Persischer Kartoffelreis mit scharfen Hähnchenkeulen und Mango-Gurkensalat

Getrieben durch die ewige Frage "was koche ich morgen?" stieß ich in der Datenbank auf ein weiteres Rezept aus der Lecker, diesmal war's ein Persischer Kartoffelreis mit feurigen Hähnchenkeulen.

Bei "persisch" und "Reis" fiel mir ein Mitbringsel von Helmut ein, das sanft im Küchenschrank vor sich hinschlummerte: eine Reismischung auf persische Art mit Pistazien, Berberitze und getrockneter Bitterorangenschale. Eindeutig ein Kandidat für Magentratzerls Dauerevent Schatzsuche im Vorratsschrank.

persischer Kartoffelreis mit scharfen Hähnchenkeulen

Ich habe das Rezept für 2 Personen heruntergerechnet und anstelle von roter Currypaste (war mir etwas zu viel Kulturmix) für die Hähnchen Harissa verwendet. Den Salat habe ich auch ein bisschen modifiziert und ihm mit einer roten Chilischote ein wenig Schärfe verliehen. Vor allem vom farbenfrohen süßlich-pikanten Salat, aber auch von den knusprigen und doch saftigen Keulen war Helmut ganz begeistert.

Persischer Kartoffelreis

Mir hat auch der Reis mit seiner knusprigen Komponente gut dazu gefallen. Einige Kartoffelscheibchen hatten sich beim Stürzen nicht vom Topfboden gelöst – da kann man aber manuell ganz gut nachhelfen. Im Original wird hierfür übrigens reiner Basmatireis verwendet.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Persischer Kartoffelreis mit scharfen Hähnchenkeulen und Mango-Gurkensalat
Kategorien: Geflügel, Hähnchen, Beilage, Reis, Persien
Menge: 2 Personen

Zutaten

4 klein.   Hähnchenkeulen
      Salz
      Pfeffer
      Edelsüß-Paprika
      Zucker
      Öl
125 Gramm   Basmatireis (P: persische Reismischung)
100 Gramm   Kleine festkochende Kartoffeln; Menge nach Bedarf
50 Gramm   Butter
1 Briefchen   Gemahlener Safran
1-2 Teel.   Harissa; nach Gaschmack
2 Essl.   Ahornsirup
H SALAT
1     Kleinere Reife, aber feste Mango (ca. 300 g)
1/2     Salatgurke
1     Schalotte; fein gehackt
1     Rote Chilischote; entkernt, fein gehackt
2 Essl.   Weißweinessig
2 Essl.   Öl
      Salz
      Pfeffer
      Backpapier

Quelle

  modifiziert nach
  LECKER 11/2011
  Erfasst *RK* 07.10.2014 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech oder eine ofenfeste SChale mit Backpapier auslegen.

Die Hähnchenkeulen waschen und trocken tupfen. 1 TL Salz, 1/2 TL Paprika, 1/2 TL Pfeffer und 1 EL Öl verrühren. Die Hähnchenkeulen im Würzöl wenden und auf das Backblech legen. Für etwa 50-60 Minuten in den Backofen schieben

Inzwischen den Reis in lauwarmes Salzwasser geben, aufkochen und bei schwacher Hitze etwa 6 Minuten garen. Den Reis in ein Sieb abgießen und gut mit kaltem Wasser abschrecken. Die Kartoffeln schälen, waschen und in 3-5 mm dicke Scheiben schneiden, nochmals abspülen.

Die Butter in einen kleinen Topf (unten ca. 14 cm Durchmesser) geben und schmelzenlassen, dann den Safran einrühren. Die Hälfte der Safranbutter in ein Schälchen gießen.

Den Topfboden mit den Kartoffelscheiben auslegen, diese etwas salzen. Den vorgegarten Reis pyramidenförmig daraufschichten, den Rest der Safranbutter gleichmäßig darüber verteilen. Mit einem Kochlöffel einige Löcher in den Reis drücken. Ein Geschirrtuch zwischen Topf und Deckel legen. So schließt der Deckel fest und der Wasserdampf wird vom Tuch aufgenommen. Bei schwacher bis mittlerer Hitze 35-45 Minuten garen (P: erst Stufe 6 von 9, dann 3).

