Szechuanküche III: Trocken-gebratene grüne Bohnen – gan bian si ji dou

Bleibt noch die Gemüsebeilage neben dem rotgeschmorten Rindfleisch und  dem Hähnchen mit Chilis nachzutragen: Trocken-gebratene grüne Bohnen, die mit einem kleinen Anteil Hackfleisch zubereitet werden.

Bohnen
werden bei uns hier im Allgemeinen in Flüssigkeit gegart. Mir war das
Frittieren von grünen Bohnen in Öl zum erstenmal beim Rezept "Lachs mit
drei Bohnen" (gibt’s in Kürze hier zu lesen) begegnet. Beim folgenden
Rezept kann man die Bohnen zwar auch auf die
Schnelle frittieren, traditioneller ist es aber, sie in wenig Öl
langsam pfannenzurühren, bis sie gar und leicht runzlig sind. Ich
finde, dadurch bekommen sie eine sehr schöne Konsistenz: sie sind zwar
gar, behalten aber doch eine gewisse Festigkeit. Eine kleine Menge
würziges Hackfleisch ergänzt das Gericht, es gibt aber auch eine
vegetarische Variante.

Auf
die Zugabe der "Tianjin preserved vegetables" musste ich leider
verzichten, dafür muss ich erst noch eine Bezugsquelle finden (das
sollte wohl so oder so aussehen).

Für die Identifizierung asiatischer Zutaten greife ich übrigens gerne auf die Bücher The Asian Grocery Store Demystified von Linda Bladholm oder Bruce Costs Asian Ingredients : A Guide to the Foodstuffs of China, Japan, Korea, Thailand and Vietnam zurück.
Während im ersteren nur wenige Rezepte im Anhang stehen, werden
bei Cost in jedem Kapitel Rezepte mit den jeweiligen Zutaten
vorgestellt.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Trocken-gebratene grüne Bohnen I - gan bian si ji dou
Kategorien: Beilage, Gemüse, Hackfleisch, China
     Menge: 4 Personen*

    280     Gramm  Grüne Bohnen
                   Erdnussöl
     85     Gramm  Schweinehackfleisch
      2      Teel. Shaoxing Koch-Reiswein
      2      Teel. Sojasacue
      2      Essl. Sichuan ya cai oder Tianjin eingelegtes Gemüse*;
                   -fein gehackt
                   Salz
      1      Teel. Sesamöl

============================== QUELLE ==============================
                   nach
                   Fuchsia Dunlop
                   Land of Plenty
                   -Erfasst *RK* 29.01.2005 von
                   -Petra Holzapfel

*4 Personen mit 3 anderen Gerichten

Die Bohnen putzen und fädeln. In etwa 5 cm lange Stücke brechen.

2 El Öl in einem Wok erhitzen, die Bohnen zugeben und über mittlerer
Hitze etwa 6 Minuten rühren, bis sie weich sind und die Haut etwas
runzlig geworden ist. aus dem Wok nehmen und beiseite stellen (Um
Zeit zu sparen, kann man die Bohnen auch kurz bei 175°C frittieren).

Weitere 2 El Öl im Wok bei starker Hitze erhitzen und das
Hackfleisch unter Rühren 30 Sekunden braten, dann den Wein und die
Sojasauce mit einrühren.

Das eingelegte Gemüse beifügen und kurz heiß werden lassen, dann die
Bohnen zugeben und umrühren. Nach Geschmack salzen.

Vom Feuer nehmen, das Sesamöl einrühren und servieren.

Dies ist eines der bekanntesten Gemüsegerichte der Szechuanküche.
Die grünen Bohnen werden normalerweise bei mittlerer Hitze in der
Pfanne rührgebraten, bis sie weich und etwas runzelig sind.
Heutzutage werden sie allerdings in vielen Restaurants frittiert, um
die Garzeit zu verringern. Wenn man sie weniger ölig haben möchte,
kann man sie auch dämpfen oder kochen und so dem gebratenen
Hackfleisch zugeben. Diese Methode ist zwar nicht authentisch,
bringt aber auch ein ausgezeichnetes Ergebnis.

