teigtaschen, hier gefüllt mit Frühlingszwiebeln und Schweinehackfleisch, die man zum Essen in eine gewürzte Mischung aus Sojasauce und dunklen Reisessig (Chinkiangessig) tunkt. Vor ein paar Jahren habe ich sie schon einmal gemacht, aber nicht verbloggt. Nun bot sich beste Gelegenheit, das nachzuholen. Köstlich, schon beim Schreiben läuft mir wieder das Wasser im Mund zusammen 🙂

Making of

Bei der Herstellung der Teigplatten für die Jaozi bediene ich mich eines Tricks, den ich mir aus Andrea Nguyens Asian Dumplings* abgeguckt habe:  Andrea legt die vorportionierten Teigkügelchen in eine Tortilla-Presse (so wie etwa diese hier*) und bekommt so ganz schnell und umkompliziert wunderbar runde Plättchen, die dann nur noch mit einem kleinen Rollholz auf der Außenseite etwas dünner gerollt werden müssen, so dass ein kleiner „Bauch“ in der Mitte verbleibt, aber nach dem Zusammendrücken der Ränder beim Verschließen der Teig überall gleich dick ist.

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Chinesische Jiaozi
Kategorien: Teigtasche, Gefüllt, Hackfleisch, Schwein, China
Menge: 36 Stück

Zutaten

H TEIG
280 Gramm Weizenmehl Type 405
120 ml Lauwarmes Wasser; Menge anpassen
H FÜLLUNG
200-250 Gramm Schweinehackfleisch
100-200 Gramm Frühlingszwiebeln, Schnittknoblauch und/oder
-Chinakohl (P: 150 g Frühlingszwiebeln)
2 Teel. Sojasauce
2 Teel. Sesamöl
1 Teel. Salz
H TUNKE
100 ml Helle Sojasauce
2-3 Essl. Dunkler Essig (Chinkiang-Essig)
5 Knoblauchzehen; fein gehackt
1 Essl. Ingwer; fein gehackt
1-3 Teel. Chiliöl; nach Geschmack

Quelle

leicht modifizert nach Barbara Spielwiese
Teigtaschenherstellung nach Andrea Nguyen
Asian Dumplings
Erfasst *RK* 19.10.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Aus Mehl und Wasser einen festen, glatten Teig kneten. (P: Mehl und Wasser im Food Processor pulsierend zu einem Teig mischen, dann zusammenkneten). Den Teig abgedeckt mindestens eine halbe Stunde ruhen lassen.

Das Gemüse fein hacken, mit dem Hackfleisch, der Sojasauce, dem Sesamöl und dem Salz gut verkneten.

Für die Tunke sämtliche Zutaten mischen und in kleinen Schüsselchen auf den Eßtisch stellen. Eventuell anderes Mengenverhältnis wählen, je nach Geschmack.

Den Teig in 36 Kügelchen (à etwa 10-11 g) teilen. Jeweils ein Kügelchen in die Tortillapresse einlegen und flachpressen, dann mit einem kleinen Rollholz den Rand noch etwas dünner ausrollen. Dafür mit der einen Hand das Rollholz von innen nach außen rollen, mit der anderen die Teigplatte etwas weiter drehen, bis man wieder am Ausgangspunkt angelangt ist.

Jetzt jeweils einen Teigkreis auf eine Handfläche nehmen und etwas von der zubereiteten Füllung in die Mitte legen. Mit Daumen und Zeigefinger der anderen Hand die Teigscheibe zur Hälfte falten und die Ränder gut zusammendrücken, nach Belieben dabei einfalten oder krendeln. Die Jiaozi auf ein Brett oder eine Bambusmatte setzen.

Traditioneller Kochvorgang: Einige Liter Wasser in einem großen Topf erhitzen und sprudelnd kochen lassen. Soviele Jiaozi in den Topf legen, daß sie noch genügend Platz haben. Die Jiaozi einmal umdrehen, damit sie nicht aneinanderkleben. Das Wasser wieder aufkochen lassen und eine Tasse kaltes Wasser zugeben. Diesen Vorgang noch zweimal wiederholen, dann sind die Jiaozi gar und werden sofort serviert.

