Vaca frita mit Salat von Moros y Cristianos und Mango-Salsa

Die kulinarische Weltreise von Volker mampft entführt uns im kalten Februar in die karibische Sonne – es geht nach Kuba!

Ich habe gleich mal ein paar einschlägige Kochbücher aus dem Regal genommen und mich an’s Stöbern gemacht. Hängen geblieben bin ich in Memories of a Cuban Kitchen* bei Vaca frita – der „frittierten Kuh“.

Vaca frita mit Salat von Moros y Cristianos und Mango-Salsa

So sieht die „Kuh“ auf dem Teller aus: eine Art knusprig gebratenes Pulled Beef, mit dem Klassiker Moros Y Cristianos (schwarze Bohnen und Reis), hier als Salat und einer Mango Salsa.

Vaca frita - das Fleisch

Nach der Entscheidung für Vaca frita bin ich im Netz auf die Suche nach Rezeptvariationen gegangen. Ich bin dann via The Girl Who Ate Everything auf ein Rezept von Cooks illustrated gestoßen: dort wird anstelle des traditionell verwendeten Flank Steaks chuck-eye roast, also ein Stück aus der Schulter empfohlen, was saftigeres Fleisch liefert.

Ich habe mich nach einiger Recherche für dickes Bugstück/dicke Schulter entschieden. Der Metzger meinte dann auch gleich: Sie wollen pulled beef machen? Scheint also zu passen 🙂

Als schonende Garmethode habe ich den Slowcooker gewählt, wobei ich das große Stück nach 7 Stunden grob zerteilt habe, da es mir noch sehr fest erschien.

Vaca frita - marinieren

Wenn das Fleisch so weich ist, dass es auseinanderfällt, wird es geschreddert. Hier war der Cooks illustrated-Tipp nützlich, die Fleischstücke zuerst mit einem Fleischklopfer flach zu schlagen und dann von Hand zu zerfieseln.

Die Fleischfasern werden nun am besten über Nacht in einer Mischung aus Bitterorangen- und Limettensaft und etwas Knoblauch mariniert und zum Servieren in einer Pfanne portionsweise knusprig gebraten.

Vaca frita Beilagen

Hier nochmal die Beilagen: der Salat von Moros y Cristianos nach Neue kubanische Küche* und eine Mango-Salsa nach Bobby Flay’s Grilling for Life*.

Weitere kubanische Rezepte im Blog:

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Vaca frita
Kategorien: Fleisch, Rind, Slowcooker, Kuba
Menge: 4 bis 6 Personen

Zutaten

H ZUM GAREN
1,2 kg Dickes Bugstück, dicke Schulter (traditionell
-Flank Steak*)
400 ml Fleischbrühe (traditionell Salzwasser)
1 Teel. Salz
1 Teel. Pfefferkörner
1 Zwiebel; geviertelt
1 groß. Knoblauchzehe; halbiert, angequetscht
2 Lorbeerblätter
H MARINADE
120 ml Bitterorangensaft; Menge anpassen
1 Limette: Saft
2 Knoblauchzehen; zermust
Salz
Pfeffer
H ZUM BRATEN
1-2 groß. Zwiebeln; in Streifen
1 Limette; in Vierteln, zum Servieren
Öl

Quelle

modifiziert nach
Mary Urruita Randelman and Joan Schwartz
Memories of a Cuban Kitchen
sowie weiteren Quellen aus dem Internet
Erfasst *RK* 11.02.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Am Vortag beginnen. Das Fleisch mit den angegebenen Zutaten in den Slowcooker geben und garen, bis es so weich ist, dass es auseinanderfällt. Das dauert auf low etwa 8-12 Stunden, auf high etwa 5-6 Stunden. Ich habe nach 7 Stunden auf low das noch sehr feste Fleisch in 6 Stücke zerteilt und auf high geschaltet. Nach weiteren 3 Stunden war das Fleisch so weich wie gewünscht.

Das Fleisch herausnehmen, die Brühe anderweitig verwenden. Das Fleisch (falls nicht schon erfolgt), in grobe Stücke schneiden, in eine Arbeitsschale geben, mit Folie abdecken und mit einem Fleischklopfer platt klopfen. Das Fleisch lässt sich jetzt mit den Händen leicht komplett zerzupfen („Pulled Beef“).

Für die Marinade Bitterorangensaft, Limettensaft und Knoblauch mischen und über das Fleisch geben, salzen und pfeffern. Das Fleisch mindestens 1 Stunde, besser über Nacht im Kühlschrank marinieren.

Das Fleisch aus der Marinade nehmen, überschüssige Flüssigkeit ausdrücken. Eine Platte warm stellen.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebelstreifen darin goldbraun braten, herausnehmen. Wieder etwas Öl in die Pfanne geben und das Fleisch portionsweise (etwa 150 g) locker in der Pfanne verteilen und unter gelegentlichem WEnden knusprig braten. Die Pfanne nicht überfüllen, das Fleisch soll braten und nicht dünsten. Das Fleisch herausnehmen und warm stellen, die nächste Portion in die Pfanne geben. Zum Schluss nochmal alles Fleisch zusammen in die Pfanne geben, die Zwiebeln unterrühren, erhitzen
und abschmecken.

