Gefülltes Fladenbrot mit Merguez

Gestern waren wir wieder zu einem Cacheausflug Richtung Donau unterwegs. Erfahrungsgemäß kommen wir dann mit gutem Hunger nach Hause, ewig lang will ich allerdings auch nicht mehr in der Küche stehen.

gefülltes Fladenbrot

Dieser Teller war wirklich blitzschnell gemacht: in der würzig-pikanten Füllung von aufgebackenen TK-Dönerbrötchen verbergen sich Helmuts selbst gemachte Merguez sowie meine Schmortomatensauce, pikant mit Baharat und Oliven abgeschmeckt. Die Idee stammt aus dem Kochbuch Honig & Orangenblüte – so schmeckt Marokko*, wird dort allerdings mit Rinderhack und nur einer Tomate gemacht.

Wohlig gesättigt konnten wir uns anschließend dem sonntäglichen Tatort widmen 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gefülltes Fladenbrot mit Merguez-Ragout
Kategorien: Brot, Gefüllt, Wurst, Marokko
Menge: 2 Personen

Zutaten

2     Weiche Fladenbrote (hier Döner-Fladenbrote vom
      -Türken, gut
      -100 g, Durchmesser 12-14 cm)
H RAGOUT
1 Essl.   Olivenöl
1     Rote Zwiebel; gehackt
300 Gramm   Merguez; gehäutet, zerkleinert; ersatzweise
      -Rinderhack
1     Knoblauchzehe; gehackt
1 Essl.   Tomatenmark
200 Gramm   Tomatenpolpa* (P: meine Schmortomatensauce)
      Salz
      Pfeffer
1 Teel.   Baharat-Gewürz; nach Geschmack
  Einige   Oliven; gehackt (Original 50 g)
1 Handvoll   Glatte Petersilie; gehackt
H SOWIE
      Salatblätter; in Streifen geschnitten
2     Zitronenviertel

Quelle

  modifiziert nach John Gregory-Smith
  Honig & Orangenblüte – so schmeckt Marokko
  Erfasst *RK* 14.05.2018 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebel darin anschmoren, dann dem Knoblauch zugeben. Die Temperatur erhöhen und die Merguez anbraten, bis sie krümelig und braun sind. Das Tomatenmark einrühren, dann die Tomaten zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Baharat pikant würzen. Alles sanft schmurgeln lassen, bis die Sauce eindickt und aromatisch duftet. Zum Schluss Oliven und Petersilie einrühren.

Die Fladenbrote im Backofen erwärmen, dann halb aufschneiden. Zuerst mit Salatstreifen belegen, dann das Ragout darauf verteilen. Die gefüllten Fldenbrote mit Zitronenvierteln servieren.

Anmerkung Petra: sehr schnell gemacht, schmeckt prima!

*Im Original wird eine Tomate, 2 El Tomatenmark, 2 El Chilisauce sowie 3-4 El Wasser verwendet.

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Nachgebacken: Schweizer Sonne

Vor einiger Zeit habe ich mir wieder Ruchmehl bestellt. Zu den Rezepten, die ich damit ausprobieren wollte, gehört auch die Schweizer Sonne, die ich vor ziemlich genau einem Jahr bei Schelli entdeckt hatte.

Schweizer Sonne

Im Elektro-Steinbackofen sehr schön aufgegangen, mit beim Abkühlen knisternder Kruste: das macht neugierig auf den Anschnitt und das erste Versucherle

Schweizer Sonne Anschnitt

Sehr aromatisch, gefällt!

Leider kam ich nicht gleich nach dem Backen dazu, das Rezept und seine Abwandlung genau aufzuschreiben. Ich habe jetzt erst beim Abarbeiten meiner handschriftlichen Anmerkungen gemerkt, dass ich mir die Backzeit nicht notiert hatte, meine mich aber an 50-60 Minuten zu erinnern. Wird beim erneuten Backen nachgetragen 🙂

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schweizer Sonne (Schelli)
Kategorien: Brot
Menge: 2 Brote

Zutaten

H POOLISH
330 Gramm   Ruchmehl (P: Bongu)
330 Gramm   Wasser
1 Gramm   Hefe
H HAUPTTEIG
660 Gramm   Vorteig
330 Gramm   Hartweizengrießmehl (Semola di grano duro
      -rimacinata)
340 Gramm   Ruchmehl
390 Gramm   Wasser
H SOWIE
5 Gramm   Hefe
22 Gramm   Salz
25 ml   Wasser zusätzlich, nach Bedarf (s. Rezepttext)

Quelle

  modifiziert nach
  Schelli kocht
  Erfasst *RK* 25.02.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten für den Poolish verrühren, 12-15 Stunden bei ca. 18°C stehen lassen.