Man kann aber auch die Jiaozi portionsweise in einen großen Topf mit reichlich sanft kochendem Wasser einlegen und die Temperatur dann etwas reduzieren. Die Jiaozi brauchen etwa 8 Minuten, bsi sie fertig sind, sie schwimmen dann oben.

Die Jiaozi mit einem Schaumlöffel herausfischen und auf einer Platte warm stellen.

Zum Essen die Jiaozi mit den Stäbchen aufnehmen, kurz in die vorbereitete Tunke tauchen und genießen!

Anmerkung Petra: die Herstellung dauert, aber es lohnt sich. Köstlich! Ungekochte Jiaozi können laut Andrea Nguyen einzeln eingefroren und dann in Plastiktüten gefüllt werden. Vor dem Garen antauen lassen.

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*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann. Für diese Unterstützung herzlichen Dank!

Nachgebacken: Kärleksmums, ein schwedischer Schokoladen-Kaffeekuchen mit Kokosflocken

Es geht in Runde 2 von Koch mein Rezept, angestoßen von volkermampft. Diesmal wurde mir Carina von Coffee2stay zugelost, aus deren Blog ich mir ein Rezept zum Nachkochen oder Nachbacken aussuchen darf.

Coffee2stay war anfangs gar nicht als Food- oder Rezeptblog angelegt. Carina erzählt in ihren Blogbeiträgen kleine Geschichten, die jeweils eine Tasse Kaffee lang sind. So erfährt man schnell etwas über ihre breit gefächerten Interessen: sie ist sportlich und läuft Halbmarathon, gehört einem Schützenverein an (Luftpistole), singt, schreibt Rezensionen und reist leidenschaftlich gerne. Von daher erklärt sich auch wieder ihre Begeisterung für die kulinarische Weltreise. Momentan muss man sich schon etwas durch die Beiträge clicken, um die Rezepte herauszupicken. Aber Carina plant einen Umzug auf eine eigene Domain und will sie dann besser herausstellen.

Mir war im letzten Monat bei der Schweden-Runde schon ihr Kärleksmums (sprich „Schärlecksmumms“) aufgefallen, schokoladige Schnitten mit einer Kaffeeganache und Kokosflocken, die zur Fika, der schwedischen Kaffeepause gereicht werden.

Kärleksmums

Koch mein Rezept gab den Anstoß, mich gleich ans Nachbacken zu machen. Das passte auch perfekt, weil gerade der Kaffee und Schokolade liebende Sohn für ein paar Tage auf Heimatbesuch war. Meine Änderungen: ich habe der Ganache für noch mehr Kaffeearoma zusätzlich eine Portion lösliches Espressopulver spendiert und ich habe den Zucker reduziert. Wer gerne süß ist, kann aber gut bei der Originalmenge bleiben.

Kaerleksmums

Der Kuchen ist schnell und völlig problemlos zu machen. Die kleinen fluffigen Schokoschnitten kamen bei meinen Männer ausgesprochen gut an und durften uns sogar bei einer Wanderung begleiten.

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

Carina hat bei sich die Zubereitung für den Thermomix angegeben. Da ich nur das Uraltmodell aus den 80er Jahren besitze, habe ich ganz klassisch mit dem Handrührer gearbeitet – ich habe meine Vorgehensweise im Rezept dokumentiert.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kärleksmums – Schokoladenkuchen mit Kaffee-Ganache und Kokosflocken
Kategorien: Kuchen, Kaffee, Schweden
Menge: 24 Stücke

Zutaten

285 Gramm Weizenmehl
4 Essl. Backkakao
2 Teel. Weinstein-Backpulver
1/2 Teel. Salz
145 Gramm Butter; zerlassen
2 Eier
198 Gramm Brauner Zucker (P: 150 g)
160 Gramm Milch
1 Teel. Vanilleextrakt
H KAFFEEGANACHE
125 Gramm Crème double
1 Essl. Espresso
1 Portion Löslicher Espresso
100 Gramm Zartbitterschokolade (P: Lindt 70% mild)
30 Gramm Butter
Kokosraspeln; zum Bestreuen

Quelle

modifiziert nach
coffee2stay
Erfasst *RK* 14.08.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Eine Tasse Espresso kochen und zur Seite stellen. Benötigt wird später 1 El.

