Tunesischer Spinatkuchen mit Brot und Schafskäse

Während der küchenlosen Zeit habe ich angefangen, meine Kochbuchregale auf- und umzuräumen. Dabei fiel mir wieder einmal auf, dass viele Bücher nach dem Kauf relativ unbeachtet im Regal stehen bleiben. Vor 12 Jahren habe ich schon einmal eine dKduW-(dein Kochbuch, das unbekannte Wesen)-Aktion gestartet: ein zufällig gewähltes Kochbuch aus dem Regal genommen und etwas daraus gekocht. Später wurde dann bei Foodfreak sogar ein Blog-Event daraus.

Ich habe mir jetzt vorgenommen, diese Aktion für mich wiederzubeleben und wenn möglich jede Woche ein Rezept aus dem Kochbuchbestand nachzukochen. Mal sehen, wie lange ich durchhalte 😉

Den Anfang macht Tasty: Tasty: Get Great Food on the Table Every Day* von Roy Finamore, ein Kochbuch, das völlig zu unrecht schon fast in Vergessenheit geraten war. Dabei hatte mir das Buch damals so gut gefallen, dass ich noch zwei weitere Bücher des Autors erstanden habe: eines zum Thema Fisch*, eines zum Thema Kartoffeln*.

Tunesischer Spinatkuchen mit Brot und Schafskäse

Beim Querlesen bin ich bei einem Tunisian Spinach Nibble hängengeblieben, einer Art Spinat-Frittata, angereichert mit joghurtgetränkten Brotwürfeln (wunderbare Resteverwertung!), die im Ofen goldbraun gebacken wird und durch Feta noch etwas Würzigkeit bekommt. Ein kleiner Tomatensalat hat mir als Ergänzung gut gefallen.

Tunesischer Spinatkuchen mit Brot und Schafskäse

Den gestürzten "Kuchen" kann man in Tortenstücke schneiden, nach Belieben warm oder kalt servieren. In kleineren Stücken ist er picknick-tauglich, passt auf ein Buffet oder zum Brunch  -  auch zum Osterfrühstück würde mir dieses Gericht gut gefallen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Tunesischer Spinatkuchen mit Brot und Schafskäse
Kategorien: Buffet, Snack, Brot, Resteverwertung, Vegetarisch
Menge: 3 Personen

Zutaten

150 Gramm   Landbrot; sehr klein gewürfelt, gerne dicht und
      -elastisch (P: Altamura)
250 Gramm   Vollmilch-Joghurt
300 Gramm   Blattspinat; blanchiert, gut ausgedrückt und
      -gehackt
      -(P: TK)
4     Eier (M)
2-3 Teel.   Harissa
1 Teel.   Fenchelsaat*; fein gemörsert
      Salz
      Pfeffer
125 Gramm   Feta; klein gewürfelt
2 Essl.   Olivenöl; zum Braten

Quelle

  nach
  Roy Finamore
  Tasty: Get Great Food on the Table Everyday
  Erfasst *RK* 07.03.2017 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Brot und Joghurt in einer Schüssel gut verrühren und 1 Stunde bei Raumtemperatur quellen lassen, dann den gehackten Spinat untermischen.

Die Eier mit Harissa und gemörserter Fenchelsaat verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen, dann unter die Brotmasse rühren. Zuletzt den Käse untermischen, nochmal abschmecken.

Den Backofen auf 190°C vorheizen. Das Ölivenöl in eine schwere Pfanne geben (Backofen-geeignet, möglichst nicht haftend), die Pfanne im Backofen aufheizen.

Die Pfanne herausnehmen, die Spinatmasse hineingeben und gleichmäßig darin verteilen, dabei flach drücken. Die Pfanne wieder in den Backofen stellen und den Spinatkuchen etwa 40 Minuten backen, bis er goldbraun ist. Die Pfanne aus dem Backofen holen, den Kuchen auf eine Platte stürzen. Nach Belieben in Tortenstücke oder Rauten schneiden, warm oder bei Raumtemperatur servieren.

Anmerkung Petra: Würziger, lockerer Spinat"kuchen", prima! Hier gab's einen kleinen Tomatensalat dazu, passte sehr gut. Im Original für 6 Personen ausgeschrieben – das ist dann aber nur ein Appetithäppchen.

*Den Fenchel habe ich schon etwas reduziert, man könnte ihn auch weglassen.

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*=Affiliate-Link zu Amazon. Wenn darüber bestellt wird, kostet es genausoviel wie sonst auch, allerdings erhalte ich einen kleinen Vermittlungs-Betrag, den ich wieder in neue Kochbücher etc. stecken kann.

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6 Antworten auf „Tunesischer Spinatkuchen mit Brot und Schafskäse“

  1. Tolle Idee Petra , wenn man bedenkt, dass unsere Mütter noch mit einer übersichtlichen Zahl an Kochbücher und Rezepten auskommen mussten, werden wir heute von Saison zu Saison mit Trends und Büchern geradezu überschüttet, wie schön, dass Du den Blick auf vergessene Schätze lenkst. Die Verführungen sind groß, gerade deswegen finde ich Deine persönliche Initiative sehr wichtig!

  2. Du bist die richtige die diese Schätze heben kann, Deine Blogger-Erfahrung und Deine Haltung zum Thema, sind mir Vorbild und macht mir Mut, dass am Ende die Lust an Kochbüchern den Unterschied macht!

  3. Das hört sich sehr lecker an. Spinat-Fritatta kenne ich bereits. Aber den Kick mit in Joghurt getränkten Brotstücken muss ich mal ausprobieren. Ich kenne es bei türkischen Gerichten Fladenbrot mit Olivenöl, Tomaten und Joghurt getränkt und darauf dünn geschnittenes Fleisch, was auch mega schmeckt. Daher denke ich, dass ich das mal unbedingt ausprobieren muss.
    LG Sebastian

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