Am nächsten Tag den Vorteig in die Schüssel der Küchenmaschine geben, Hartweizengrießmehl, Ruchmehl und Wasser zugeben und auf Stufe 1 grob zusammenkneten, dann 30-60 Minuten ruhen lassen (Autolyse).

Nun Hefe und Salz zugeben und auskneten; dabei nach Bedarf noch Wasser zugeben (P: hier 25 ml). Den Teig in der Schüssel 30 Minuten ruhen lassen.

Nun den Teig in eine flache Gärwanne geben, zudecken, nach 30 Minuten einmal falten, weitere 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, dann für 12-20 Stunden in den Kühlschrank (4°C) stellen.

Den Teig vorsichtig auf die bemehlte Arbeitsfläche kippen, halbieren und grob vorformen, dann abgedeckt 10-20 Minuten stehen lassen und endgültig rund formen.

Rechtzeitig den Backofen mit einem Backstein auf 250°C vorheizen (Petra: Primus 260°C, nach dem Einschießen ausgeschaltet).

Mit der Naht nach oben in zwei gut bemehlte Gärkörbchen (P: 1 kg) legen und bis zu knapper Gare stehen lassen (hier 2 Stunden). Die Teiglinge auf einen Brotschieber stürzen, nach Belieben einschneiden und in den vorgeheizten Backofen einschießen, die Temperatur auf 220°C reduzieren.

Anmerkung Petra: Vorabend 20 Uhr Poolish angesetzt, am nächsten Tag um 11 Uhr Teig gemacht, am übernächsten Tag geformt, gehen lassen und gebacken. Im Backofen nochmal nachgeschnitten, Brot ging dann noch deutlich weiter auf. Backzeit bei mir 50-60 Minuten (nicht genau notiert, überprüfen). Knistert beim Abkühlen, krachende Kruste. Geschmacklich prima.

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Nachgebacken: Raurisrustis

Noch vor Weihnachten beim Plötzblog entdeckt, das Rezept sofort ausgedruckt und für den nächsten Backtag in die Küche gelegt: die Raurisrustis.

Raurisrustis

Freitags kocht ja eigentlich der Mann, doch als Helmut aus dem Büro nach Hause kam, lockten die gerade aus dem Ofen geholten und noch warmen Rustis so sehr, dass wir das warme Essen auf den Abend verschoben und uns erst mal gemütlich zu einer Brotzeit an den Tisch gesetzt haben.

Anschnitt

Knusprige, aber nicht zu dicke Kruste, eine lockere Krume und ein wunderbar vollmundiger Geschmack – diese Brötchen wandern auf der Lieblingsskala ganz weit nach oben!

Formgebung

Meine Brötchen sehen etwas anders aus als die von Lutz, dabei dachte ich, ich hätte mich an seine Beschreibung gehalten. Ich habe jeweils 2 grob rund geformte Teiglinge aufeinandergelegt, bemehlt und mit einem Rundholz mittig kräftig eingedrückt und leicht plattgewalzt. Beim Backen ist diese "Sollbruchstelle" schön aufgerissen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Raurisrustis
Kategorien: Brot, Brötchen
Menge: 9 Stück

Zutaten

H SAUERTEIG
50 Gramm   Weizenmehl 550
50 Gramm   Wasser (50°C)
5 Gramm   Anstellgut
H VORTEIG
100 Gramm   Weizenmehl 550
100 Gramm   Wasser (kalt)
0,1 Gramm   Frischhefe
H AUTOLYSE-TEIG
250 Gramm   Weizenmehl 550
150 Gramm   Wasser (kalt)
H HAUPTTEIG
      Sauerteig
      Vorteig
      Autolyse-Teig
25 Gramm   Roggenmehl 997
75 Gramm   Weizenmehl 550
10 Gramm   Salz
5 Gramm   Frischhefe
15 Gramm   Flüssigmalz (inaktiv)
10 Gramm   Butter

Quelle

  nach
  Plötzblog
  Erfasst *RK* 22.12.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Sauerteigzutaten mischen und 12-16 Stunden bei Raumtemperatur (ca. 20°C) reifen lassen.

