Gâteau du Vully – Vully-Kuchen

Ihr seid richtige Zuckerschnuten, mögt Süßes? Oder kommt das gar nicht in Frage – Ihr steht auf Pikantes?

Egal, zu welcher Spezies Ihr gehört, mit dem folgenden Rezept könnt Ihr beide Arten von Feinschmeckern glücklich machen 😉 Zu sehr auf die schlanke Linie achten sollte allerdings keiner…

Gateau du Vully Mont Vully Kuchen

Der Gâteau du Vully existiert in 2 Varianten, die auf demselben Hefeteig aufbauen: einer Salzigen mit Speck und Crème double und einer Süßen mit Zucker und Crème double. Praktischerweise macht man gleich einen Ansatz für 4 Kuchen, lädt sich Leute zum Verspeisen ein, oder friert einen Teil der Kuchen ein. Anders als bei einem Flammkuchen oder einer Pizza ist hier der Teig aber relativ dick, flaumig und zart.

Da Crème double bei uns nur schwer zu bekommen ist, habe ich mir welche aus der Schweiz mitgebracht und den Kuchen nach langer Zeit mal wieder gebacken. Das Rezept stammt von Billi, bei deren Hochzeit wir die Kuchen am Mont Vully genießen durften. Ich habe es im Originaltext wiedergegeben, meine Anmerkungen findet Ihr am Schluss – so mache ich den Teig in der Küchenmaschine und knete nicht von Hand.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gâteau du Vully – Vully-Kuchen
Kategorien: Backen, Kuchen, Apéro, Dessert
Menge: 4 Kuchen à ca 30 cm Durchmesser

Zutaten

H TEIG
1 Würfel   Frischhefe (42g)
2 Teel.   Zucker
600 ml   Milch, lauwarm
150 Gramm   Butter oder besser 100 g Butter + 50 g Schmalz
100 ml   Vollrahm, zimmerwarm
1 kg   Weißmehl
2 Teel.   Salz
  Etwas   Mehl zum Arbeiten
H SÜSSER BELAG FÜR 2 KUCHEN
250-300 ml   Doppelrahm (Petra: 250 g)
      Zucker
50 Gramm   Butter für Flöckchen (Petra: evtl. weglassen)
  Etwas   Zimt zum Bestreuen
H SALZIGER BELAG FÜR 2 KUCHEN
250-300 ml   Doppelrahm (Petra: 250 g)
200 Gramm   Sehr fein gehackter mageren Speck
      Kümmel
      Salz
      Pfeffer

Quelle

  von Martha Hofer, Montet-Cudrefin zur Hochzeit
  Erfasst *RK* 01.07.2005 von
  Marie-Isabelle Bill

Zubereitung

Hefe mit etwas Zucker in einer kleinen Schale flüssig rühren.

Milch und Butter zusammen ganz leicht erwärmen (nur handwarm!!!), so dass die Butter flüssig ist. Die zimmerwarme Sahne dazugießen.

Mehl und Salz zusammen in eine (evtl. vorgewärmte) Schüssel geben und gut vermischen, in der Mitte eine Vertiefung anbringen.

Flüssige Hefe und lauwarme Milch/Butter zusammen verrühren und in die Vertiefung gießen. Alles gut verkneten, so dass viel Luft dazukommt und zu einem geschmeidigen, sehr weichen Teig verarbeiten (Teig muss viele Luftbläschen aufweisen!). (Sollte der Teig zu feucht sein – aber bitte Geduld! – kann noch etwas Mehl nachgegeben werden)

Dann den Teig mit einem feuchten Tuch zugedeckt an warmem Ort um das Doppelte gehen lassen. Je nach Temperatur 1-2 Std. (Petra: 40-60 Minuten reicht gut)

Den Teig in vier gleich große Stücke teilen und nun jedes Stück zu einer Kugel formen und diese ganz leicht in etwas Mehl wenden.

Nun wird der Teig auf die Grösse der Kuchenbleche ausgewallt – mind. aber muss er 1 cm hoch sein. Ideal ist, den Teig am Rande minimal höher zu lassen als in der Mitte resp. einen ca 1 cm dicken Rand zu formen. Dann die gefüllten Kuchenbleche nochmals 30-40 Min., zugedeckt mit einem feuchten Tuch, gehen lassen (Zugluft vermeiden!).