Anmerkung Petra: Sehr gut. Bohnen werden beim Rührbraten zwar weich,
behalten aber trotzdem eine angenehm feste Konsistenz.

*das eingelegte Gemüse hatte ich nicht. Im Buch "Asian Ingredients"
findet sich aber auch ein Rezept für diese Bohnen, was ohne das
eingelegte Gemüse auskommt.

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Szechuanküche II: Rotgeschmortes Rind mit weißem Rettich – hong shao niu rou

Zweites Hauptgericht neben dem Hähnchen mit Chilis war "Rotgeschmortes Rind mit weißem Rettich", ebenfalls aus Fuchsia Dunlops empfehlenswerten Buch  land of plenty – A Treasury of Authentic Sichuan Cooking.

Für
die im Rezept genannten "short ribs" verwende ich Querrippe – ein
preiswertes Fleisch, was sich wunderbar schmoren lässt und bei
ausreichend langer Schmurgeldauer zart, saftig und aromatisch ist.
(Eine Tabelle mit den Bezeichnungen für Rindfleischschnitte in
veschiedenen Sprachen gibt’s übrigens hier.)
Die lange Schmorzeit hat auch den Vorteil, dass man sich beim
Fertigstellen der Mahlzeit voll auf die anderen kurzgebratenen Gerichte
konzentrieren kann – eines ist jedenfalls schon fertig 🙂

Die Besonderheit bei den rotgeschmorten Gerichten aus Szechuan ist die reichliche Verwendung von Chili-Bohnen-Sauce, die dem Gericht eine schöne rote Farbe und eine pikante Schärfe gibt.

Die
Fleischstücke werde ich beim nächsten Mal kleiner schneiden, damit man
sie auch problemlos mit Stäbchen essen kann. Fuchsia Dunlop nennt als
Ersatz für den Rettich Kohlrabi, den habe ich verwendet und erst kurz
vor dem Servieren zugegeben, damit er seine Knackigkeit bewahrt und so
einen schönen Kontrast zum zarten Fleisch bildet.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Rotgekochtes Rind mit weißem Rettich*
Kategorien: Fleisch, Rind, Gemüse, Asien
     Menge: 4 Personen**

  1 1/4        kg  Querrippe (Orig: short ribs o.ä.)
      1            Ingwerstück a 5 cm, ungeschält
      2            Frühlingszwiebeln, das Grüne und das Weiße
      3      Essl. Erdnussöl
      6      Essl. Chili-Bohnen-Paste (Szechuan)
      1       Ltr. Rinderbrühe
      4      Essl. Shaoxing Koch-Reiswein, ersatzweise Sherry medium
      2      Teel. Dunkle Sojasauce
      1      Teel. Szechuanpfeffer
      1            Sternanis
      1            Schwarzer Kardamom
    600     Gramm  Weißer Rettich (Daikon), ersatzweise Kohlrabi
                   -(Petra: 2 Kohlrabi)
                   Salz
                   Koriandergrün; zum Garnieren

============================== QUELLE ==============================
                   nach
                   Fuchsia Dunlop
                   Land of Plenty
                   -Erfasst *RK* 28.01.2005 von
                   -Petra Holzapfel

*hong shao niu rou

**Für 4 als Hauptspeise mit Reis, für 6 mit 3 oder 4 anderen
Gerichten

Das Rindfleisch in kochendem Wasser 1-2 Minuten blanchieren, bis der
Schaum an die Oberfläche steigt, dann das Fleisch unter fließendem
Wasser abspülen. Das Fleisch in Stücke von 2,5 bis 5 cm Größe
schneiden (Da ich Querrippe mit Knochen verwendet habe, habe ich das
Fleisch nur zwischen den Rippen zerteilt). Den Ingwer mit dem
Küchenbeil (oder einem schweren Gegenstand) leicht anquetschen. Die
Frühlingszwiebeln jeweils in 2-3 Stücke schneiden.

