Indisches Lammcurry mit gewürztem Spinat

Immer noch türmen sich Lammvorräte in der Tiefkühltruhe, denen es allmählich an den Kragen gehen soll. Lamm indisch war meine Vorstellung – normalerweise hätte ich jetzt automatisch zu 660 Curries gegriffen und bestimmt ein Rezept gefunden, was mir zusagt.

Aber halt – ich habe doch seit <flüster>Dezember 2010!</flüster> den Neuzugang India: The Cookbook von Pushpesh Pant. Schnell den 1,5 kg-Wälzer aus dem Regal genommen (praktischerweise steht die Gewichtsangabe gleich auf dem Buchrücken) und ein bisschen geblättert.

Lammcurry nach Pushpesh Pant

Mit dem in die Tat umgesetzten Ergebnis meiner Recherche bin ich mehr als zufrieden: das Lamm-Curry mit Joghurt kommt absolut köstlich daher, der Spinat als Beilage macht sich sehr gut.

Einzig die im Rezept angegebene Flüssigkeitszugabe ist für meine Verhältnisse viel zu viel zu viel – aber das war mir vor Jahren auch schon einmal bei einigen Rezepten von Camellia Panjabi (Currys – Das Herz der indischen Küche) aufgefallen.

Mit diesem Rezept habe ich endlich einmal wieder einen Beitrag für das dKduW-Event von Foodfreak. Zum Buch selbst kann ich leider noch nicht allzuviel sagen, da muss ich mich erst noch weiter durcharbeiten und Rezepte ausprobieren – Mangel an Interessantem herrscht jedenfalls nicht. Für die Qualität spricht aber absolut das, was die Indien-Spezialistin Foodina schon daraus getestet hat – und das ist eine ganze Menge!

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Lamm-Curry – Kossha Mangsho
Kategorien: Fleisch, Lamm, Curry, Indien
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

1 kg   Lammfleisch*; in Würfeln von 2,5 cm Kantenlänge
H MARINADE
250 ml   Jogurt (P: mein Sahnejoghurt)
2 Essl.   Öl
1 Teel.   Gemahlene Chilis (P: scharf, aus Indien)
1/2 Teel.   Kurkuma
1 Teel.   Zucker
H SOWIE
125 ml   Öl; zum Braten (P: weniger)
300 Gramm   Zwiebeln; in Streifen
5 cm   Ingwer; fein gehackt
2     Knoblauchzehen; fein gehackt
2     Grüne Chilis; fein gehackt (P: Thai und Jalapeno)
500 ml   Jogurt (P: mein Sahnejoghurt)
2 Teel.   Gemahlene Chilis (P: scharf, aus Indien)
1 Teel.   Kurkuma
3 Teel.   Zucker
2 Teel.   Gemahlener schwarzer Kardamom (P: Samen aus 4
      -Kapseln fein gemörsert)
      Salz
3 Teel.   Gehackter Koriander; zum Bestreuen

Quelle

  modifiziert nach
  Pushpesh Pant
  India Cookbook
  Erfasst *RK* 25.01.2012 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Alle Zutaten für die Marinade verrühren. Das Fleisch samt Marinade in einen Gefrierbeutel geben, gut durchkneten. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Einen Bräter mit dem Öl erhitzen, die Zwiebeln darin in 5-7 Minuten goldbraun braten. Ingwer, Knoblauch und Chilis zugeben, weitere 2-3 Minuten rührbraten. Die Temperatur auf hoch stellen, das Lamm mit der Marinade zugeben, salzen und 5-10 Minuten rührbraten (P: ist eine ziemlich flüssige Angelegenheit, ich habe es 5 Minuten unter Rühren geköchelt).

Wasser zugießen** (im Original 1 l!, ich habe etwa 200 ml verwendet, das war noch üppig), dann die Hitze reduzieren, den Topf zudecken und das Gericht etwa 1 1/2 Stunden simmern lassen, bis das Fleisch zart und die Sauce leicht eingedickt ist. Nun den gemahlenen Kardamom zugeben und abschmecken. Mit dem gehackten Koriandergrün bestreut servieren.

