Weiße Kaffeemousse mit Johannisbeer-Himbeer-Coulis

Letzte Woche durften wir ganz besondere Gäste begrüßen: fast 13 Jahre, nachdem Tochter Kathi ihr Austauschjahr in Brasilien begonnen hat, kam Lívia jetzt mit Freund Luis zu ihrem ersten Besuch nach Deutschland. Wir haben uns sehr gefreut, dass neben Frankfurt, München, Regensburg, Rothenburg, Erlangen und Berlin auch der Bayerische Wald auf dem Plan stand – hatten wir doch Livía bei unserem Brasilien-Urlaub 2003 persönlich kennengelernt.

Livia, Kathi und Luis auf dem Großen Arber

Als Alternativprogramm für die Städte gab es hier Natur pur, die sich von ihrer schönsten Seite zeigte: auf dem Gipfel des Großen Arbers konnten wir die letzten Skifahrer der Saison bewundern, über schneebedeckte Wege zum Gipfelkreuz vordringen (für Lívia war es der erste Schnee ihres Lebens) und ihr den Wunsch erfüllen, im Schnee eine heiße Schokolade zu trinken, was beim sonnigen Frühlingswetter auf der Terrasse der Eisensteiner Hütte ein besonderes Vergnügen war. Bei Kathi finden sich noch mehr Fotos der „Schwestern“.

Für’s Abendessen hatte ich wegen des Ausflugs etwas ausgesucht, was gut vorzubereiten war. Es gab Schmorbraten von der Hohen Rippe  und Semmelknödel, dazu Brokkoli und glasierte Möhren.

Weiße Kaffeemousse mit Johannisbeer-Himbeer-Coulis

Was ich Euch aber hier zeigen möchte, ist das Dessert, eine weiße Kaffeemousse, die ich seit einiger Zeit immer mit einem Johannisbeer-Himbeer-Coulis serviere. Ich finde, die fruchtige Säure passt ausgezeichnet zur schokoladigen Creme und lässt sie schön leicht erscheinen. Die Kombination Johannisbeere-Kaffee liebt die ganze Familie bei einem meiner am meisten gewünschten Gelees, sie macht sich auch hier ausnehmend gut. Lívia und Luis löffelten mit Genuss und bekannten, etwas in der Art hätten sie noch nie gegessen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Weiße Kaffeemousse mit Johannisbeer-Himbeer-Coulis
Kategorien: Dessert, Mousse, Kaffee, Likör, Früchte
Menge: 6 bis 7 Personen

Zutaten

25 Gramm   Kaffeebohnen
350 ml   Schlagsahne
150 Gramm   Weiße Kuvertüre oder weiße Schokolade
2 Blätter   Gelatine
1     Ei
1     Eigelb
35 Gramm   Puderzucker
20 ml   Baileys (oder Kahlua)
H JOHANNISBEERCOULIS*
250 Gramm   Johannisbeeren (TK, aufgetaut) sowie
100 Gramm   Himbeeren; nach Belieben
50 ml   Cassis (Schwarzer Johannisbeerlikör)
50 Gramm   Puderzucker; gesiebt, mehr nach Geschmack
1 Essl.   Honig

Quelle

  Mousse modifiziert nach
  Anzeige Baileys in Saisonküche
  Coulis modifiziert nach Lafer
  Erfasst *RK* 22.03.2014 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Kaffeebohnen in 150 ml Sahne erwärmen und bei kleiner Hitze 15 Minuten ziehen lassen.

Sahne absieben, zurück in den Topf geben. Schokolade darin bei kleinster Hitze schmelzen lassen. Gelatine einweichen, im Kaffee- Rahm auflösen.

Ei, Eigelb und Zucker mit einem Rührgerät zu einer luftig-cremigen Masse rühren. Kaffee-Rahm langsam darunter rühren. Masse mit Baileys parfümieren. Restlichen Rahm steif schlagen und darunter heben. Mousse in Gläser (P: kleine Weckgläschen) verteilen. Im Kühlschrank mindestens 2 Stunden fest werden lassen.

Für die Sauce die Johannisbeeren (bis auf ein paar zum Garnieren) mit Likör, Puderzucker und Honig pürieren und durch die Flotte Lotte drehen.

Zum Servieren die Sauce in eine Spritzflasche füllen und auf der Mousse verteilen.

Anmerkung Petra: geniales Dessert, frisch-fruchtig durch die Johannisbeer-Himbeer-Sauce! Lässt sich gut am Vortag zubereiten, Coulis dann vor dem Servieren aufspritzen.

*Sauce ist mehr als benötigt, schmeckt aber auch in Joghurt oder auf Eis

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20 Antworten auf „Weiße Kaffeemousse mit Johannisbeer-Himbeer-Coulis“

  1. Man sieht die Freude auf ihren Gesichtern sich wiederzutreffen, da scheint sich über die Jahre eine gute Freundschaft entwickelt zu haben.
    Dein Dessert sieht köstlich aus und landet daher bei mir direkt auf der Nachmachliste ganz, ganz oben!

  2. Ich trinke grade mal eine Tasse Kaffee am Tag (die muss ich aber haben…), aber Desserts mit Kaffee liebe ich. Und das hier, mit dem schönen Kontrast aus den säuerlichen Beeren klingt besonders fein.

  3. Die drei strahlen um die Wette! Tolles Foto.
    Das Mousse klingt sehr gut. Ich hab eh grad wieder mal so eine Phase: „Ich koche einmal quer durch Petras Blog“, die Mandarinenbutter habe ich nachgemacht, dann hab ich Thaibaslikum ergattert und dein Hackfleisch-Rezept nachgemacht und heute gibt es die Frühlingsrollen aus dem Backrohr. Fehlt also definitiv ein Dessert in der Sammlung. 😉

  4. Dass Johannisbeer-Kaffeebohnen-Gelee ganz vorzüglich schmeckt, kann ich bestätigen. Die Mousse probiere ich aus, ich liebe alles, was mit weißer Schokolade zu tun hat. Toll, dass Livia auch eure Heimat einmal besuchen konnte. Ihr habt bestimmt gestaunt, was für eine schöne junge Frau da zu Besuch kam.

  5. Eine wunderbare Mousse – hab ich mir gleich abgespeichert!
    War heute in Viechtach und Bad Kötzting – mei, wars da kalt – und gschneit hats auch noch ;O))))
    Gruß Doris

  6. Ich finde es auch wunderbar, dass der Kontakt sich über die Jahre erhalten hat. Wenn ich bedenke, dass wir damals mit Kathi praktisch nur Kontakt per Brief hatten, heute macht das Internet und vor allem skype doch vieles einfacher!

  7. Wobei in dem Fall ja Kathi Glück mit ihrer brasilianischen Familie hatte! Aber ich fand es super, dass unsere Austauschschüler alle gerne und neugierig gegessen haben, so machte das Kochen auch Spaß (ich kenne da von anderen ganz andere Stories…)

  8. Weißes Kaffeeeis – das ist eine tolle Idee!
    Tut mir sehr leid, dass es Probleme mit den Kommentaren gibt. Ewig war alles in Ordnung und ich musste den Spam ordner nie kontrollieren. Jetzt landet bevorzugt Sabine drin und nun anscheinend auch du 🙁

  9. Auch bei uns kommt ständig Besuch auch allen möglichen Ländern, allerdings bis jetzt nur aus Europa, da unsere Kinder noch nicht weiter waren. Ich finde es immer schön von jungen Menschen umgeben zu sein!

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