Knusprige Entenbrust auf scharfem Asia-Feldsalat

Immer noch liegen einige Bitter- oder Sevilla-Orangen im Keller. Gerne wird der herb-säuerliche Saft in pikanten Salat-Dressings verwendet, wie gemacht etwa für hauchdünn gehobelte Fenchelscheiben mit Blutorangenfilets (wie hier zu sehen).

Knusprige Entenbrust auf Asia-Feldsalat

Eine weitere Anregung habe ich mir bei Nigella Lawson geholt: sie verpasst gebratener Entenbrust ein pikantes asiatisches Orangen-Sößchen.

Beim Braten der Entenbrust habe ich mich diesmal auf die Videoanleitung von Alexander Herrmann verlassen und bin damit sehr gut gefahren: das Ergebnis war eine saftige, rosa gebratene Brust mit knuspriger Kruste. Als Aromaten kamen bei mir Knoblauchzehen und einige Orangenschalenstreifen in die Pfanne. Das im Rezept unten genau beschriebene Prinzip kann man aber natürlich auch für andere Rezepte mit gebratener Barbarieentenbrust verwenden: für mediterrane Gerichte kommen dann eben etwas Rosmarin und Thymian hinzu.

Um nicht die Knusperschicht gleich wieder mit Salatsauce aufzuweichen, habe ich nur den Feldsalat mit dem Dressing angemacht und die aufgeschnittene Brust obenauf gelegt. Da gerade frischer Koriander greifbar war, durfte der auch noch mit dazu. Als kleine Beilage dienten in Entenschmalz gebratene Pellkartöffelchen. Ein feines Sonntags-Essen!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Knusprige Entenbrust auf scharfem Asia-Feldsalat
Kategorien: Geflügel, Ente, Salat, Asien
Menge: 2 Portionen

Zutaten

H ENTENBRUST
1     Barbarie-Entenbrust à etwa 330 g
1 Essl.   Butter
3 Streifen   Sevilla-Orangenschale oder Bio-Orangenschale
2     Knoblauchzehen; angequetscht
H SALAT
100 Gramm   Feldsalat; auch Babyspinat, Wasserkresse
2 Essl.   Fischsauce
1     Limette: Saft
1     Sevilla-Orange: Saft
1 Teel.   Geriebener Ingwer
1     Rote Thai-Chili; entkernt, fein gehackt
1/2 Teel.   Sesamöl
1     Frühlingszwiebel; fein gehackt
      Frisch gehackter Koriander; zum Bestreuen

Quelle

  Entenbrust nach Alexander Herrmann
  Dressing nach Nigella Lawson
  Erfasst *RK* 03.02.2014 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Den Salat putzen und waschen, alle Zutaten für's Dressing verrühren, beiseite stellen.

Den Backofen auf 100°C vorheizen.

Die Haut der Entenbrust mit einem scharfen Messer rautenförmig einritzen, Ente leicht salzen.

Die Brust mit der Hautseite nach unten in die kalte trockene Pfanne einlegen, erst auf hoher Stufe anbraten, bis Fett austritt, dann die Hitze reduzieren. Die Haut soll jetzt zwar etwas braun, aber noch nicht knusprig werden! Das Fleisch wenden, etwa 1 Minute weiter braten und dann aus der Pfanne nehmen. Die Brust auf einen Rost mit Abtropfpfanne legen und in etwa 35-40 Minuten rosa garen. Die Pfanne noch nicht säubern.

Die Entenbrust dann wieder mit der Hautseite nach unten in die erkaltete Pfanne mit Entenfett legen und schön knusprig braten. Die Brust wenden. Jetzt die Pfanne halb von der Platte ziehen, die Butter dazugeben sowie die Orangenschalen und die Knoblauchzehen. Die Ente in der Butter mit den Aromaten schwenken, aber das Fett nicht über Haut geben. Alles noch ein paar Minuten in der Pfanne ruhen lassen, dann das Fleisch aufschneiden.

Den Feldsalat im Dressing wenden und auf eine Platte geben. Nach Belieben noch etwas Bratfett aus der Pfanne darüberträufeln. Die aufgeschnittene Entenbrust auf dem Salat anrichten und mit frisch gehacktem Koriander bestreut servieren.

Anmerkung Petra: Lawson wendet ihre Entenscheiben im Dressing. Ich habe lieber nur den Salat damit angemacht, damit die knusprige Haut erhalten bleibt. Angenehm leichtes Gericht – ich habe noch einige in Entenschmalz gebratene Pellkartöffelchen dazu serviert. Wer's nicht so pikant mag, nimmt weniger Chili.

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17 Antworten auf „Knusprige Entenbrust auf scharfem Asia-Feldsalat“

  1. das ist die super methode, um eine schön knusprige entenbrust zu bekommen, und das fleisch ist butterzart. hab ich auch schon erfolgreich ausprobiert. einziger unterschied: ich gieße, wenn die ente im ofen ist, das fett in der pfanne ab (zur anderweitigen verwendung), der kleine rest, der drin bleibt, und das fett, das später beim knusprig braten noch austritt, reicht völlig aus.

  2. Du hast die Brust vor dem Wolf gerettet. 😉
    Ernsthaft, danke für die Beschreibung der Garmethode, das werde ich mit der nächsten Brust, die mir ins Haus flattert genau so machen!

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