In der Zwischenzeit den Backofen auf 250-300°C vorheizen – WICHTIG, der Backofen MUSS so heiß sein! (Petra: Backofen mit Backstein, 250°C)

Nun die Kuchen nacheinander "belegen" und gleich backen. Auf keinen Fall den Belag zu lange auf dem Teig lassen. Am besten 1. Kuchen vorbereiten – ab in den Ofen, in der Zwischenzeit den zweiten Kuchen vorbereiten etc.

SÜSSER BELAG

Doppelrahm etwas cremig rühren – dann mit den Fingerkuppen ganz viele kleine Dellen in den Teig drücken. Diese Löcher mit Zucker (ca 3-4 Handvoll füllen, wenig Zucker über den restlichen Teig streuen. Nun langsam und vorsichtig die eine Hälfte des Doppelrahms über den Kuchen gießen. Mit der Hälfte der Butterflöckchen bestreuen und sofort in den heißen Ofen geben. Der Kuchen sollte goldgelb (10-15 Min) gebacken werden. Dann den Kuchen herausnehmen (vorsichtig, denn der Rahm ist noch etwas flüssig) und wie folgt
"glasieren": mit etwas Zimt (wenig!!) und 2 EL Rahm (Petra: weggelassen, Belag ist flüssig genug!) + 1 EL Zucker bestreuen und dann mit einem Löffelrücken leicht darüberfahren.

In der Zwischenzeit ist ja der zweite Kuchen schon im Ofen …

SALZIGER BELAG

Doppelrahm etwas cremig rühren – dann mit den Fingerkuppen ganz viele kleine Dellen in den Teig drücken. Diese Löcher und den restlichen Teig mit den feinen Speckwürfelchen füllen, resp. bestreuen. Etwas Kümmel (je nach Geschmack)darüberstreuen und dann ebenfalls vorsichtig den Doppelrahm darübergeben. Ganz wenig salzen (je nach Intensität des Speckes). Ab in den Ofen – ebenfalls ca 10-15 Min goldgelb backen. Auch hier: Der Belag muss noch etwas flüssig sein, wenn wir ihn aus dem Ofen holen. Dann mit frisch
gemahlenem Pfeffer würzen.

Beide Varianten schmecken lauwarm – aber auch kalt. Allerdings sollte der Kuchen innerhalb von 12 Std gegessen werden, weil er nachher nicht mehr schmeckt (zäh und trocken).

TIPPS von Martha + Billi:

– Wenn nur Vollrahm zur Verfügung steht, kann beim salzigen Belag auch ein Eigelb daruntergerührt werden, um etwas "Halt zu geben".
– Die Kuchen können auch vorbereitet und dann 10 Min. gebacken werden. Anschließend tiefkühlen und dann frisch aufbacken!
– Nicht zu dunkel backen!

"Bon app." vom Murtensee!

Anmerkung Petra: Zubereitung brauchte bei mir insgesamt etwa 2 1/2 Stunden. Gemacht mit Butter und Schmalz – das ergibt einen sehr zarten Teig (Teig in der Küchenmaschine hergestellt, dabei Butter/ Schmalz nach dem ersten Kneten flöckchenweise zugegeben, dann Salz). Der Teig geht sehr schön auf. 1/4 wiegt etwa 480 g. Teigkugeln flach gedrückt, dann in ungefettete Schwarzbleche gelegt und beim Ausrollen (kleiner Ausroller) immer wieder ruhen lassen. Zum Schluss einen kleinen dünnen Rand formen. Bis an den Rand
etwas dimpeln und füllen. 250 ml Doppelrahm für 2 Kuchen reicht. Temperatur 250°C reicht. Ziemlich üppig, aber sehr lecker!

Lässt sich gut einfrieren und dann im Backofen wieder aufbacken.

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16 Antworten auf „Gâteau du Vully – Vully-Kuchen“

  1. Der süße Kuchen erinnert mich an den Rahmkuchen meiner Großmutter, den sie bei jeder Gelegenheit gebacken hat. Auch mit Hefeboden und etwas Zimt. Frisch, noch lauwarmvoller Kindertage.
    Welcher konnte bei euch mehr gewinnen: süß oder salzig?

  2. Super Idee, man kann ja gleich mit einem Teig beide machen… schlicht und lecker, das ist vorgemerkt 🙂
    Solche einfachen Hefekuchen mit einer Zucker-Zimtige Creme mag ich eh besonders gerne.

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