Harissa, 1 EL Öl und Ahornsirup verrühren. Nach etwa 30 Minuten Bratzeit die Hähnchenkeulen mit der Würzpaste bestreichen.

Für den Salat die Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Stein schneiden und würfeln. Die Gurke schälen, längs halbieren und die Kerne herauskratzen, die Gurke ebenfalls würfeln. Aus Weißweinessig, Salz, Pfeffer und Öl eine Vinaigrette rühren. Mango, Gurke, Schalotte und Chilischote in die Vinaigrette geben und alles gut mischen, abschmecken.

Den Reistopf kurz in kaltes Wasser stellen, damit sich die Kartoffelkruste löst, dann stürzen. Alles zusammen anrichten.

Anmerkung Petra: Wunderbar! Die Hähnchenkeulen sehr saftig, die Haut schön knusprig. Der Salat ist große Klasse, passt sicher auch gut zu Gegrilltem. Die Chilischote darin stammt von mir 🙂

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24 Antworten auf „Persischer Kartoffelreis mit scharfen Hähnchenkeulen und Mango-Gurkensalat“

  1. Oh, da da hast Du aber meinen Geschmack getroffen – ich liebe persisches Essen und ganz besonders diesen Reis mit Kruste.
    ….und da ich Basmati, Berberitze und Orangenschale habe, könnte ich mir die Reismischung ja selbst basteln 🙂

  2. Das klingt alles sehr verlockend. Eine super Mischung!Und Berberitzen habe ich erst neulich gekauft. Eine Frage hätte ich allerdings….Beim zweiten Reisgaren in der Safranbutter. Meinst Du den Wasserdampf von der Butter oder kommt noch extra Wasser dazu?

  3. Seit einiger Zeit beherrsche ich es auch eeeendlich, Reis auf persische Art zu kochen. Und ich mag ihn sehr gern auf diese Weise. So eine schöne Reismischung habe ich allerdings nicht, die bin ich dir ein bissi neidig. 🙂

  4. Hallo Petra,
    die Berberitzen sollten aber dann vorbereitet werden: gut waschen (sie sind oft etwas staubig), dann mit etwas Wasser, Safranpulver, einem guten Stich Butter und einer guten Portion Zucker in einem Topf für 5-7 Minuten aufkochen. Sie karamellisieren etwas und sind nicht mehr so sauer.
    Den Reis so wie Du schreibst zubereiten, auf eine Platte stürzen und die karamelliserten Berberitzen darüber geben. So habe ich es von einer Perserin (meine bessere Hälfte 😉 ) gelernt.

  5. Heute nachgekocht und Begeisterung geerntet. Mangels persischer Reismischung haben wir dem Reis einfach Cranberries und Mandelblätttchen zugefügt. Das mag zwar nicht authentisch sein, war aber trotzdem eine gute Ergänzung. Neues Rezept fürs Repertoire – Danke fürs Vorkochen!

  6. Also, ich hab das einfach nachgekocht, hat super funktioniert und seeehr lecker geschmeckt. Den Reis mache ich bestimmt noch öfter mal so.Allerdings gab es bei mir eine selbstgemachte Tomatensalsa mit Knofi statt des Salats (mangels der passenden Zutaten und Sonntag und so…).Danke fürs Rezept

  7. Hm, das liest sich herrlich exotisch! Nur die Kohlenhydrate-Kombo aus Reis und Kartoffeln ist als Sättigungsbeilage erst einmal etwas ungewohnt. Das ist für mich noch so gewöhnungsbedürftig wie Fritten im Brötchen (wie sie z.B. bei uns in der City bei einem orientalischen Imbiss angeboten werden). Aber scharf liebe ich ja, also ist das Hähnchenrezept schon mal als potentielles Rezept zum Nachkochen vermerkt. Ich würde sogar die Chilischotenkerne drin lassen, denn ich mag es besonders feurig!
    Momentan treffe ich mich mehr oder weniger regelmäßig mit meinen Mädels zum Kochen und da wollen wir auch Sachen zusammenbrutzeln, die nicht so alltäglich und 08/15 sind. Das Gericht hier wäre ideal für uns – ich schlage das beim nä. mal glatt vor! Danke dafür und für den inspirierenden Blog!
    Ciao

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