Weihnachts-Nachlese: Safran-Möhrenessenz mit Polentasternen

Auch wenn Weihnachten schon lange vorbei ist, gibt's hier noch die eine oder andere Nachlese für mich als Gedächtnisstütze.

Safran-Möhrenessenz mit Polentasternen

Für die Weihnachtsmenüs suche ich mir gerne Gerichte aus, die man gut vorbereiten kann: so wie diese klare Möhrensuppe mit Polenta-Einlage. Außerhalb von Weihnachten schneidet man eben Rauten oder sonstige Formen anstelle der Sterne aus dem fest gewordenen Maisbrei. Bei der Polenta habe ich mich übrigens an dem beim Foodbloggertreffen für hervorragend befundenen Rezept von Simone orientiert.

Die Suppe (das Original kam von Brigitte) hat mich anfangs etwas geärgert. Nach dem Abseihen der Möhrenraspel lief leider eine trübe Brühe durch das Tuch. Also habe ich zu diesem Zweck eingefrorenes überschüssiges Eiweiß aus dem Tiefkühler geholt und die Suppe geklärt. Klar war sie nach erneuten Absieben schon – leider tendierte die Farbe nun ins Grünliche. Aber man weiß sich ja zu helfen: mit ein klein wenig Safran (das ja sowieso sehr gut zu Möhren passt) strahlt sie wieder in feinem Gelb.

Die Suppe mit ihrem süßlichen Möhrengeschmack und dem Hauch Zimt passt prima in die Advents- oder Weihnachtszeit.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Safran-Möhrenessenz mit Polenta-Sternen
Kategorien: Suppe, Vorspeise, Gemüse, Weihnachten
Menge: 5 Personen

Zutaten

H POLENTA-STERNE
250 ml   Milch
250 ml   Hühnerbrühe oder Gemüsebrühe
25 Gramm   Butter
1 klein.   Knoblauchzehe
1 klein.   Rosmarinzweig
1 klein.   Thymianzweig
1 klein.   Salbeizweig
125 Gramm   Polenta (Maisgrieß)
25 Gramm   Parmesan
      Salz
      Pfeffer
H MÖHRENESSENZ
1 Ltr.   Gemüsebrühe
1 kg   Möhren (am besten Bundmöhren)
1     Zimtstange
1 Teel.   Pfefferkörner
1     Wacholderbeere
1 Zweig   Thymian
      Salz
      Frisch gemahlener Pfeffer
      Zucker
H NACH BELIEBEN
3     Eiweiß; zum Klären
1 Prise   Safran
      Kerbelblättchen; zum Dekorieren
1     Möhre; in Julienne

Quelle

  Essenz nach
  brigitte.de
  Polenta nach
  pi mal Butter
  Erfasst *RK* 01.01.2012 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

am Besten am Vortag beginnen!

Für die Polenta-Sterne:

Butter zur Nussbutter bräunen, dann mit grob gewürfelten Zwiebeln, angedrückten Knoblauchzehen und Kräutern ein paar Minuten andünsten. Mit Milch und Brühe ablöschen, einmal aufkochen und 15 Minuten auf abgeschalteter Herdplatte ziehen lassen. Abschmecken und durch ein Sieb geben, die Flüssigkeit auffangen.

Die Flüssigkeit erneut aufkochen vom Herd nehmen und die Polenta mit dem Schneebesen einrühren. Bei nicht zu starker Hitze unter Rühren dick einkochen lassen, zum Schluß den Parmesan hinzufügen und abschmecken. Dann sofort etwa 1 cm dick auf ein mit Frischhaltefolie oder Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und gut auskühlen lassen. Das kann alles auch schon einen Tag vorher vorbereitet werden.*

Zum Servieren mit einem nass gemachten Keksausstecher Sterne ausstechen (schön sind 2 verschiedene Größen) oder aber die Masse in Rauten schneiden. Diese unmittelbar vor dem Anrichten auf ein gebuttertes Blech legen und bei 80°C im Ofen kurz Temperatur nehmen lassen.

Für die Möhrenessenz:

Die Möhren schälen und fein reiben, dabei eine Möhre für die Julienne beiseite legen. Geriebene Möhren, Gemüsebrühe, Gewürze und Thymian in einen Topf geben, aufkochen und bei kleiner Hitze im geschlossenen Topf 30 Minuten leicht kochen lassen. Die Brühe durch ein feines Sieb gießen und mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Zucker abschmecken. Nach Bedarf kann die Essenz noch geklärt werden.*

Die restliche Möhre schälen und in sehr dünne Streifen ("Julienne") schneiden. Kurz vor dem Servieren die Brühe gut erhitzen, so viel Safran zugeben, dass eine schön gelbe Farbe entsteht, nochmal abschmecken (evt. mit einem Spritzer Zitronensaft), die Möhrenstreifen 2-3 Minuten darin ziehen lassen. Die angewärmten Polenta-Sterne in Suppentteller oder -tassen verteilen, mit Möhrenessenz und Möhrenstreifen auffüllen und mit einigen Kerbelblättchen garnieren.