Das Öl in einem Schmortopf mit schwerem Boden erhitzen. Sobald es
heiß ist, die Chili-Bohnenpaste einrühren und etwa 30 Sekunden
rühren, bis das Öl rot wird und stark duftet. Die Brühe zugießen,
das Fleisch, Wein, Ingwer, Frühlingszwiebeln, Sojasauce, Gewürze und
Salz nach Geschmack zugeben. Alles zum Kochen birngen, nach Bedarf
abschäumen, die Hitze reduzieren und sanft etwa 2 Stunden simmern
lassen, bis das Fleisch ganz zart ist (Ich habe den Topf zugedeckt
für 2 1/2 bis 3 Stunden in den auf 160°C geheizten Backofen gestellt,
dann das Fleisch herausgenommen, die Knochen entfernt, Stücke jetzt
kleinschneiden).

Wenn das Fleisch fast fertig ist, Rettich oder Kohlrabi putzen und
in Stücke von der Größe des Fleisches schneiden. Bei Verwendung von
Rettich diesen kurz blanchieren, um die Schärfe zu nehmen. Das
Gemüse zum Fleisch geben, gegebenenfalls noch Brühe oder Wasser
nachfüllen und weitersimmern lassen, bis es gerade eben zart ist.
Bei Bedarf die Sauce bei erhöhter Temperatur etwas reduzieren lassen.
Falls notwendig, salzen. Mit Koriandergrün bestreut servieren.

Laut Fuchsia Dunlop wird beim Rotkochen in Szechuan nicht Sojasauce,
sondern großzügig Chili-Bohnenpaste als Hauptaroma eingesetzt. Das
Gemüse soll einen knackigen Kontrast zur weichen Textur des
Fleisches darstellen. Man kann das Gericht auch prima als
Schmorgericht mit Kartoffelgericht servieren. Anstelle von Rind kann
man auch Lamm verwenden.

Anmerkung Petra: Ausgezeichnet, lässt sich prima vorbereiten und
muss dann nur noch erhitzt werden. Ich hatte die Fleischstücke etwas
groß gelassen, beim nächsten Mal kleiner schneiden. Die
Kohlrabistifte relativ bissfest gelassen, machen sich prima.
Koriandergrün hatte ich nicht.

Dazu trockengebratene Bohnen I und Hähnchen mit Chilis sowie Reis.
Passte supergut zusammen.

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Szechuan-Küche I: Hähnchen mit Chilis – la zi ji

Für Freitag stand wieder chinesische Küche auf dem Speiseplan – Szechuanküche, um genau zu sein. Nach dem Erfolg mit gong bao ji ding habe ich mir drei weitere Gerichte aus dem Buch  land of plenty – A Treasury of Authentic Sichuan Cooking von Fuchsia Dunlop ausgesucht:

Das erste passt wirklich ausgezeichnet zum Titel dieses Blogs 😉

"Hähnchen
mit Chilis" (la zi ji) klingt ja noch relativ unverfänglich – es kommen
allerdings 60 g (in Worten: sechzig Gramm!) getrocknete Chilis auf 300
g Hähnchenbrustfilet.

Szechuan-Chilis
(Tien Tsin, 60 000 Scoville Einheiten) hatte ich leider nicht, ich
habe sie durch die etwas "milderen" indischen Sanaam-Chilis (40 000
Scoville Einheiten) von Penzeys ersetzt, auf deren Seiten finden sich
auch Fotos der
beiden Sorten. Die Chilis werden mit der Schere halbiert und die Kerne
entfernt – eine etwas zeitaufwändige Arbeit, die man besser schon etwas
im Voraus erledigt.

