Fleischbrühe – Rindfleischsuppe

Auf der Suche nach selbst gemachter Fleischbrühe in der Tiefkühltruhe ging der Griff ins Leere. Höchste Zeit, für Nachschub zu sorgen! Bei der Gelegenheit fiel mir auf, dass ich das Rezept von Ilka zwar mehrfach verlinkt habe (so wie hier), es aber keinen eigenen Blog-Eintrag besitzt. Der Vollständigkeit halber wird das jetzt gleich mal nachgeholt.

Fleischbrühe - Ansatz im Topf

Meine Instagram-Follower konnten die Fotos vom gut gefüllten Topf letzte Woche schon sehen. Ich hatte gleich das doppelte Rezept gemacht, was eindeutig an die Grenzen meines nicht gerade kleinen Topfes geht 😉

Knochen im Topf

Als erstes werden Zwiebeln und Knochen angebraten. Die Chefin der Hofmetzgerei hat es gut gemeint und mir diesmal nur Markknochen zurecht geschnitten. Jetzt wird Wasser aufgegossen und zum Kochen gebracht, hierein legt man das Fleisch (ich verwende Brustkern) und grob geschnittenes Suppengemüse. Natürlich könnte man das Fleisch auch kalt aufsetzen, aber ich will das Fleisch noch verwenden und die Suppe wird auch so ausgesprochen aromatisch.

Etwa 4 Stunden lasse ich alles ganz sanft gerade unter dem Siedepunkt ziehen, nur ab und zu steigt ein Luftbläschen auf. Dann wir der Herd abgestellt und das Fleisch bleibt noch etwa 2 Stunden in der Brühe. Nun heb ich das Fleisch heraus und schöpfe vorsichtig die Brühe in ein Spitzsieb, was ich mit einem Mulltuch ausgelegt habe.

Das Mark der noch heißen Knochen gibt's gleich mal als Küchenschmankerl auf geröstetem Brot, dazu ein paar Salzflocken und einige Umdrehungen aus der Pfeffermühle – herrlich!

Das Fleisch wird geputzt, portioniert und was nicht gleich benötigt wird, mit Brühe bedeckt eingefroren. Die Brühe darf draußen über Nacht abkühlen, am nächsten Morgen lässt sich das fest gewordene Fett ganz leicht abheben.

Rindersuppe mit Gemüse und Nudeln

Einen schönen Teller gab es am nächsten Tag mit frischer Gemüsebrunoise, Fleischwürfelchen, kleinen Muschelnudeln und Kräutern.

Das Fleisch ist vielseitig verwendbar. So passt es wunderbar in ein Geröstl, macht sich aber auch gut in einem teuflischen Rindfleischsalat oder einem Heringssalat. Oder man verspeist es als Tellerfleisch.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Fleischbrühe selbstgemacht
Kategorien: Grundrezept
Menge: 1 Rezept

Zutaten

1 kg   Rindfleisch, durchwachsen (Brustkern)
500 Gramm   Suppenknochen (Rindfleischknochen und 1
      -Markknochen)
2     Zwiebeln
2     Möhren
1 Stange   Lauch
200 Gramm   Knollensellerie
5     Getrocknete Tomaten
1 Stängel   Liebstöckel
1 Bund   Blattpetersilie mit Stängel
H GEWÜRZE
2     Lorbeerblätter
1 Teel.   Pfefferkörner
1/2 Teel.   Korianderkörner
2     Nelken
1 Essl.   Salz

Quelle

  Eigenes Rezept
  Erfasst *RK* 11.01.2006 von
  Ilka Spiess

Zubereitung

Das Gemüse waschen, schälen bzw. putzen. Die Zwiebeln waschen und mit der Schale halbieren.

In einem großen Suppentopf das Rindfleisch und die Knochen in 3 Liter kochendem Salzwasser ca. 1 Minute blanchieren. Herausnehmen. Das Wasser abgießen und den Topf austrocknen.

Im Suppentopf die Schnittflächen der Zwiebeln mit etwas Öl dunkelbraun anrösten, die Suppenknochen dazugeben und mit anrösten.

Etwa 3 Liter kaltes Wasser zugießen und zum Kochen bringen, das Fleisch dazugeben. Die Karotte ganz*, den Porree und die Sellerie grob zerkleinert zum Fleisch geben. Die ganzen Petersilienstängel und die Gewürze hinzufügen, die Hitze reduzieren und das Ganze 3-4 Stunden ohne Deckel ganz leise sieden lassen (darf nicht sprudelnd kochen).