Die Vorteigzutaten mischen und 12-20 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.

Mehl und Wasser für den Autolyse-Teig mischen und bei 16-18°C über 8-12 Stunden ruhen lassen.

Sämtliche Zutaten 5 Minuten auf niedrigster Stufe zu einem glatten und leicht klebrigen Teig kneten (Teigtemperatur ca. 23°C).

Den Teig 2 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen. Nach 30 und 60 Minuten dehnen und falten.

Den Teig in 45 g-Teiglinge portionieren. Je zwei Teiglinge aufeinander legen, bemehlen, mittig der Länge nach eindrücken und länglich ausrollen, sodass der Schluss offen bleibt.

Mit Schluss nach unten ca. 60 Minuten im Leinen bei Raumtemperatur reifen lassen.

Bei 250°C fallend auf 230°C mit Dampf ca. 18-20 Minuten backen.

Zubereitungszeit am Backtag: ca. 4 Stunden

Zubereitungszeit gesamt: ca. 16-24 Stunden

Anmerkung Petra: Wunderbares Rezept: Ganz umkompliziert zu machen, der Teig hat eine angenehme Konsistenz. Die fertigen Brötchen haben eine knusprige, aber nicht zu dicke Kruste und eine offenporige Krume, sehr aromatischer Geschmack. Favoriten!

Ich habe Sauerteig und Vorteig am Vorabend um 18 Uhr angesetzt, den Autolyseteig um 22 Uhr. Am nächsten Morgen gegen 8.30 den Teig geknetet. Teig löst sich komplett von der Schüssel. Teiglinge von 45 g erst grob rund geformt, dann aufeinandergesetzt und mit dem Rundholz eingedrückt und ausgerollt. Gebacken 17 Minuten im Primus bei 240°C (290° Oberhitze, 200°C Unterhitze, 2 1/2 Stunden Vorheizzeit).

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Rustikale Filone mit Ruchmehl- und Vollkornanteil

Noch ein weiteres Rezept neben dem Kurkumabrot mit Kürbiskernen und dem Leinsamenbrot aus Natural Leavenings* habe ich ausprobiert.

Rustikale Brotstangen Anschnitt

Bei diesen rustikalen Brotstangen mit elastischer Krume besteht der Hauptteil des Teiges aus einem am Vortag angesetzten festen Sauerteig, als Mehl habe ich eine Mischung aus Ruchmehl und Weizenmehl 550 eingesetzt. Am Backtag kommt dann nur noch eine kleine Menge Vollkornmehl dazu.

Rustikale Brotstangen

Der Teig ist angenehm unkompliziert zu handhaben, die Brote gehen im Ofen schön auf.

Ruchmehl-Filone

Erster Versuch: reine Ruchmehl-Filone

Ruchmehl-Filone

Ruchmehl-Filone im Anschnitt: auch her ist der rustikale, grobporige Charakter gut zu erkennen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rustikale Filone mit Ruchmehl- und Vollkornanteil
Kategorien: Brot
Menge: 2 Brote à etwa 570 g

Zutaten

H BIGA-SAUERTEIG
30 Gramm   Fester Sauerteig (50% Hydration)
350 Gramm   Wasser
300 Gramm   Ruchmehl (Bongu)
300 Gramm   Weizenmehl Type 550
H HAUPTTEIG
      Vorteig
80 Gramm   Wasser
13 Gramm   Salz (Original 10 g)
60 Gramm   Vollkorn-Weizenmehl

Quelle

  modifiziert nach
  Matteo Festo
  Natural leavenings
  Erfasst *RK* 06.10.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vortag den festen Sauerteig in der Küchenmaschine mit Wasser, Ruchmehl und 550er 2 Minuten auf Stufe 1 verkneten. Bei etwa 18°C 16-18 Stunden reifen lassen (P: Kellertreppe).