Das
Kochen ist dann ganz rasch erledigt: die 30 Minuten marinierten
Hähnchenstücke frittiert man kurz in reichlich Öl. Nun etwas Öl in
einem Wok erhitzen (hier habe ich eine meiner neuen schmiedeeisernen Pfannen eingesetzt),
Ingwer- und Knoblauchscheiben anbraten, dann die Chilis und
Szechuanpfeffer darin leicht rösten (Abzug nicht vergessen!).
Hähnchenstücke und Frühlingszwiebeln dazugeben, kurz durchrühren –
fertig!

Wegen
der vielen Chilis braucht man übrigens nicht zu erschrecken: diese
werden nicht mitgegessen. Man pickt sich einfach die Fleischstücke
heraus, der Rest bleibt zurück.

Bei der Zusammenstellung der Speisen sollte man beachten, dass dieses leckere Gericht praktisch keine Sauce mitbringt. Das rotgeschmorte Rind und die trocken-gebratenen Bohnen passten deshalb sehr gut dazu.

Guang
Zhen wollte übrigens unbedingt Fotos vom Essen haben, damit er seinen
Freunden zeigen kann, dass es bei uns "richtiges" chinesisches Essen
gibt 🙂

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Hähnchen mit Chili - la zi ji
Kategorien: Geflügel, Hahnchen, China
     Menge: 4 Personen*

    300     Gramm  Hähnchenbrustfilets (etwa 2 Stück, ich hatte 4
                   -kleine, zusammen etwa 500 g**)

============================= MARINADE =============================
      2      Teel. Shaoxing Koch-Reiswein; erstzweise Sherry medium
      1      Teel. Helle Sojasauce
      1      Teel. Dunkle Sojasauce
    1/4      Teel. Salz

=============================== SOWIE ===============================
     60     Gramm  Getrocknete Chilis***
                   Erdnussöl zum Frittieren
      2            Knoblauchzehen; in Scheiben
                   Frische Ingwerknolle; gleiche Menge; in Scheiben
      1      Essl. Szechuanpfeffer
      2            Frühlingszwiebeln; nur das Weiße; in jeweils 3
                   -Stücke geschnitten
                   Salz; nach Geschmack
      1     Prise  Zucker; großzügig
      2      Teel. Sesamöl

============================== QUELLE ==============================
                   nach
                   Fuchsia Dunlop
                   Land of Plenty
                   -Erfasst *RK* 28.01.2005 von
                   -Petra Holzapfel

*Für 4 mit 2 oder 3 anderen Gerichten als Teil eines chinesischen
Essens

Wenn man diesem Gericht zum ersten Mal begegnet, erscheint es
beängstigend scharf: die Hühnerfleischstücke umringt von
unglaublichen Mengen blutroter Chilis. Aber tatsächlich ist es gar
nicht so besonders scharf. Die Chilis, die diesem Essen beigegeben
werden, dienen lediglich dazu, ihm Duft zu verleihen und dem Bratöl
eine gewisse pikante Schärfe zu geben. Die Gäste picken sich die
Fleischstücke mit den Stäbchen heraus und lassen die Chilis auf der
Platte zurück. Das GEricht ist eine Spezialität von Chongqing. In
Szechuan verwendet man gewöhnlich das Hähnchen mit Knochen, was zwar
ein intensiveres Aroma, aber auch ein mühsameres Essen bedeutet. Das
Wichtigste ist, die Chilis nicht zu verbrennen, sie müssen ihre
herrliche rote Farbe behalten.

Das Hähnchenbrustfilet in Stücke von etwa 2,5 cm Kantenlänge
schneiden und in eine kleine Schüssel geben. Die Zutaten für die
Marinade hinzufügen, gut mischen und etwa 30 Minuten stehen lassen.

Die Chilis mit einer Schere halbieren und so viele Kerne wie möglich
entfernen (Küchenhandschuhe tragen).

Das Fritieröl sehr hoch erhitzen (Petra: 180°C, hoher Stahltopf).
Das Hühnerfleischzugeben und alles etwa 4-5 Minuten frittieren, bis
die Stücke goldbraun und gar sind. Gut abtropfen lassen und beiseite
stellen.

