Sauerteig-Resteverwertungsbrot

Nach dem Urlaub ist eine der ersten Handlungen das Auffrischen meines Sauerteiges. Obwohl das nun wirklich nicht unbedingt notwendig ist, habe ich immer drei Sauerteig im Kühlschrank (die drei Gläser sind hier im obersten Fach zu sehen): einen Roggensauerteig, gefüttert mit gleichen Mengen Wasser und Roggenmehl Type 1150, einen "flüssigen" Weizensauerteig (ebenfalls 100% Hydration) und einen "festen" Sauerteig nach Maggie Glezer. Während der flüssige Weizensauerteig nach längerer Fütterpause manchmal etwas rumzickt, ist der festere eher unempfindlich.

Um die Kerlchen wieder richtig auf Trab zu bringen, füttere ich sie meist 2 oder 3 mal hintereinander, dabei anfallende Reste vor allem des festen Sauerteigs werden normalerweise entweder in Hefebroten mit verbacken (gut geeignet sind z.B. das große Buttermilchbrot oder das dunkle Bauernbrot) oder entsorgt.

Sauerteigreste-Brot

Letztes Jahr hatte ich dann bei Lutz im Plötzblog sein Rettungsbrot entdeckt. Gute Idee, fand ich und habe meine drei Sauerteigreste ebenfalls zusammen in ein Brot verpackt. Wo Lutz versehentlich zuviel Wasser zugegeben hat, war es bei mir jetzt aber versehentlich weniger als geplant. Der Teig war recht fest und dadurch völlig unkompliziert zu verarbeiten, das Brot hat uns sehr gut geschmeckt.

Anschnitt

Beim nächsten Mal versuche ich es dann aber doch mal mit etwas mehr Wasser 😉

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Sauerteigreste-Brot
Kategorien: Brot, Sauerteig
Menge: 1 Brot

Zutaten

H AUTOLYSE
150 Gramm   Weizenmehl Type 550
150 Gramm   Wasser
H HAUPTTEIG
80 Gramm   Weizensauerteig (100% Hydration; vom Vortag*)
80 Gramm   Roggensauerteig (100% Hydration; vom Vortag*)
65 Gramm   Fester Sauerteig (55% Hydration; vom Vortag*)
150 Gramm   Roggenmehl 1150
75 Gramm   Wasser; Menge anpassen (Petra: aus Versehen
      -weggelassen)
2 Gramm   Hefe
10 Gramm   Butterflöckchen
8 Gramm   Salz

Quelle

  nach einer Idee aus dem
  Plötzblog
  Erfasst *RK* 17.05.2013 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Weizenmehl mit 150 g Wasser mischen und 60 Minuten abgedeckt ruhen lassen (Autolyse).

Die übrigen Zutaten außer Butter und Salz zugeben und alles 5 Minuten auf Stufe 1 verkneten, dann Butterflöckchen und Salz zugeben und weitere 5 Minuten auf Stufe 2-3 zu einem festen Teig verkneten.

Den Teig 2 Stunden abgedeckt bei Raumtemperatur in einer Schüssel gehen lassen. Nach 30, 60 und 90 Minuten mit einer Teigkarte in der Schüssel falten.

Den Teig rund wirken und mit Schluss nach oben 45 Minuten bei ca. 27°C reifen lassen (habe ich in Mikrowelle mit angelehnter Türe gemacht).

Mit Schluss nach unten auf einen mit Grieß bestreuten Teigschieber stürzen, über Kreuz einschneiden und bei 250°C fallend auf 220°C 45 Minuten mit Dampf backen (Petra: 5 Minuten 250°C, 15 Minuten 230°C, 25 Minuten 220°C.).

Anmerkung Petra: sehr schönes Brot, elastische Krust, schmeckt prima.

*Bei diesem Brot können gut die anfallenden Reste vom Aufpäppeln der Sauerteige verarbeitet werden.

Der Teig ist ziemlich fest, beim nächsten Mal das vergessene Wasser zugeben 😉

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8 Antworten auf „Sauerteig-Resteverwertungsbrot“

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