Rheinischer Kaffeestuten

Beim aktuellen Blog-Event möchte der Edekaner  eine kulinarische Reise durch das Rheinland machen. Also habe ich gleich mal meine Rezeptverwaltung nach dem Zusatz "rheinisch" im Titel befragt – und habe u.a. ein Brotrezept gefunden, einen angeblich "rheinischen" Kaffeestuten. Bei der Suche im Netz scheint mir das zwar nicht gerade eine der großen rheinischen Spezialitäten zu sein – der Stuten taucht nämlich sonst nirgends auf.

Rheinischer Kaffeestuten

Aber was soll's, vielleicht hat er ja schon mal auf der einen oder anderen rheinischen Kaffeetafel gestanden 😉 Ich habe ihn jedenfalls gebacken. Das Innere passt farblich hervorragend zum momentan herrlich sonnigen Frühlingswetter. Uns schmeckt der nicht sehr süße Stuten zum Frühstück mit Butter und einer der kürzlich gemachten Zitrusmarmeladen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rheinischer Kaffeestuten
Kategorien: Brot, Kuchen, Rheinland
Menge: 1 Brot

Zutaten

500 Gramm   Weizenmehl Type 550
300 Gramm   Wasser
30 Gramm   Zucker
10 Gramm   Frischhefe
60 Gramm   Butter
1 Teel.   Salz
75 Gramm   Rosinen
60 Gramm   Mandelstifte
100 Gramm   Getrocknete Aprikosen; in Würfelchen

Quelle

  nach ffoehles in Brotkorb-Liste
  Erfasst *RK* 18.03.2004 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Das Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben.

Die Hefe in etwa 20 g warmen Wasser mit einer Prise vom Zucker anrühren, in eine Mehlmulde gießen, mit etwas Mehl verrühren und etwa 10 Minuten stehen lassen, bis sich Bläschen gebildet haben.

Anschließend das restliche Wasser und den Zucker zugeben und auf Stufe 1 (Kenwood) etwa 5 Minuten kneten, dabei gegen Ende die Butter in Flöckchen einkneten. Nun auf Stufe 3 schalten, das Salz einrieseln lassen und weitere 5 Minuten kneten.

Zum Schluß Rosinen, Mandeln und Aprikosen einkneten.

Den Teig in eine leicht geölte Schüssel geben und abgedeckt etwa 2 Stunden gehen lassen, dabei nach einer Stunde den Teig einmal auseinanderziehen und zusammenfalten.

Den Teig grob rund formen und abgedeckt etwa 10 Minuten entspannen lassen. Eine Kastenform (30 cm Länge) buttern.

Den Teig zu einem länglichen Laib formen und mit der Naht nach unten in die Kastenform legen. Abdecken und aufs Doppelte aufgehen lassen, der Teig hat dann den oberen Rand der Form erreicht (etwa 60-70 Minuten).

Rechtzeitig den Backofen auf 200°C vorheizen.

Die Form in den Backofen schieben und sofort eine Tasse in eine darunter stehende Fettpfanne gießen. Die Temperatur auf 180°C reduzieren.

Nach 40 Minuten das Brot aus der Form kippen und nochmal 10-15 Minuten freistehend backen.

Auf einem Rost auskühlen lassen.

Anmerkung Petra: im Orginal war von 4 Stunden Gehzeit die Rede, bei mir haben 2 gereicht. Durch das eingebackene Trockenobst saftiges Brot, nicht sehr süß. Schmeckt mir besonders gut mit Butter und Zitrusmarmeladen.

=====

12 Antworten auf „Rheinischer Kaffeestuten“

  1. Stuten sagt man im Rheinland eher nicht. Jedenfalls kenne ich das nur aus anderen Regionen. Im Kölner Raum sagt man Blatz oder Platz. Aber das rezept könnten wir schon von Dir übernehmen, denn Aprikosen und Mandeln findet man hier auch nicht so oft im Teig. – Wir werden uns bessern!

  2. Der Stuten ist ein typisch Düsseldorfer Gebäck. Jedenfalls bringt meine Schwester Stuten des öfteren aus einer Bäckerei in der Altstadt von Düsseldorf mit (mein Schwager ist Düsseldorfer!). Die Stuten gibt es dort in zahlreichen Variationen und mit Mandeln und Rosinen hat er auch schon unseren Frühstückstisch bereichert! Da nicht so viel Fett im Teig ist, esse ich ihn auch gerne mit Butter!

  3. Ich kenne das Wort „Stuten“ von meiner Mutter aus Bremerhaven. Die hat immer so nett „S-tuten“ gesagt. Dann gab auch noch die „Rosinens-tuten“.
    Habe heute den Apfel-Streusel-Kuchen nachgebacken. Bin auf das Ergebnis gespannt!
    liebe Grüsse Brigite

  4. ui, der sieht gut aus, schön fluffig.
    Bei „Stuten“ hätte ich eigentlich auch mehr auf einen norddeutschen Begriff getippt. Vll.ist das ja auch einfach ein Beispiel für eine rheinisch-nordische Freundschaft…

  5. Nee, der Niederrheiner sagt „Weißbrot“ zu Blatz oder Stuten. Und „Wiener“ zu hellem Brot – vertraut mir, ich bin von Jlabbach (Düsseldorf ist ja bekanntlich ein Vorort von Mönchengladbach, hihihi). Und Petra, datt is lecker Weißbrot, datt heste jut jemacht 🙂

  6. In Leverkusen heißt es auch Blatz/Platz und den gibt es entweder mit oder ohne Rosinen, aber nie mit Mandeln. Im Bergischen Land ist der Blatz traditioneller Bestandteil einer echten bergischen Kaffeetafel. Mein Mann, der aus dem Bergischen stammte, aß seinen Blatz dann am liebsten mit Leberwurst (*schauder*), aber immerhin ohne Rosinen.

  7. Mmmh, Mandelplatz mit Leberwurst oder gekochtem Schinken… Lecker! Und danach dann eine Waffel mit Milchreis und heißen Kirschen…
    Aber die Variante mit getrockneten Aprikosen kling auch interessant!
    Grüße aus dem Bergischen Land,
    Tina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.