3 El Öl in einem Wok bei mittlerer Hitze heiß werden lassen.
Knoblauch- und Ingwerscheiben zufügen und rühren, bis sie duften und
beginnen, Farbe zu nehmen. Nun die Chilis und dien Szechuanpfeffer
zugeben und 10-20 Sekunden rühren, bis das Öl würzig ist und duftet
(Petra: Abzug!). Die Chilis dürfen nicht verbrennen, evtl. den Wok
kurz vom Feuer nehmen, falls das Öl zu heiß erscheint. Die
Hähnchenstücke und die Frühlingszwiebel zufügen und alles umrühren.
Salzen und eine kräftige Prise Zucker zugeben. Alles gut umrühren,
so dass das Hähnchen gut vom duftenden Öl überzogen sind. Die Pfanne
vom Feuer nehmen, das Sesamöl einrühren und servieren.

Anmerkung Petra:

**Zutaten für Marinade 1 1/2 fach genommen, Rest so gelassen.
Relation Fleisch/Chilis würde ich wieder so wählen.

***ich habe 60 g indische Sanaam-Chilis (Penzeys) verwendet. Das
Entkernen dauert seine Zeit ;-)

Sehr lecker und hat durchaus eine gewisse Schärfe! Dazu rotgekochtes
Rind mit Kohlrabi (gut, da das Hähnchen praktisch keine Sauce hat),
trockengebratene Bohnen und Reis. Klasse Zusammenstellung.

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Schweinefilet süß-sauer

Wie schon erwähnt haben wir inzwischen herausgefunden, dass eines der Lieblingsrezepte von Guang Zhen Schweinefilet süß-sauer ist. Letzte Woche habe ich daraufhin mal meine diversen chinesischen Kochbücher und das Internet nach Rezepten durchforstet.

Zusammengeköchelt habe ich dann ein bisschen was von hier, ein bisschen was von da – und das Ergebnis war prima, Guang Zhen begeistert! Wie in Pei Mei’s Chinese Cook Book Vol I (zweisprachig chinesisch/englisch – günstig bei  Ebay ersteigert) habe ich das Fleisch direkt bevor es in die Sauce gegeben wird, ein zweites Mal kurz frittiert. Es bleibt übrigens wunderbar zart und saftig!

Übrigens: Wenn man grüne Paprika verwendet, wird das Ganze noch ein bisschen farbenfroher – ich hatte allerdings nur rote da.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Schweinefilet süß-sauer
Kategorien: Fleisch, Schwein, Gemüse, China
Menge: 4 Portionen

Zutaten

500 Gramm Schweinefilet
H MARINADE
1 Essl. Reiswein
2 Essl. Dunkle Sojasauce
H SAUCE
5 Essl. Ketchup
5 Essl. Reisessig
5 Essl. Zucker
5 Essl. Ananassaft
3 Essl. Sojasauce
3 Essl. Wasser
2 Teel. Sesamöl
H TEIG
1 Ei
1 Eigelb
1 Essl. Speisestärke
1/2 Tasse Speisestärke; zum Wenden
Öl; zum Frittieren
H GEMÜSE
2 Essl. Öl
4 Mu-Err Pilze
1 mittl. Zwiebel
1 Rote oder Grüne Paprikaschote
2-3 mittl. Möhren
4 Scheiben Ananas, frisch oder aus der Dose (Petra: frische)
H ZUM BINDEN
2 Teel. Speisestärke
2 Teel. Wasser

Quelle

eigenes Rezept
Erfasst *RK* 24.01.2005 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Schweinefilet putzen und in Stücke von etwa 1 1/2 x 2 1/2 cm Kantenlänge schneiden. Fleischstücke mit der Marinade vermischen und mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Die Zutaten für die Sauce verrühren und beiseite stellen.

Die Pilze mit kochendem Wasser überbrühen und mindestens 30 Minuten quellen lassen. Dann evtl. feste Stelle entfernen und Pilze in nicht zu kleine Stücke schneiden. Gemüse putzen, Paprika und Zwiebel in Stücke von etwa Fleischgröße schneiden, Möhren in Scheiben schneiden. Die Möhren in kochendem Salzwasser bissfest blanchieren. Die Ananasscheiben in Stücke schneiden.