Anmerkung Petra: wunderbar vorzubereiten. Die Suppe hat einen leicht orientalischen Touch.

*Ergibt mehr Polenta als benötigt. Der Rest kann gebacken als Beilage verwendet werden.

**Da bei mir die Möhrenbrühe trüb war, habe ich die Suppe noch geklärt: dazu die Eiweiße verquirlen und in die kalte Suppe geben. Langsam zum Kochen bringen, dabei immer mal wieder umrühren, damit das Eiweiß nicht am Boden ansetzt. Wenn die Suppe köchelt, gerinnt das Eiweiß, steigt nach oben und schließt dabei die Trubstoffe ein. Kurz stehen lassen, dann durch ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb filtrieren. Leider hatte die Flüssigkeit nach dem Klären die orange Farbe verloren, mit etwas Safran wird sie aber schön gelb.

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13 Antworten auf „Weihnachts-Nachlese: Safran-Möhrenessenz mit Polentasternen“

  1. Sieht ja zauberhaft aus! Und wieder habe ich bei dir etwas dazu gelernt!
    Ein gutes Jahr, liebe Petra, und all deinen Lieben, Gesundheit, Frohsinn und Zufriedenheit!
    Für die Festtage habe ich mich dickofetto in deinem Rezepte-Fundus bedient – und habe es nicht bereut! Das Lob aller Anwesenden war mir gewiß! Auf dich und deine Rezepte ist halt Verlaß. Was allerdings nichts Neues ist für 2012 😉

  2. Jetzt weiss ich auch, dass ich für die nächsten übrig gebliebenen Eiweiss eine sinnvolle Verwendung haben werde. Aber ihr seid doch keine Veggies, hat es einen bestimmten Grund, dass Du Eiweiss verwendet hast? Bisher habe ich immer mit Rinderhack geklärt, auch wegen des besseren Geschmacks.

  3. Micha, ich bin in den letzten Tagen immer nur kurz an den Rechner gekommen und habe nur extrem schnell und quer gelesen. Es gibt einiges nachzuarbeiten, fürchte ich 😉
    Dir und deinem Habib ein zauberhaftes 2012. Halte die Augen und die Kamera weiterhin offen und verwöhne uns mit deinen Eindrücken, die mich oft virtuell in die Ferne reisen lassen 🙂 Liebe Grüße!

  4. Sieht super schön aus, die Suppe, und das Rezept klingt auch nach „schnell und einfach“.
    Das mit dem Safran schreckt mich aber ab, der gehört bei mir/uns nicht zur Standardausstattung in der Küche.

  5. Schnell und einfach finde ich die Suppe ja nun nicht gerade – da würde mich die Herstellung wesentlich mehr abschrecken als der Safran, den man ja sowieso nur in Minimengen kauft 😉 Wenns dir nur ums Färben geht, kannst du ja das deutlich billigere Kurkuma einsetzen. Aber mit dem Safran kann man auch ein wunderbares Mailänder Risotto machen.

  6. Liebe Petra,
    hast du eine Idee, wie ich eine Suppe vegan klären kann? Ich würd sie auch ungeklärt servieren, aber deine ist so wunderschön klar, sieht super aus!
    Liebe Geburtstagsgrüße aus Viechtach
    Anna

  7. Liebe Anna, normalerweise funktioniert das ja entweder mit Eiweiß oder Klärfleisch. Es geht aber auch mit Gelatine (natürlich nicht vegan) oder Agar Agar, so wie hier beschrieben:
    http://www.blueglobus.com/how-to-gelatineagar-filtration.html
    Robert hat das Prinzip mal für eine Hühnerbrühe probiert – ist halt ziemlich aufwändig (einfrieren, dann ablaufen lassen).
    http://lamiacucina.wordpress.com/2012/01/13/geflugelfond-nt/
    Die Suppe schmeckt aber sicher auch so! Wenn du sie nur ganz sanft erhitzt und nicht heftig kochst, sollten auch weniger Trubstoffe in die Brühe gelangen.
    Viel Erfolg – und vielen Dank für die Glückwünsche!

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