Nachgebacken: Steppdeckenkuchen mit Johannisbeeren

Für Runde 9 des Blogs vernetzenden Events Koch mein Rezept durfte ich mich bei Kathrina von Küchentraum und Purzelbaum umsehen, die mir schon als Mitreisende bei diversen kulinarischen Weltreisen bekannt war.

Kathrina bloggt seit 2018, verwendet gerne frische Zutaten und liebt die Welt von Mehl, Wasser und Salz. Das spiegelt sich auch in den Rubriken ihres Blogs wider: da finden sich viele Rezepte für Brote und Brötchen, Kuchen, Muffins, Waffeln und sonstiges Kleingebäck. Daneben gibt es Desserts und Süßspeisen, aber auch Herzaftes kommt nicht zu kurz. Am besten stöbert Ihr selbst mal in ihren Kategorien. Dort finden sich auch die Themenschwerpunkte Ostern, Halloween und Weihnachten – in dieser Zeit sicher nicht ganz uninteressant 😉

Steppdeckenkuchen

Ich habe mich für ihren Steppdeckenkuchen mit Quark entschieden, wobei ich das Rezept halbiert und in einer Springform gebacken habe. Diese Kuchenart mit dem charakteristischen Quarkgitter war mir schon früher im Netz aufgefallen, gebacken hatte ich ihn aber noch nie. Der Grundteig ist eine Abwandlung des früher oft gebackenen Eierlikörkuchens, darauf wird ein Gitter aus Quarkmasse aufgespritzt. Beim Backen geht der Teig stärker auf als das Gitter und so ergibt sich das Bild einer Steppdecke. Bei Kathrina hat mir besonders die Verwendung von Johannisbeeren im Kuchenteig gefallen. Die säuerlichen Beeren sind einfach die perfekte Ergänzung zu dem fluffigen Kuchen mit seinen saftigen Quarkstreifen, deshalb habe ich ihre Menge auch verdoppelt und würde beim nächsten Mal sogar noch mehr nehmen.

Noch ein Wort zum Quark: ich habe 20% Speisequark verwendet, der aber sehr feucht war, dementprechend weich war die Masse. Damit sie nicht gleich wieder aus dem Spritzbeutel läuft, habe ich einen kürzlich irgendwo gesehenen Trick angewandt: wenn der Spritzbeutel noch ungefüllt ist, etwas vom Beutel von oben als Sperre in die Tülle stopfen und erst dann die Spritzmasse einfüllen, so kann nichts herauslaufen. Vor dem Spritzen den Beutel dann wieder glatt ziehen und so die Öffnung freimachen. Beim nächsten Mal würde ich so einen feuchten Quark aber auf jeden Fall abtropfen lassen.

Steppdeckenkuchen Anschnitt

Bei mir gab’s zum Kuchen noch etwas mehr Johannisbeeren in Form meiner geliebten Rysteribs dazu. Ein dickes Danke geht an Kathrina für diese köstliche Kuchen-Vorlage!

Blogger Aktion "Koch mein Rezept - der große Rezepttausch" von @volkermampft

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Steppdeckenkuchen mit Johannisbeeren
Kategorien: Kuchen, Käse, Früchte
Menge: 1 Kuchen Springform 26 cm

Zutaten

H TEIG
2 groß. Eier
90 Gramm Rohrohrzucker
10 Gramm Vanillezucker
100 Gramm Sonnenblumenöl
50 ml Milch
1 Prise Salz
1 Teel. Weinsteinbackpulver
175 Gramm Dinkelmehl Typ 630 P: Weizen 405er
100 Gramm TK-Johannisbeeren; mehr nach Belieben* (frische
-gehen natürlich auch)
1 Essl. Mehl; für die Johannisbeeren
H QUARKMASSE
250 Gramm Quark (20%); möglichst trocken*
15 Gramm Speisestärke
1 Ei
20 Gramm Puderzucker
10 Gramm Vanillezucker
1/2 Teel. Vanilleextrakt
H AUSSERDEM
Puderzucker; zum Bestäuben
Rysteribs, Schütteljohannisbeeren; nach Belieben

Quelle

modifiziert nach
Küchentraum und Purzelbaum
Erfasst *RK* 12.11.2021 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. In eine Springform Backpapier einspannen, den Rand buttern.

Die Johannisbeeren aus dem Tiefkühler holen und mit 1 El Mehl mischen. Bis zur Verwendung beiseite stellen.

Den Quark mit Speisestärke, Puderzucker, Vanillezucker und Vanilleextrakt in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen glattrühren, zum Schluss das Ei unterrühren. Die Quarkmasse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und beiseite legen (ein Tip für weiche Massen: wenn der Beutel noch ungefüllt ist, etwas vom Beutel von oben in die Tülle stopfen und dann erst die Masse in den Beutel einfüllen, so kann nichts herauslaufen. Vor dem Spritzen die Tüte dann wieder glatt ziehen und so die Öffnung freimachen).

Für den Teig Eier, Zucker, Vanillezucker und Salz mit dem Handrührer etwa 8 Minuten dickschaumig aufschlagen. Unter Weiterrühren das Öl zulaufen lassen, dann das mit dem Backpulver gemischte Mehl im Wechsel mit der Milch unterheben. Zuletzt die Johannisbeeren unter den Teig ziehen. Den Teig in die vorbereitete Form geben und glattstreichen.

Den Spritzbeutel mit der Quarkmasse nehmen und damit ein Gitter auf den Teig spritzen.

Den Kuchen in den vorgeheizten Backofen schieben und etwa 30 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Den Kuchen auf einem Rost auskühlen lassen. Die Springform entfernen und den Kuchen mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkung Petra: Sehr leckerer, fluffig-leichter Kuchen mit saftigen Quarkstreifen. Die Johannisbeeren gefallen mir prima darin! Als Variante bieten sich Heidelbeeren an. Bei mir gab es noch etwas Rysteribs (Schütteljohannisbeeren) dazu, eine super Ergänzung.

Im Original doppeltes Rezept als Blechkuchen, wobei dort auch nur 100 g Johannisbeeren verwendet wurden. Ich würde die Menge oben aber evtl. sogar nochmal erhöhen.

*mein 20% Speisequark war sehr feucht, dementsprechend war die Quarkmasse relativ flüssig, was beim Aufspritzen nicht ganz ideal war. Ich würde feuchten Quark beim nächsten Mal etwas abtropfen lassen.

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4 Antworten auf „Nachgebacken: Steppdeckenkuchen mit Johannisbeeren“

  1. Das sieht toll aus, das Rezept ist vermerkt 😀
    Ich verschließe den Spritzbeutel übrigens vor dem Einfüllen immer mit diesen Verschlussclips, mit denen man Tüten etc. zumacht. Einer kommt überhalb der Tülle und nach Bedarf mache ich den Beutel mit einem zweiten auch noch zu. Dann verrutscht nichts (ja, wahrscheinlich bin ich nur zu tolpatschig für die „Spritzbeutel in Tülle“-Variante 😉 )

  2. Liebe Petra, vielen Dank für die liebe Vorstellung. Deine Version des Steppdecken Kuchens gefällt mir ausgesprochen gut. In der Springform gebacken macht der auch viel her. Muss ich auch unbedingt mal noch probieren. Jetzt weiß ich ja, wo ich das passende Rezept dafür finde 😉
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

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