Okroschka – kalte russische Sommersuppe

Freitag (10 Gänge-Menü von Wolfgang Müller) und Samstag (Kulinarikfestival) haben wir uns im Waldschlössl, Neukirchen kulinarisch verwöhnen lassen. Samstag stieß auch Tochter Frani samt Familie dazu, Sonntag kamen sie dann vor der Heimreise nochmal für einige Stunden mit zu uns.

Bei dem heißen Wetter wollte ich etwas Erfrischendes auftischen, was sich gut vorbereiten lässt. Diese Anforderungen erfüllt eine Okroschka perfekt. Im Netz tummeln sich jede Menge Rezepte, ich habe dieses auf meinen Geschmack getunt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Okroschka, erfrischende kalte Sommersuppe
Kategorien: Suppe, Kalt, Russland, Gemüse, Wurst
Menge: 6 Personen

Zutaten

500 Gramm Festkochende Kartoffeln
4 Eier; hartgekocht; gewürfelt
1/2 Ring Lyoner; etwa 300 g; gewürfelt
1 Bund Radieschen; gewürfelt
1 Salatgurke; geschält, entkernt (P: 300 g
-Minigurken netto); gewürfelt
4 Frühlingszwiebeln; gehackt
1-1 1/2 Ltr. Kefir 1,5% Fett
200 Gramm Schmand
200 Gramm Sahne
2-3 Essl. Essig (P: Sherryessig)
2 Essl. Grobkörniger Senf
Pfeffer
Salz
1 Bund Dill; gehackt
1 Bund Schnittlauch; in Röllchen
Sprudel, Mineralwasser; zum Anpassen der
-Konsistenz; Menge nach Bedarf

Quelle

modifiziert nach diversen Rezepten im Netz,
u.a. Mr. Nicefood
Erfasst *RK* 30.07.2018 von
Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Kartoffeln als Pellkartoffeln kochen, schälen, abkühlen lassen und in Würfel von etwa 1 cm Kantenlänge schneiden. Eier, Fleischwurst, Gurke und Radieschen ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Alles in einen großen Topf geben, mit den gehackten Frühlingszwiebeln vermischen. Mit Kefir, Schmand und Sahne aufgießen. Den Essig mit dem grobkörnigen Senf verrühren, mit den Kräutern in den Topf geben. Die Suppe mit Salz und Pfeffer würzen. Die Suppe bis zum Servieren kalt stellen (am besten über Nacht im Kühlschrank
ziehen lassen).

Die Suppe vor dem Servieren mit Mineralwasser auf die gewünschte Konsistenz bringen und nochmal abschmecken.

Anmerkung Petra: sehr erfrischende kalte Suppe. Ich habe den Ansatz wegen des Kulinarikfestivals schon 2 Tage im Voraus in den Kühlschrank gestellt, ging problemlos, alles blieb schön knackig. Hier gemacht mit 1,5 l Kefir, 100 g Schmand (war ein Rest), 200 g Sahne, etwa 300 ml Sprudel – ergibt großen Ansatz.

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15 Replies to “Okroschka – kalte russische Sommersuppe”

  1. ich liebe okroschka! mitte der 90iger bis mitte der nuller jahre war ich eigentlich jeden sommer mal im osten; meine slavistik-schwester besuchen. das ist ein absolutes lieblingsessen! allerdings lass ich meist die wurst weg, serviere die köstlich kalte suppe vegetarisch oder gleich ( in miniportionen, als menuegang) super fein, mit lachstartar und einem gehörigem schlag kaviar!

  2. Ich habe noch nie so viel Okroschka gegessen wie diesen Sommer. Schnell, lecker und minimales Kochgeschirr. Kartoffeln und Eier werden direkt schon nur in einem Topf gekocht. Natürlich unterschiedlich lang. Hier kommen noch gerne eingelegte, gewürfelte Rote Bete oder Gürkchen als Einlage mit rein. Dafür bleibt dann der Essig draußen. Die „Suppe“ wird einfach im Blender aus Kefir und etwas gekochter Kartoffel auf Konsistenz gebracht und dann im zweiten Durchgang mit Salz, Pfeffer, Senf, grob gehackten Dill und Frühlingszwiebel kurz gemixt. Dunis Lachs-Variante aus den Kommentaren klingt auch sehr spannend. Mit einer guten Scheibe Brot klingt das sehr dinnertauglich. illy

    1. Damit ich das richtig verstehe: du mixt Kefir und Kartoffel und gibst dann die übrigen Zutaten gewürfelt rein? Rote Bete kann ich mir gut darin vorstellen, sieht dann ja hübsch aus. Ist so ein bisschen wie die litauische kalte Suppe Schaltibarschtschiai, die allerdings vegetarisch daher kommt.

      1. Genau. Ich gebe nur ein kleines Stück von der gekochten Kartoffel zum Binden rein, weil der Kefir an sich mir zu flüssig wäre. Der Rest kommt gewürfelt als Einlage. Seit hier Milchkefirknöllchen eingezogen sind, ist immer Kefir da. Sahne und Schmand müssten extra gekauft werden. Diesen Kniff habe ich mir vom Kartoffeldressing geklaut. Da geht es darum ein sämiges Dressing mit wenig Öl herzustellen.
        Oh ja, die Schaltibarschtschiai beschreibt meine Suppe. In der osteuropäischen Küche sind die Übergänge regional fließend und dann doch wieder anders. Die Borschtsch sieht in Polen schon wieder komplett anders aus als in der Ukraine. Und ein Landstrich weiter wieder anders.

  3. diese kalte litauische suppe mit randen und heissen, frisch gekochten erdäpfeln liebe ich auch! und in der ukraine gibts das noch mit weissem fisch; anders, aber ebenso köstlich!

  4. War gerade in meinem Pausenstübchen: Da mache ich immer eine Sitzpause, bevor ich um die Ecke meine fünf Treppen erklimme. Der Schneiderin Nellji aus der Ukraine und ihrer russischen Mitarbeiterin habe ich von Deiner Okroschka erzählt. Nellji mag sie nicht, dafür ihr Mann, und dieser nimmt keinen Kefir als Flüssigkeit, sondern Kwas. Klingt auch sehr spannend. Larissa hingegen macht Deine Variante mit Kefir. Beide gaben mir auf den Weg: Und viel Petersilie. 😉
    Nun überlege ich, am Wochenende Okroschka zu machen. Lyoner kenne ich nur aus meiner Kindheit, hier in Berlin sehe ich in leere Augen. Mal schauen. Danke für die Rezeptur.

    1. Aber Fleischwurst kennt der Berliner doch sicher? Ich finde es ja immer toll, wenn man Tipps von Landesküchenkundigen direkt bekommt. Viel Spaß beim Nachbasteln und guten Hunger 🙂

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