Am nächsten Tag den Vorteig in die Küchenmaschine geben, das Wasser hinzuschütten und mit einem Messer den Teig so gut es geht in etwas kleinere Stücke teilen. Mehl und Salz zugeben und 1-2 Minuten auf Stufe 1 kneten, bis sich ein Teigball bildet, der sich sauber von der Schüssel löst. Den Teig in eine Schüssel geben und etwa 1 Stunde bei Raumtermperatur gehen lassen.

Dann den Teig auf die leicht bemehlt Arbeitsfläche geben, in 2 Hälften teilen und diese jeweils grob rund formen. Abgedeckt 10 Minuten ruhen lassen, dann zu länglichen Filone aufarbeiten (P: erst wie einen Geschäftsbrief dreifach falten, etwas flach drücken, dann straff zu Zylindern formen: dafür dreimal die obere Kante nach vorne falten, dabei jeweils mit der Handkante festdrücken). Die entstandenen Filone kurz rollen, dann mit der Naht nach oben in eine bemehlte Couche legen. Abgedeckt eine weitere Stunde gehen lassen.

Rechtzeitig den Backofen mit einem Backstein auf 260°C vorheizen.

Die Filone aus der Couche nehmen und auf einen mit Backpapier belegten Brotschieber legen. Mit einer angefeuchteten Klinge tief einschneiden, dabei die Klinge sehr flach halten. Die Brote samt Backpapier mit wenig Dampf in den Backofen einschießen (P: etwas Wasser eingesprüht). Nach 5 Minuten die Temperatur auf 240°C reduzieren und die Brote weitere 25 Minuten goldbraun ausbacken. Nach etwa der Hälfte der Backzeit das Backpapier entfernen.

Anmerkung Petra: Brote gehen im Ofen sehr schön auf. Knusprige Kruste, elastische, etwas unregelmäßige grobporige Krume. Sehr aromatisch. Der Teig ist angenehm unkompliziert zu handhaben.

Zeitplan: Vorteig etwa 14 Uhr angesetzt, Hauptteig 9 Uhr.

Für eine dunklere Variante habe ich auch schon den Biga-Sauerteig nur mit Ruchmehl gemacht, dann aber 400 g Wasser verwendet.

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Leinsamenbrot mit Dinkelanteil

Für den World Bread Day habe ich neben dem Kurkumabrot mit Kürbiskernen noch zwei weitere Rezepte aus Natural Leavenings* von Matteo Festorazzi ausprobiert, die ich im Blog festhalten möchte.

Leinsamenbrot mit Dinkelanteil Anschnitt

Den Anfang macht ein Brot mit einem Quellstück aus Leinsamen. Im Original wird dieses erst beim Falten in den Teig eingearbeitet. Bei den trockenen Kürbiskernen habe ich das ja noch im ersten Ansatz versucht – wie das bei dem gequollenen und damit ausgesprochen glitschigen Leinsamen funktionieren soll, ist mir schleierhaft. Ich habe das Quellstück deshalb gleich mit dem Hauptteig untergeknetet.

Das Brot ist im Ofen schön aufgegangen, die Krume mittelporig, die Kruste knusprig.

Leinsamenbrot mit Dinkelanteil

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Leinsamenbrot mit Dinkelanteil
Kategorien: Brot
Menge: 2 Brote

Zutaten

H SAUERTEIG
50 Gramm   Flüssiger Sauerteig (Anstellgut); 8 Stunden
      -vorher gefüttert
150 Gramm   Wasser
150 Gramm   Vollkorn-Dinkelmehl
H QUELLSTÜCK
100 Gramm   Leinsamen
300 Gramm   Wasser
H HAUPTTEIG
800 Gramm   Weizenmehl Type 550 (Original Type 1 flour)
50 Gramm   Dinkelmehl Type 630
350 Gramm   Wasser
      Sauerteig
      Quellstück
20 Gramm   Salz (Original 18 g)

Quelle

  modifiziert nach
  Matteo Festo
  Natural leavenings
  Erfasst *RK* 24.10.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Sauerteig Anstellgut, Wasser und Dinkelmehl verrühren und bei Raumtemperatur 10-12 Stunden gehen lassen.

Für das Quellstück den Leinsamen in einer trockenen Pfanne rösten. Noch heiß mit dem Wasser übergießen und 10-12 Stunden quellen lassen.