Den Backofen auf 190°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen, einen Backrahmen (21 x 32 cm) darauf stellen.

Zunächst die trockenen Zutaten Mehl, Kakao, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen und zur Seite stellen.

In einer weiteren Schüssel die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Zerlassene Butter und Milch zugießen und unterrühren.

Die Mehlmischung dazu sieben und mit einem Gummispatel unterziehen.

Den Teig gleichmäßig im Backrahmen verteilen. Das Blech in den Backofen schieben und den Kuchen etwa 14 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Den Kuchen abkühlen lassen, währenddessen mit der Ganache beginnen.

Butter und Schokolade in einen kleinen Topf geben und bei schwacher Hitze schmelzen. Die Creme double, den Espresso sowie das lösliche Espressopulver zugeben und mit dem Schneebesen zu einer glatten Masse verrühren. Die Ganache in den Kühlschrank stellen, bis sie leicht anzieht.

Nun die Ganache auf den Kuchen gießen und glatt verstreichen. Die Oberfläche gleichmäßig mit Kokosraspeln bestreuen.

Den Kuchen an einem kühlen Ort aufbewahren.

Anmerkung Petra: sehr saftige, fluffige Kuchenschnitten mit feinherber Kaffee-Ganache. Ich habe den Zuckergehalt gegenüber dem Original reduziert, echte Süßschnäbel können beim Original bleiben. Ich habe der Ganache noch lösliches Espressopulver für stärkeres Kaffeearoma spendiert.

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Nachgebacken: Kastenbrot mit Tahini und Saaten

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft Volker von Volkermampft ist schon seit März 2018 unserer Reiseleiter bei der kulinarischen Weltreise, einem Blogevent, das mich schon sehr oft neue und köstliche Gerichte fremder Länder entdecken ließ. Nun hatte er eine interessante Idee, die er auch gleich in die Tat umgesetzt hat: bei Koch mein Rezept – Foodblogs neu entdeckt wird jedem Teilnehmer ein anderer teilnehmender Foodblog zugelost. Diesen stellt man dann in einem Beitrag vor und kocht dafür ein oder mehrere frei gewählte Rezepte aus diesem Blog nach.

Das Los in der ersten Runde hat mir eine gute alte Bekannte zugedacht, die ich ausgesprochen schätze: unter Magentratzerl bloggt Susanne aus München schon seit August 2012. Das erste in meiner Rezeptverwaltung gespeicherte Rezept von ihrem Blog  ist von 2013, seither sind sage und schreibe 88 Rezepte da hineingewandert, nicht wenige habe ich nachgekocht. Susanne kocht gerne internationale Gerichte, bäckt aber auch Brot – damit liegt sie voll auf meiner Linie. Außerdem ist sie Spezialist für Teigtaschen – ich bewundere ihre Geduld bei der Herstellung dieser oft aufwändigen Teilchen 🙂 Des weiteren ist Susanne schuld an diversen Kochbuchkäufen: ihre ausführlichen und ehrlichen Rezensionen sind absolut verlässlich. Nachzulesen sind sie in ihrem Bücherregal.

Als ich Susannes Rezeptfundus durchsah, blieb ich beim Kastenbrot mit Tahin und Saaten hängen. Das hatte ich mir schon gleich nach der Veröffentlichung im letzten Oktober gespeichert, aber wie das so oft ist: die Nachback- bzw. Nachkochliste wird immer länger, man verliert das Rezept wieder aus dem Sinn. Diesmal bin ich gleich in die Küche gegangen (es war kurz vor Mitternacht) und habe den Sauerteig angesetzt.

Anschnitt Kastenbrot

Das Brot (im Original aus Toast & Jam* von Sarah Owens) ist ein reines Sauerteigbrot aus Dinkel-, Weizen- und ein wenig Roggenmehl, eingearbeitet wird ein Saatenquellstück aus Leinsamen, Mohn, Sesam, Quinoa und Sonnenblumenkernen. Zusätzlich kommt etwas Tahini (Tahina, Tahin) in den Teig. Diese Sesampaste der arabischen Küche verwende ich sehr häufig und gerne, war für mich aber beim Brotbacken ein Novum.

