Kartoffel-Stierum my way, eine knusprige Kartoffelbeilage

Schon vor Jahren habe ich mir das Rezept von Stuttgart Cooking für

Kartoffel-Stierum mit grünem Spargel und Estragon-Käsesauce

Grünen Spargel mit Estragon-Käsesauce und Kartoffel-Stierum abgespeichert. Jetzt fiel es mir wieder in die Hände und wie jedesmal blieb mein Auge vor allem an der goldbraunen Kartoffelbeilage hängen. Jeder, der hier schon länger mitliest, weiß, dass ich bei knusprigen Kartoffelzubereitungen schwach werde 😉

Making of Collage

Für das Rezept kocht man geschälte Kartoffeln als Salzkartoffeln, lässt sie kurz ausdampfen, zerstampft sie dann fein und vermischt sie mit Mehl. Weil Hannes in seinem Rezept schrieb „wie beim Brandteig“, habe ich die Kartoffeln direkt  im heißen Topf zerdrückt und dann zusammen mit etwas Mehl auf der heißen Herdplatte abgerührt, so wie man das eben bei Brandteig macht. Wie ich erst später gesehen habe, verrührt er bei anderen Stierum-Rezepten auf seiner Seite einfach die zerdrückten Kartoffeln mit Mehl, ohne sie „abzubrennen“. Ich bekam mit meiner Methode übrigens mit deutlich weniger Mehl aus als im Original angegeben und erhielt dennoch eine klebrige und gut zusammenhaltende Masse. Die habe ich in unregelmäßige Stücke von der Größe eines Tischtennisballs zerzupft.

Kartoffel-Stierum

Mehr Unregelmäßigkeiten bei der Form ergeben mehr knusprige Stellen! Die Stücke brät man in einer großzügigen Portion Öl von allen Seiten knusprig braun und lässt sie dann kurz auf Küchenpapier abtropfen.

Kartoffel-Stierum mit grünem Spargel und Estragon-Käsesauce auf dem Teller

Da mich das Ergebnis von der Konsistemz her begeistert hat, werde ich bei meiner Version bleiben. Wie von Hannes empfohlen gab es hier grünen Spargel und eine Estragon-Käsesauce dazu.

Dieses Kartoffel-Stierum lässt sich überall da servieren, wo man normalerweise Kroketten wählen würde.

Obwohl ich gebürtige Schwäbin bin, war mir der Begriff Stierum unbekannt. Er wird wohl allgemein für Kratzede (die kenne ich!) bzw. einen salzigen Schmarren verwendet. Ein Rezept für einen Frühlings-Stierum findet sich übrigens bei Simone von Zimtkringel.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Kartoffel-Stierum my way
Kategorien: Beilage, Kartoffel
Menge: 2 Personen

Zutaten

500 Gramm Mehlige Kartoffeln
75 Gramm Mehl; Menge anpassen
Rapsöl; zum Braten
Salz
Etwas Geriebene Muskatnuss

Quelle

modifiziert nach
Stuttgart Cooking
Erfasst *RK* 28.05.2024 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, je nach Größe halbieren oder vierteln und in Salzwasser gar kochen. Kartoffeln abgießen und auf der heißen Herdplatte kurz ausdämpfen lassen. Die Kartoffeln im Topf zerstampfen, mit Salz und etwsa Muskatnuss würzen. Das Mehl über die Kartoffeln sieben und alles mit einem Kochlöffel kräftig umrühren, bis die Masse das Mehl komplett aufgenommen hat und klebrig zusammenhält. Den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Die Masse mit den Händen in unregelmäßige Stücke von der Größe eines Tischtennisballs zerzupfen.

Das Stierum in einer Pfanne mit reichlich Öl von allen Seiten knusprig braun ausbacken. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Bis zum Servieren im Backofen bei 70°C warm halten.

Anmerkung Petra: wunderbar knusprige Kartoffelbeilage, dafür lasse ich jede Krikette stehen. Das Abbrennen im Topf stammt von mir – im Original werden die zerdrückten Kartoffeln einfach mit Mehl (125 g auf 500 g Kartoffeln) verrührt.

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6 Antworten auf „Kartoffel-Stierum my way, eine knusprige Kartoffelbeilage“

      1. Also, als Neigschmeckte könnte ich mir diese Kartoffelteilchen besser zu saucigen Fleischgerichten vorstellen, beim
        Spargel hab ich aber die Kratzede kennen – und schätzen gelernt.

  1. Bin jetzt an dem merkwürdigen Ausdruck hängengeblieben. Aber ich bin erleichtert, dass selbst Dir, liebe Petra, Stierum nicht geläufig war. Immerhin hast Du damit aber das Geheimnis gelüftet und die Welt erfährt wie gut die sind.

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