Für den Hauptteig Weizenmehl, Dinkelmehl, Sauerteig, Wasser und Quellstück* 4 Minuten auf Stufe 1 kneten. Dann das Salz einrieseln lassen und weitere 8 Minuten auf Stufe 2 kneten. Der Teig wird elastischer, löst sich aber noch kaum von der Schüssel.

Den Teig in eine geölte Schüssel geben. 2 Stunden gehen lassen, dabei nach jeweils 30 Minuten dreimal stretch & fold machen (P: habe ich auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche gemacht. Der anfangs sehr klebrige Teig ist zum Schluss relativ gut zu handhaben).

Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, in 2 Hälften à knapp 1 kg teilen und grob rund formen. 20 Minuten abgedeckt ruhen lassen, dann zu länglichen Laiben formen und in gut bemehlte Gärkörbe legen. Die Gärkörbe in Plastiktüten stecken und für 14-24 Stunden** bei 4°C in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen auf 250°C vorheizen.

Die Brote auf einen mit Backpapier belegten Brotschieber stürzen und leicht bemehlen. Mit einer angefeuchteter, flach gehaltener Klinge 2 mal wie ein Baguette einschneiden (relativ tief). Die Brote samt Backpapier mit Dampf in den Backofen einschießen (P: etwas Wasser eingesprüht). Nach 15 Minuten die Temperatur auf 220°C reduzieren und die Brote weitere 30-35 Minuten goldbraun ausbacken. Nach etwa der Hälfte der Backzeit das Backpapier entfernen.

Auf einem Rost abkühlen lassen.

Anmerkung Petra: schön aufgegangene Brote mit lockerer mittelporiger Krume und knuspriger Kruste.

*Im Original soll das Quellstück erst beim zweiten Falten eingearbeitet werden. Das hat bei mir bei einem anderen Brot schon bei trockenen Kürbiskernen nicht gleichmäßig geklappt, wie das mit glitschigem Leinsamen funktionieren soll, ist mir schleierhaft. Meine eher herkömmliche Verarbeitung liefert aber ein schönes gleichmäßiges Krumenbild.

**Im Original 24 Stunden, ich habe das Brot nach 14 Stunden gebacken. Vorteig hier morgens um 9 Uhr angesetzt, um 19 Uhr den Hauptteig, am späteren Abend in den Kühlschrank gestellt und am nächsten Tag um die Mittagszeit gebacken.

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World Bread Day 2017: Kurkumabrot mit Kürbiskernen

Das Dutzend ist voll: schon zum zwölften Mal ruft Zorra zum World Bread Day auf! Bisher habe ich noch keinen "Weltbrottag" versäumt – meine bisherigen Beiträge findet Ihr in diesem Blogeintrag vom letzten Jahr.

Vor einiger Zeit wies mich Foodfreak auf das eBook Natural Leavenings* von Matteo Festorazzi, einem italienischen Bäcker hin (hier ein Einblick über Google Books). Die meist sehr grobporigen, rustikalen Brote erregten meine Aufmerksamkeit und erinnerten mich teilweise an Tessiner Brote wie das Vallemaggia. Einen echten Hingucker fand ich ein Brot mit Kurkuma und Kürbiskernen. Die ersten Backversuche nach Rezepten aus diesem Buch verliefen allerdings nicht komplett zufriedenstellend.

Für den World Bread Day habe ich einen zweiten Versuch gestartet. Die Kurkuma-Menge hatte ich schon beim ersten Versuch von 50 g auf 35 g reduziert: das reicht locker aus, um eine kräftig gelb gefärbte Krume zu bekommen. Der Teig mit einem schwachen Mehl (Festorazzi empfiehlt Mehl mit 8% Eiweißgehalt – mein verwendetes 405er hat schon 10% ) war beim ersten mal ausgesprochen weich und nur mit Mühe zu bändigen. Ich habe diesmal beim Hauptteig eine Mischung aus Weizenmehl Type 550 und 405 eingesetzt, was wesentlich angenehmer zu verarbeiten war. Die Kürbiskerne habe ich diesmal gleich zu Ende der Knetzeit des Hauptteiges mit zugegeben und nicht erst beim vorletzten Stretch&Fold-Zyklus: das hatte zu einer sehr ungleichmäßigen Verteilung der Kerne geführt, wie man hier sieht. Die Menge habe ich gleichzeitig von 120 g auf 100 g gekürzt.