Vaca frita mit Limettenvierteln servieren. Dazu passt weißer Reis, schwarze Bohnen und gebratene Kochbananen. Vaca frita wird auch als Tacofüllung verwendet.

*Anmerkung Petra: Traditionell wird für das Gericht Flank Steak verwendet, das in Wasser weich gekocht wird. U.a. Cook illustrated empfiehlt aber ein Fleischstück, was saftiger bleibt, wie etwa „Boneless beef chuck-eye roast“. Ich habe dickes Bugstück verwendet, was auch für Pulled Beef Verwendung findet. Die Slowcookermethode gart das Fleisch schonend. Ich habe für 2 Personen nur die Hälfte vom gegarten Fleisch (etwa 300 g) mariniert, den Rest für spätere Verwendung eingefroren.

Hier gab’s dazu einen Salat aus Moros y Cristianos (Reis und schwarzen Bohnen) sowie eine leicht pikante Mango-Salsa. Sehr fein!

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Salat von Moros Y Cristianos
Kategorien: Salat, Reis, Hülsenfrüchte, Kuba
Menge: 2 Personen

Zutaten

240 Gramm Gekochte schwarze Bohnen (selbst gekocht oder
-Dose)
75 Gramm Reis (am besten körnig kochend wie parboiled
-oder Spitzen-Langkorn); gekocht und abgekühlt
2 Essl. Frische Korianderblätter; gehackt
2-3 Essl. Frisch gepresster Limettensaft
2-3 Essl. Olivenöl
1 klein. Zwiebel; gehackt
1 Knoblauchzehe; fein gehackt
Salz
Pfeffer

Quelle

nach
Sue Mullin
Die neue kubanische Küche
Erfasst *RK* 11.02.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Bohnen, Reis und Koriandergrün in einer Schüssel mischen. Den Limettensaft in eine kleine Schüssel geben, mit Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Pfeffer und dem Olivenöl verrühren. Bohnen und Reis damit anmachen. Etwas durchziehen lassen, dann nochmal abschmecken.

Anmerkung Petra: gemacht zu Vaca frita, passte prima. Dazu gab’s noch eine Mango-Salsa.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Mango-Salsa
Kategorien: Salsa, Beilage, Früchte, Gemüse
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1 Mango; geschält, entkernt, fein gewürfelt
1 klein. Rote Zwiebel; fein gehackt
1 Jalapeno*; fein gehackt
1 Limette: Saft
2 Essl. Olivenöl
1 Essl. Koriandergrün; gehackt
2 Teel. Honig
Salz
Pfeffer

Quelle

nach
Bobby Flay’s
Grilling for Life
Erfasst *RK* 08.02.2019 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten in einer Schüssel mischen und bei Raumtemperatur mindestens 30-60 Minuten ziehen lassen.

Anmerkung Petra: gemacht zu Vaca frita und einem Salat von Moros y Cristianos. Superlecker, auch als Grill-Salsa perfekt.

*Auf Kuba isst man nicht scharf, ich habe deshalb die Chili dezent eingesetzt.

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20 Antworten auf „Vaca frita mit Salat von Moros y Cristianos und Mango-Salsa“

  1. Liebe Petra, ich bin – allein schon aus beruflichen Gründen – absolut begeistert davon, dass du so viele literarische Quellen zur Hand hast! Und deine Rezeptkombination ist wunderbar. Vielen Dank dafür, ich lese immer sehr gerne bei dir.
    Viele Grüße aus Schwaben
    Simone

    1. Liebe Simone, danke für deinen netten Kommentar! Ich liebe ja Kochbücher, da ganze Wohnzimmer ist voll davon – inzwischen versuche ich mich weitgehend zu beherrschen, wenn es um Neuerwerbungen geht, das gelingt nicht immer 😉 Länderküchen finde ich besonders spannend.

      Schöne Grüße zurück in die alte Heimat (ich bin in Tübingen geboren und aufgewachsen)

  2. Hallo Petra,
    endlich komme ich dazu mir dein Rezept In Ruhe anzuschauen. Gefällt mir ausnehmend gut, auch Bohnen und Reis als Salat zuzubereiten. Ein richtig tolles Gericht!
    Ach ja…dein Kubanisches Brot steht ganz oben auf der to-bake-list 😉 .
    Liebe Grüße
    Tina

    1. Um Reis und Bohnen kommt man ja beim Thema Kuba kaum herum 😉 Das kubanische Brot backe ich immer wieder gerne (inzwischen schneide ich es allerdings meist ganz schnöde ein).

  3. Wir haben erst vor ein paar Tagen über Moros Y Cristianos philosophiert, und schon gibt’s die bei Dir. Das Event habe ich wieder total verpasst, vielleicht schaffe ich es bis Ende Februar noch.

    Dein kubanisches Gericht sieht jedenfalls zum Anbeißen aus!

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