Das Öl auf 180°C erhitzen.

Die Zutaten für den Teig verrühren und zu den Fleischwürfeln geben, gut vermischen. Die Fleischstücke einzeln in der Speisestärke wenden und portionsweise 2-3 Minuten im heißen Öl frittieren, bis sie außen braun sind. Herausnehmen und in einer Schüssel zwischenlagern. Das Öl auf 180°C halten.

2 El Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok erhitzen und Zwiebeln und Paprika bei starker Hitze anbraten. Nun Möhren und Pilze zugeben und die Temperatur etwas reduzieren. Die Sauce angießen, umrühren und mit der angerührten Speisestärke binden.

Die gesamten Fleischwürfel nochmal kurz (am besten in einem Fritierkorb) ins heiße Öl geben, abtropfen lassen und sofort mit den Ananaswürfeln in die Sauce geben. Alles durchrühren und sofort servieren.

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Ma Po Doufu

Meine Reisvorräte (Duftreis und Basmatireis) neigen sich langsam dem Ende zu. Normalerweise sorgt Helmut für Nachschub, doch für die nächste Zeit ist kein Termin in Regensburg in Sicht. Zudem ist es Glücksache, einen Parkplatz in der Nähe der dortigen gut sortierten Asialäden zu bekommen – und die Einkaufsliste ist meist lang und die Taschen schwer…

Also habe ich ich’s mir bequem gemacht und eine Bestellung bei Gourmondo aufgegeben. Da bleibt nicht aus, dass man auch ein bisschen im sonstigen Sortiment stöbert – und was soll ich sagen – man entdeckt doch tatsächlich immer noch ein paar Sachen, die man brauchen kann 😉

Auf meinen Eintrag über gong bao ji ding hatte ich eine sehr nette Mail von Anne erhalten, die Sinologie studiert hat und mir mit den chinesischen Schriftzeichen weiterhelfen konnte. Unter den von ihr erfassten Rezepten in meiner Rezeptdatenbank fand sich auch das Rezept mit dem hübschen Titel „Ma Po Doufu – Doufu nach Art der pockennarbigen Alten“.

Dieses Rezept ist ein Klassiker der Szechuanküche. Hauptzutat ist Tofu – und zwar am besten Seidentofu, der mit einer scharfwürzigen Sauce kombiniert wird. Weitere Zutat ist gehacktes oder kleingeschnittenes Rindfleisch (daher ist das Rezept auch in dieser Rubrik gelandet), man kann es aber auch weglassen und so ein vegetarisches Essen daraus machen. Seidentofu habe  ich vorher noch nie mit Bewusstsein wahrgenommen, als er mir jetzt unter der Bezeichnung „Silken Tofu“ bei Gourmondo begegnete, habe ich ihn gleich mitbestellt und wieder ein chinesisches Essen eingeplant. Die Waren wurden übrigens sehr schnell geliefert und auch die frischen Sachen waren in einem tadellos gekühlten Zustand 🙂 Seiden-Tofu hat übrigens eine ganz andere Konsistenz als der bei uns normalerweise erhältliche Tofu: er ist zwar schnittfest, aber dabei sehr weicher – wie etwa eine Panna cotta mit wenig Gelatine oder ein Karamelflan.

Das Essen war dadurch auch prima für Moritz geeignet, der durch seine neue Zahnspange immer noch nicht richtig kauen kann.