Kurkuma-Kürbisbrot, ganz

Beim Backen im Ofen (ich habe meinen Elektrosteinbackofen Primus verwendet) gingen die Brote sehr schön auf. Ich habe allerdings den recht schnell verkleisternden Ausbund nach ein paar Minuten im Ofen nochmal nachgeschnitten, was sich als sehr vorteilhaft erwies, da die Brote dann nochmal kräftig an Volumen zulegten.

Kurkume-Kürbisbrot, Anschnitt

Beim Anschnitt zeigt sich das erwünschte Bild einer intensiv gelben, elastischen Krume mit mittleren bis groben Poren. Die Kruste ist schön knusprig und sehr aromatisch. Beim Geschmack kommt das Kurkuma deutlich durch, ohne penetrant zu sein.

Mein Zeitplan: am Vortag 9 Uhr Sauerteig ansetzen, 18 Uhr Hauptteig. Dreimal gefaltet, über Nacht Kühlschrank, 8.30 raus, gegen 12 Uhr backen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kurkumabrote mit Kürbiskernen
Kategorien: Brot, Saat, Gewürz
Menge: 2 Brote à knapp 1 kg Teiggewicht

Zutaten

H SAUERTEIG
20 Gramm   Flüssiger Weizensauerteig
200 Gramm   Wasser
200 Gramm   Weizenmehl Type 550
H HAUPTTEIG
      Sauerteig
550 Gramm   Wasser
400 Gramm   Weizenmehl Type 550
400 Gramm   Weizenmehl Type 405
35 Gramm   Gemahlenes Kurkuma
100 Gramm   Geröstete Kürbiskerne
24 Gramm   Salz

Quelle

  eigenes Vorgehen nach einer Idee von
  Matteo Festorazzi
  Natural leavenings
  Erfasst *RK* 11.10.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Morgen des Vortages den Sauerteig ansetzen und 8-10 Stunden reifen lassen.

Beide Mehle und Kurkuma in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Den Sauerteig im Wasser lösen, zum Mehl geben und 1-2 Minuten einkneten, dann 30 Minuten ruhen lassen.

Das Salz einrieseln lassen und 4 Minuten auf Stufe 1 kneten, dann 3 Minuten auf Stufe 2 kneten. Jetzt die Kürbiskerne dazu schütten und nochmal 1 Minute auf niedriger Stufe einkneten. Der Teig löst sich von den Rändern der Schüssel und ist schön elastisch. Den Teig in eine geölte Gärbox mit Deckel geben.

Den Teig in der Box 3-4 mal im Abstand von 30 Minuten dehnen und falten. Die Box bei 4°C für 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Am Morgen die Box herausnehmen und den Teig 1 Stunde akklimatisieren lassen.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, halbieren und grob rund formen. Abgedeckt 5 Minuten ruhen lassen, dann zu länglichen Laiben formen und mit der Naht nach oben in gut bemehlten Gärkörben etwa 2 bis 2 1/2 Stunden gehen lassen.

Rechtzeitig den Backofen mit einem Backstein auf 260°C vorheizen.

Die Brote auf einen mit Backpapier belegten Brotschieber stürzen, der Länge nach mit flach gehaltener Klinge relativ stark einschneiden und mit wenig Dampf einschießen (falls die Brote nicht schön aufreißen, nochmal nachschneiden, wenn die Brote ein paar Minuten im Ofen sind). 10 Minuten backen, dann die Temperatur auf 240°C reduzieren und weitere 35 Minuten backen (Petra: gebacken im Primus: eingeschoben bei 260°C, 45 Minuten gebacken mit fallender Temperatur, dabei gegen Ende die Türe mehrmals kurz geöffnet, um Dampf abziehen zu lassen).

Auf einem Rost abkühlen lassen.

Anmerkung Petra: Die Brote haben eine knusprige, aromatische Kruste, und eine elastische (chewy), mittel- bis grobporige Krume von auffällig gelber Farbe. Deutlicher, aber nicht penetranter Geschmack nach Kurkuma. Gefällt mir sehr gut!

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*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann.

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