Schmortomatensauce

Bei dem Super-Sommer kriegen die Tomaten vor dem Haus viel Sonne und Wärme ab. Das zeigt sich bei der Ernte, die reichlich und sehr aromatisch ausfällt. So langsam wird es zu viel zum Sofortverzehr. Eine Konservierungsmöglichkeit, die ich sehr gerne nutze, ist die Herstellung von Schmortomatensauce. Diese wurde zwar im Blog in der Vergangenheit immer wieder mal erwähnt, ein genaueres Vorgehen habe ich bisher aber nicht beschrieben.

Ich halbiere die Früchte, lege sie auf ein Backblech (in früheren Jahren auch schon mal eine größere Wanne für den Elektrosteinbackofen)  gebe einen Mix aus in Olivenöl angedünsteten Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern darüber und schiebe sie für etwa 1 Stunde in den Backofen, bis sich leichte Röstaromen bilden und der austretende Saft etwas reduziert ist.

Seit ich bei meinem neuen Ofen Circotherm-Heißluft nutzen kann, geht das deutlich schneller als früher mit Ober- und Unterhitze.

Nach kurzem Abkühlen kommt die Schmormasse in die Flotte Lotte* und wird durchgedreht. Für eine kernfreie Tomatensauce nehme ich die feinste Scheibe, wenn es etwas grober sein darf, die mittlere. Anschließend wird die Sauce entweder in Gläser gefüllt und eingekocht oder in Gefrierdosen eingefroren.

Weitere Rezepte für eine Tomatenschwemme

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Meine Schmortomatensauce
Kategorien: Gemüse, Konservieren, Vorrat
Menge: 1 Ansatz

Zutaten

2-3 kg Gemischte aromatische Tomaten, auch TK; halbiert
6 Essl. Olivenöl
2 Zwiebeln; gehackt
6 Knoblauchzehen; in Scheiben oder gehackt
Mediterrane Kräuter: Rosmarin, Thymian,
-evtl. Salbei; gehackt; nach Belieben
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker

Quelle

eigene Vorgehensweise
Erfasst *RK* 02.08.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Olivenöl, Zwiebeln, Knoblauch und die Kräuter sanft andünsten.

Die halbierten Tomaten nebeneinander mit der Schnittfläche nach oben auf ein tiefes Blech (Fettpfanne) geben. Die Zwiebelmasse darauf verteilen, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen.

Alles bei 190°C Circotherm-Heißluft auf der mittleren Schiene in den Backofen schieben. Sobald braune Stellen erscheinen, etwas umschichten und darauf achten, dass nichts verbrennt. Schmordauer je nach Größe der Tomaten 45-60 Minuten.

Die Masse anschließend etwas abkühlen lassen und durch die flotte Lotte drehen – wen Kerne stören, nimmt die feine Scheibe, sonst reicht die mittlere. Masse abschmecken und in Gefrierdosen füllen oder in Gläser, die man einkocht (Dampfgarer 20 Minuten).

Bei Verwendung von Ober- und Unterhitze den Backofen auf 220°C vorheizen und die Backofentüre einen Spalt offen lassen, damit die Feuchtigkeig besser verdunsten kann. Hier dauert es erfahrungsgemäß etwas länger. Ich habe große Mengen auch schon im Elektrosteinbackofen (große Edelstahlwanne) geschmort (290°C Oberhitze, 200°C Unterhitze, Dauer etwa 90 Minuten).

Man kann für eine scharfe Sauce auch Chilis mit in die Zwiebelmasse geben. Ich mag eine relativ neutrale Sauce aber lieber, die man bei der endgültigen Verwendung noch anpassen kann. Basilikum würde ich z.B. auch erst am Schluss zugeben.

=====

*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann. Für diese Unterstützung herzlichen Dank!

8 Replies to “Schmortomatensauce”

  1. Für mich mein Tomatenelexier – auf welches ich UNMÖGLICH verzichten kann, seit du es mir vor vielen Jahren empfohlen hattest! Eindeutiges DUBB 😉
    ganz herzliche Grüße
    (wie gut, dass ich erst bei mir lesen mußte, dass ich zum Kommentieren bei dir die Posts nur aufrufen muß…)

  2. Habe ich gleich nachgemacht – wie schon sooo vieles auf dem Blog.
    Ich muss und möchte jetzt endlich mal „Danke“ sagen für all‘ die tollen und alltagstauglichen Rezepte, und dass Sie weiter bloggen. Sie hätten mir sehr, sehr gefehlt! Das ist übrigens nach vielen Jahren des stillen mitlesens der erste Kommentar, den ich hier hinterlasse (Schande über mich, ich weiß). Bei Micha steht in einem Kommentar: wenn ich etwas mitnehme, sage ich doch zumindest Danke. Recht hat sie, die Schreiberin. Also: ich gelobe Besserung 😉

    1. Das ist ja lieb – danke! Ich freue mich tatsächlich sehr über jeden Kommentar. Mir ist schon klar, dass man nicht immer Allgemeinplätze wie „sieht gut aus“ schreiben möchte – aber Rückmeldungen sind halt doch das Salz in der Suppe 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.