Champignon-Curry – dinghri josh

Letzte Woche brachte leider einige unvorhergesehene Ereignisse, die meinen Wochenplan total durcheinanderschüttelten und dazu führten, dass ich relativ häufig außer Haus war. Den Feiertag hatte ich allerdings für mich und stieß beim Querlesen von Foodblogs auch auf Alex indisches Lammcurry. Und das machte mir solche Lust – aber Lamm hätte ich erst auftauen müssen.

Im Kühlschrank warteten jedoch Champignons, die ursprünglich für ein anderes Gericht vorgesehen waren. Warum also nicht diese in einem Curry verarbeiten? Mein erster Gedanke war, einfach das Lamm in Alex Rezept durch Champignons zu ersetzen.

Indisches Champignoncurry

Zuvor habe ich dann aber doch noch einen Blick in die "Currybibel", 660 Curries von Raghavan Iyer zuwerfen (ich empfehle dazu auch die Rezension von Foodfreak mit einer Liste ausprobierter Rezepte). Und fand dort tatsächlich ein passendes und interessant klingendes Rezept 🙂

Anders als Iyer habe ich etwa das Doppelte an Champignons verwendet und diese angebraten, bevor ich sie in die durch viele Gewürze und Chili pikant-scharf abgeschmeckte Tomatensauce gegeben habe. Es empfiehlt sich, die groben Gewürze vor dem Servieren herauszufischen, da ein Biss auf eine dunkle Kardamomkapseln nicht eben Freude bereitet.

Champignoncurry mit Reis und Joghurt

Mit Basmatireis und etwas gewürztem Joghurt ein wirklich köstliches vegetarisches Essen. Neu war mir übrigens, dass wie hier eine große Schnittlauch in indischen Gerichten Verwendung findet.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Champignon-Curry – dinghri josh
Kategorien: Curry, Pilz, Vegetarisch, Indien
Menge: 3 Personen

Zutaten

2-3 Essl.   Öl
1 Teel.   Kreuzkümmel
1 Teel.   Schwarzkümmel
4     Schwarze Kardamomkapseln
3     Lorbeerblätter
1-2     Zimtstangen
2     Getrocknete Chilis (Thai, Cayenne, Petra: Sanaam)
2     Rote Zwiebeln; fein gehackt
2 Teel.   Geriebener Ingwer
2 Teel.   Fein gehackter Knoblauch
400 Gramm   Tomaten (Dose); grob gehackt
240 ml   Wasser
1 Teel.   Gemahlene Kaschmir-Chilis ODER
1/4 Teel.   Cayennepfeffer (Petra: scharfes indisches
      -Chilipulver)
3/4 Teel.   Süßes Paprikapulver
1 Teel.   Salz
400 Gramm   Feste Champignons; je nach Größe halbiert oder
      -geviertelt
1 Schuss   Zitronensaft
1/2 Teel.   Punjabi Garam Masala (s. Rezept)
1-2 Bund   Schnittlauch; in Röllchen (Original 1 cup)

Quelle

  leicht modifiziert nach
  Raghavan Iyer
  660 Curries
  Erfasst *RK* 05.06.2011 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Hälfte des Öls in einem weiten Topf bei mittel-hoher Einstellung erhitzen . Beide Kümmelsaaten, Kardamom, Lorbeerblätter, Zimtstangen und getrocknete Chilis zugeben und unter Rühren 15 Sekunden braten, bis es brutzelt und die Gewürze anfangen zu duften. Die Zwiebeln zugeben und etwa 5 Minuten rührbraten, bis sie goldgelb sind.

Ingwer und Knoblauch zugeben und 30 Sekunden mitbraten. Nun die Tomaten mitsamt Saft zugeben sowie Chili- und Paprikapulver und Salz. Bei mittlerer Hitze halbbedeckt etwa 8-10 Minuten köcheln lassen, bis die meiste Flüssigkeit verdampft ist und das Öl beginnt sich abzusetzen. Die Hälfte des Wassers angießen und nochmals 5-10 Minuten simmern.

Währenddessen in einer großen Pfanne das restliche Öl stark erhitzen und die Champignons darin anbraten, dabei mit etwas Zitronensaft beträufeln. Die Champignons sollen beginnen zu bräunen, die austretende Flüssigkeit verdampfen. Die Champignons dann leicht salzen und in die Currysauce geben, das restliche Wasser angießen und nochmals 10 Minuten simmern, bis sich die Aromen verbunden haben. Abschmecken und die groben Gewürze entfernen. Das Garam Masala und die Schnittlauchröllchen einrühren.

Das Curry mit Basmatireis und nach Belieben gewürztem Joghurt servieren.

Anmerkung Petra: schön scharf und lecker!

Iyer gibt die Champignons roh (nur 225 g) in die Sauce, ich mag sie angebraten lieber.

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5 Antworten auf „Champignon-Curry – dinghri josh“

  1. Das klingt wirklich höchst interessant. Champignons so ganz anders gewürzt konnte ich mir erst gar nicht vorstellen, ich habe die Pilze aber inzwischen auch schon mal in einem grünen Thaicurry mit Kokosmilch eingesetzt – war super. Warum also nicht auch auf indisch?

  2. Hallo Petra,
    als ich Ihr Rezept gestern sah, bin ich noch schnell los, um Pilze zu kaufen 🙂 und wir haben diesen Curry zum Abendessen genossen. Es sieht nicht nur lecker aus, es ist auch köstlich und leicht nachzukochen!
    Danke und viele liebe Grüße
    Semiha

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