Zwetschgentarte mit Baiser

Immer, wenn ich das im Urlaub am Lido von Ascona erstandene Augustheft von sale & pepe in die Hand nehme, denke ich an einen wunderbar erholsamen, warmen Strand- und Badetag zurück.

Neben mehreren anderen Rezepten hat mich eine torta meringata alle prugne sehr gereizt, das Backen habe ich dann aber doch lieber bis nach dem Urlaub verschoben.

Zwetschgentarte mit Baiser

Das ist eine kleine Zwetschgentarte, empfohlen für eine Form mit 20 cm Durchmesser. Meine mit herausnehmbarem Boden hat 22 cm, was genauso gut geht, der Teig ist sogar ziemlich dick. Damit komme ich gleich zu dem Punkt, der mir am sonst absolut empfehlenswerten Kuchen nicht ganz so gut gefallen hat: ich hätte den Boden gerne knusprig, der wird hier aber nicht vorgebacken und ist daher eher weich. Im Rezept unten habe ich Vorbackzeiten vermerkt, die ich beim nächsten Mal ausprobieren will – oder ich nehme gleich den schön blättrigen Boden der Zitronen-Crème-brûlée-Tarte.

Vor Auftragen der Baisermasse

Hier die Zwischenstation vor dem Aufspritzen der Meringuenmasse: saftige, kurz in wenig Butter angeschwitzte Zwetschgenhälften mit einem kleinen Sahneguss gebacken.

Die Baisermasse ist übrigens von der Konsistenz her absolut klasse, die übernehme ich gerne auch für andere Kuchen: luftig-leicht auch noch am nächsten Tag und überhaupt nicht zäh. Leider habe ich versäumt, vom Anschnitt ein Foto zu machen – die Gier nach dem Kuchen war wohl zu groß 😉 Das wird beim nächsten Mal nachgeholt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Zwetschgentarte mit Baiser
Kategorien: Kuchen, Früchte, Klein
Menge: 1 Tarte 20-22 cm

Zutaten

H TEIG
200 Gramm   Weizenmehl
1 Prise   Backpulver
90 Gramm   Butter
70 Gramm   Zucker
1 Prise   Salz
2     Eigelb
H BELAG
500 Gramm   Zwetschgen
10 Gramm   Butter
1     Bio-Zitrone: abgeriebene Schale
2 Essl.   Semmelbrösel
150 ml   Schlagsahne
1     Ei
20 Gramm   Zucker
10 Gramm   Mehl
H BAISER
3     (2) Eiweiß*
1 Prise   Salz
120 Gramm   (80 g) Zucker*
H ZUM BESTREUEN
1 Essl.   Puderzucker

Quelle

  Sale e Pepe
  Agosto 2013
  Erfasst *RK* 20.09.2013 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Torta meringata alle prugne

In einem Foodprocessor Mehl, Backpulver, Salz und Butter durchmixen. Die Eigelbe zugeben und mixen, bis ein Teig entsteht (war bei mir ziemlich bröckelig, ich habe ihn deshalb kurz von Hand zusammengeknetet).

Den Teig flach drücken und in eine 3 l-Gefriertüte geben, darin noch etwas ausrollen, 30 Minuten kalt stellen.

Die Zwetschgen halbieren und entkernen. Die Butter in einem Topf zerlassen und die Zwetschgen mit der abgeriebenen Zitronenschale etwas anschwitzen. Erkalten lassen.

Den Teig in der Tüte oder zwischen Klarsichtfolie ausrollen und in die Tarteform mit herausnehmbarem Boden legen, gut andrücke und mit einer Gabel einstechen. Die Form nochmal kalt stellen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Den Teigboden mit den Semmelbröseln bestreuen und mit den Zwetschgen kreisförmig überlappend belegen (Schnittfläche nach oben).

Sahne, Ei, Zucker und Mehl verquirlen und über die Zwetschgen gießen (war bei mir etwas mehr Guss als hineinging).

Die Tarte in den unteren Teil des Backofens schieben und 45-50 Minuten backen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Die Backofentemperatur auf 200°C erhöhen.

Währenddessen die Eiweiße mit Salz steif schlagen, dabei nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Weiterschlagen bis man eine komplett steife, glänzende Masse erhält.

Den Eischnee in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen und adie Tarteoberfläche mit einem beliebigen Muster bedecken. Mit Puderzucker bestäuben und nochmal für 10-12 Minuten in den Backofen schieben, bis die Baisermasse goldbraune Spitzen bekommt.

Anmerkung Petra: im Prinzip ausgezeichnet, mir würde allerdings ein vorgebackener und damit knuspriger Boden besser dazu gefallen. (Testen: Boden 15 Minuten bei 200°C blind backen, dann noch unbedeckt 5-10 Minuten. abkühlen lassen, dann Fülle aufbringen. Oder den Boden der Zitronen-Crème-brûlée-Tarte verwenden). Baisermasse ist klasse, bleibt auch am nächsten Tag luftig-leicht und wird nicht zäh.

*m Original wird der Baiser aus 3 Eiweß gemacht, das war bei mir allerdings sehr reichlich – 2 sollten auch genügen.

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