Neben rotgeschmortem Zander gab’s noch ausgesprochen leckere  gebratene Pepperoni (dafür hatte ich in Ermangelung der „großen dunkelgrünen Pepperoni, wie sie oft in türkischen Gemüseläden zu finden sind“ hellgrüne türkische Spitzpaprika verwendet)

Übrigens: auch English Patis hat kürzlich Ma Po Tofu gekocht!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Ma Po Doufu – Doufu nach Art der pockennarbigen Alten
Kategorien: Hauptspeise, Hack, Rind, China, Scharf
Menge: 4 Portionen

Zutaten

500 Gramm Doufu (am besten Seidendoufu)
200 Gramm Mageres Rinderhack
-(Edelvariante: Filet, kleingeschnitten)
3 Frühlingszwiebeln
3 Knoblauchzehen
Öl
H SAUCE
1 Teel. Ingwer, kleingeschnibbelt
1 Essl. Fermentierte schwarze Bohnen (Asia-Shop)
2 Chilis
2 Essl. Helle Sojasauce
2 Teel. Scharfe Bohnenpaste
1/2 Teel. Salz
1 1/2 Teel. Zucker
2 Teel. Sichuan-Pfeffer (wichtig! säuerlicher
-Nachgeschmack)
250 ml Hühnerbouillon
1 Essl. Speisestärke
Erfasst *RK* 02.10.2002 von
Anne L. Tobing

Zubereitung

Doufu in kleine Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln kleinschneiden, Fleisch (wenn am Stück) ebenfalls kleinschneiden.

Fleisch anbraten, die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch dazugeben. Anschließend Ingwer, die Bohnenpasten, Chilis sowie die Sojasauce hineingeben und 1 1/2 Min. pfannenrühren. Übrigen Zutaten zufügen, mit Ausnahme der Speisestärke. Doufu zugeben und 5 Min. simmern lassen. Dann Stärke, in kaltes Wasser angerührt, zugeben.

Hartgesottene können kurz vorm Servieren noch einige kleingemörserte Chilis oder Sichuan-Pfeffer drüberstreuen.

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Gebratenes Huhn mit Zitronengras, Ingwer und Chili

Nachzutragen ist noch das zweite Hähnchengericht, was ich neben Gong Bao gemacht habe: ein vietnamesisches Gericht mit Zitronengras, Ingwer und Chili.

Hierfür
werden die Hähnchenschenkel entbeint – da macht zwar etwas mehr Arbeit,
als Hähnchenbrustfilets zu verwenden, dafür ist dieses Fleisch besonders saftig. Als Resteverwertung habe ich noch eine rote Paprikaschote
mitgegart, optisch sehr gut 🙂 Minze zur Garnitur hatte ich leider
keine.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: Gebratenes Huhn mit Zitronengras, Ingwer und Chili
Kategorien: Geflügel, Hähnchen, Vietnam
     Menge: 4 Portionen

      2      Essl. Öl
      2     mittl. Braune Zwiebeln, grobgehackt
      4            Knoblauchzehen, feingehackt
      5        cm  Frischer Ingwer, feingeraspelt
      3   Stängel  Zitronengras (nur der weiße Teil), in feine
                   -Ringe geschnitten
      2      Essl. Grüne Chillies, gehackt
    500     Gramm  Hühnerschenkel, fein filetiert
      2      Teel. Zucker
      1      Essl. Fischsauce zum Garnieren: frische
                   -Korianderblätter
                   Vietnamesische Minze, feingehackt

============================== QUELLE ==============================
                   Das große Buch der asiatischen Küche
                   -Erfasst *RK* 07.12.2004 von
                   -Petra Holzapfel

Öl in einem Wok erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Zitronengras
und Chili zugeben und 3-5 Minuten bei mittlerer Hitze unter
ständigem Rühren anbräunen.

Den Wok stark erhitzen, Fleisch hineingeben und wenden. Zucker
darüber streuen und 5 Minuten unter regelmäßigem Wenden weitergaren.

Fischsauce zugeben, noch 2 Minuten weitergaren und mit Koriander und
Minze garniert servieren.

Vorbereitungszeit: 30 Minuten Gesamtkochzeit: 20 Minuten

Anmerkung Petra: Ich habe nach dem Fleisch noch 1 Paprikaschote in
Streifen zugegeben. Farblich und geschmacklich gut :-)

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