Anmerkung Petra: ganz köstlich! Ich habe während des Köchelns schon immer wieder von der Sauce genascht 😉 Dazu gewürzter Spinat und Basmatireis.

*knapp 600 g Lammkeule verwendet mit den halben Zutaten: reicht für 3

**Wasserzugabe von 1 l im Original ist viel zu viel.

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========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Gewürzter Spinat – Palak
Kategorien: Beilage, Gemüse, Indien
Menge: 2 Personen

Zutaten

1 Essl.   Butterschmalz
1     Zwiebel; in Streifen (nicht im Original)
1/2 Teel.   Korianderkörner
2     Getrocknete rote Chilis
300 Gramm   TK-Spinat (oder entsprechende Menge frischer
      -Spinat)
      Salz
  Wenig   Wasser

Quelle

  modifiziert nach
  Pushpesh Pant
  India Cookbook
  Erfasst *RK* 25.01.2012 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Butterschmalz in einem kleinen Topf erhitzen. Die Zwiebelstreifen darin goldbraun anbraten. Die Korianderkörner zugeben und etwa 1 Minute rührbraten. Dann die Chilis zugeben und eine weitere Minuten rühren. Nun den Spinat, Salz und einen kleinen Schluck Wasser zugeben, zudecken und etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis der Spinat aufgetaut und gar ist, dabei gelegentlich umrühren.

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12 Antworten auf „Indisches Lammcurry mit gewürztem Spinat“

  1. Guten Morgen,
    das sieht so lecker aus, dass es bei mir demnächst auch auf dem Tisch stehen wird. Besagtes Buch wohnt übrigens auch in meinem Regal. Allerdings habe auch ich noch nicht so viel getestet. Aber dieses Curry wird das nächste Testrezept sein!
    Herzliche Grüße
    Susanne

  2. Wieso gerinnt der Joghurt nicht?
    Ich koche auch öfters indisch, habe aber quasi immer das Problem, dass der Joghurt so krümelig gerinnt. Woran liegt das, und wie kann ich das vermeiden? an der Temperatur alleine scheint es ja nicht zu liegen, denn hier wird diese ja auch sehr hoch erhitzt.

  3. Gute Frage, auf die ich leider keine Antwort habe. Ich kenne das Problem, hatte es hier aber nicht. Vielleicht lags daran, dass die Sauce noch relativ verdünnt war und ich meinen Sahnejoghurt eingesetzt habe, ich hab auch immer mal mit einem kleinen Schneebesen gerührt – jedenfalls war die Sauce bei mir nicht grobflockig, wie man ja auch auf dem Foto sieht.

  4. Indien-Spezialistin…? *rot werd* Dankeschön 😉
    Das sieht sehr lecker aus, müssen wir auch mal probieren. Das Problem mit der Wassermenge gibt’s auch bei Rezepten aus indischen Blogs, wie wir gestern feststellen durften (Rezept heute im Blog)
    Zum Joghurt – ich habe festgestellt, dass der Joghurt weniger flockt, je fetter er ist. Wir verwenden immer den normalen Demeter-Joghurt mit 3,5 % Fett und behelfen uns dadurch, dass wir ihn leicht aufschlagen. Ausserdem lassen wir den Joghurt Zimmertemperatur annehmen vor der Verwendung.

  5. Oje, ich weiss nicht, warum ich immer hungrig Rezepte anschaue haha. Das sieht super lecker aus und wenn mir Lamm ueber den Weg laeuft werde ich es ausprobieren. Danke!

  6. Sieht sehr lecker aus! Zum Joghurt: Nachdem mir der Joghurt neulich auch grisselig wurde, habe ich recherchiert: man soll den Joghurt mit etwas Stärke vermischen, bevor man ihn in die Soße gibt. Dann gerinnt er wohl nicht mehr. Ich habe es zugegebenermaßen selbst noch nie ausprobiert, aber dieses Gericht lädt ja förmlich zu einem Selbstversuch ein.
    Die Feststellung, dass die Soße seltener gerinnt, wenn man fetten Joghurt verwendet, habe ich übrigens auch schon gemacht. 🙂

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