Eine kleine Änderung am Rezept musste ich vornehmen: Dinkelvollkornmehl hatte ich keines mehr im Vorrat, dafür habe ich Dinkelmehl Type 1050 eingesetzt – deswegen ist meine Krume etwas heller als die bei Susanne.

Kastenbrot mit Tahini und Saaten

Ich habe das Brot vor dem Einschießen der Länge nach eingeschnitten und die Oberfläche gegen Ende der Backzeit mit Alufolie abgedeckt, da das Brot drohte, zu dunkel zu werden.

Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden: ein wunderbar saftiges und aromatisches Brot, was ich sicher noch öfter backen werden!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kastenbrot mit Tahini und Saaten
Kategorien: Brot, Saat, Kasten
Menge: 1 Brot à etwa 1 kg

Zutaten

H SAUERTEIG
50 Gramm Flüssiger Weizensauerteig (100% Hydration)
250 Gramm Wasser
250 Gramm Dinkelmehl Type 1050 (Original
-Dinkelvollkornmehl)
H QUELLSTÜCK
15 Gramm Leinsamen
15 Gramm Mohn
15 Gramm Sesamsaat
15 Gramm Quinoa
15 Gramm Sonnenblumenkerne
60 Gramm Wasser
H HAUPTTEIG
Sauerteig
Quellstück
80 Gramm Wasser
40 Gramm Tahini
150 Gramm Weizenmehl Type 550
80 Gramm Dinkelmehl Type 1050 (Original
-Dinkelvollkornmehl)
25 Gramm Roggenvollkornmehl (P: VK-Lichtkornroggen)
10 Gramm Salz

Quelle

modifiziert nach Magentratzerl bzw.
Sarah Owens
Toast and Jam: Modern Recipes for Rustic Baked Goods and
Sweet and Savory Spreads
Erfasst *RK* 23.06.2020 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Sauerteig alle Zutaten verrühren und zugedeckt bei Zimmertempertur 8 bis 12 Stunden stehen lassen.

Für das Quellstück die Saaten in eine Schüssel geben, das Wasser unterrühren und alles zugedeckt ebenfalls 8 bis 12 Stunden stehen lassen.

Für den Hauptteig alle Zutaten mit Ausnahme des Salzes in die Schüssel der Küchenmaschine geben und kurz durchkneten. Zugedeckt 30 Minuten stehen lassen.

Das Salz auf die Oberfläche streuen und dann alle Zutaten 4 Minuten auf Stufe 1 und 6 Minuten auf Stufe 2 zu einem homogenen Teig verkneten, der sich vom Rand der Schüssel löst.

Den Teig in eine saubere Schüssel geben und 2 Stunden ruhen lassen, dabei nach 60 Minuten einmal falten (der Teig war bei mir recht weich und etwas klebrig).

Eine Kastenform (24 cm) buttern.

Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche rund formen und abgedeckt 10 Minuten ruhen lassen. Nun den Teig zu einem einem länglichen Laib formen und mit der Naht nach unten in die Kastenform legen.

Das Brot in der abgedeckten Form etwa 1 1/2 bis 2 Stunden gehen lassen (P: 2 Stunden), bis der obere Rand der Form fast erreicht ist.

Rechtzeitig den Backofen mit einem Backstein auf mittlerer Schiene auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Das Brot der Länge nach einschneiden, die Form in den Ofen schieben, schwaden und 20 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 220°C reduzieren und weitere 30 Minuten backen. Bei Bedarf die Oberfläche des Brotes gegen Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken.

Das Brot aus dem Ofen nehmen, aus der Form stürzen und auf einem Rost abkühlen lassen.

Anmerkung Petra: Ausgezeichnet! Saftiges und durch die Saaten sehr aromatisches Kastenbrot mit gutem Frischhaltevermögen.

Dinkelvollkornmehl hatte ich nicht, deshalb mit Type 1050 gebacken, Wassermenge dennoch gleich belassen.

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*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann. Für diese Unterstützung herzlichen Dank!