Die Suppe durch ein Haarsieb abseihen und abkühlen lassen (event. im Kühlschrank). Danach das erstarrte Fett abschöpfen. Falls gewünscht, durch anschließendes längeres Kochen einreduzieren.

Ilka: Zum Aufbewahren sterilsieren. Dazu in Twist-Off Gläser geben, gut verschließen und im Mikrowellenherd aufkochen lassen und danach herausnehmen. Der Deckel muss sich beim Abkühlen nach innen einbuchten. Dann ist sichergestellt, dass das Glas dicht ist.

Im Kühlschrank hält eine so sterilisierte Brühe mehrere Wochen.

Anmerkung Petra: Das Fleisch ist prima für Geröstel, aber auch für Fleisch- oder Heringssalat. Rezept ergibt gut 2 l Brühe. Ich friere die Brühe portioniert ein.

*ich teile auch die Möhren grob.

Rezept für sehr großen breiten Topf (Inhalt etwa 9,5 l) maximal in 1 1/2 facher Menge zubereiten.

Für eine Rinderconsommé die Brühe klären mit 500 g Rinderhack, 6 Eiweiß, Möhren-, Sellerie-, Lauch- und Zwiebelwürfelchen. Ausgezeichnet.

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16 Antworten auf „Fleischbrühe – Rindfleischsuppe“

  1. musste am wochenende feststellen, dass wir auch keine brühe mehr haben, kochte allerdings hühnerbrühe. und das sterilisieren hab ich mir erspart, da ich die brühe einfriere. aber frisch gekocht gabs erstmal eine mangoldsuppe mit linsen.

  2. Brühe steht irgendwann demnächst auch bei mir auf dem Programm. Ich bin am Überlegen, mich mal in die *Schnellkochtopf-Thematik* – eben beispielsweise dafür – einzulesen. Bisher habe ich um dieses Küchengerät einen großen Bogen gezogen. Und dass, wo Magdi sogar Risotto darin kocht…
    Na, es geht doch nichts über einen guten Teller Suppe – bei uns weit oben auf der Glücklichessen-Skala 🙂
    …sonnige Grüße

  3. Passiert in der Mikro nichts, wenn ich die Twist Off Gläser dort zum Kochen bringe?(Deckel sind doch aus Metall?)Ich hätte da Bedenken. Wie lange müssen die Gläser ca. in der Mikro bleiben, bis sie kochen.
    Dein Blog ist super Klasse – ich hab schon jede Menge nachgekocht oder -gebacken.
    vielen Dank!

  4. Ich weiß, beim Schnellkochtopf scheiden sich die Geister. Ich habe meinen Topfinhalt auch lieber unter „Dauerkontrolle“ 😉 Aber das ist bestimmt Temperaments- und Gewöhnungssache, Robert hatte damit ja sehr erfolgreiche Versuche angestellt.

  5. Ich persönlich friere die Suppe ein. Der Tipp zum Sterilisieren stammt von Ilka (http://blog.rezkonv.de/), von der auch das Rezept stammt. Zur Thematik Metall in Mikrowellen: da gibt es unterschiedliche Geräte. Bei unserer ersten stand ausdrücklich dabei, man sollte einen Löffel mit in die Tasse geben, unsere jetzige ist da etwas zickiger.

  6. schnellkochtopf ist auch nicht so mein ding; in meinem elternhaus war der für uns in der benutzung tabu, später war mir so ein topf immer zu gross, so dass ich einfach keine erfahrungswerte damit sammeln konnte. heute sehe ich nicht ganz dessen vorteile, ob eine brühe jetzt 1 stunde am herd simmert oder 3 ist mir relativ wurst, weil ich ja nicht daneben stehen und streng gucken brauche. und schmorgerichte kommen bei mir in den ofen, während die vor sich hinschmurgeln, korrigiere ich eben, lese zeitung, oder bügle.

  7. Gestern habe ich mir vorgenommen, Ostern eine Rindfleischbrühe zu servieren und wollte nach einem Rezept suchen. Heute nun kommst du mit einem um die Ecke – das grenzt an Magie.

  8. Ja, mein Lieben der Schnellkochtopf macht das Ruck-Zuck. Nichts gegen das langsame Dahinsieden, die suppe wird sicher wunderbar. Aber ich müßte sowas am Sonntag machen. Ich bin selten 4 Stunden am Stück zu Hause. Bei uns in der Familie, das sind nicht wenige, machen alle Fleischsuppe im Schnellkochtopf. Ich würde euch schon einen Kurs organisieren:)

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