Torta della nonna

Einigen Foodbloggern der ersten Stunde ist sie sicher noch als bloggende "Kollegin" (The flying Apple) ein Begriff: Angelika Apfelthaler, die in Wien das kleine und feine Wohnzimmerlokal The Dining Room betreibt. 2008 waren wir dort eingeladen, im letzten Sommer hat endlich ein Gegenbesuch geklappt.

Damals wusste ich schon, dass Angelika gerade dabei war, sich mit dem Schreiben eines Buches auch noch einen zweiten Herzenswunsch zu erfüllen. 

The Dining Room

Wenig später durfte ich es als Geschenk in Händen halten: in The Dining Room: Ein Haus, ein Traum, ein Restaurant beschreibt sie, wie sie unbeirrbar und trotz vieler Widrigkeiten ihren Traum in die Realität umgesetzt hat. Und natürlich gibt sie auch einige der Rezepte preis, mit denen sie ihre Gäste verwöhnt.

Kürzlich habe ich wieder einmal im Buch geblättert – ich fühle mich jedesmal an den Abend zurück versetzt, als wir dort Angelikas Gastfreundschaft genießen durften.

Torta della nonna

Diesmal blieb es aber nicht beim Blättern. Die Torta della nonna hat mich so angelacht, dass ich sie unbedingt nachbacken musste! Der Kuchen mit seinem feinen Mürbeteig und der Patisseriecreme ist ein echter Genuss, auch wenn die Creme für mich etwas weniger süß sein darf – ich habe ins Rezept reduzierte Zuckerangaben aufgenommen.

Drolligerweise habe ich gleich danach bei Sabine gelesen, dass sie im Tessin eine Torta della nonna gegessen hat – ob diese wohl ähnlich ausgesehen hat?

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Torta della nonna
Kategorien: Dessert, Kuchen, Italien
Menge: 1 Kuchen 26 cm

Zutaten

H MÜRBETEIG
300 Gramm   Mehl
200 Gramm   Butter
100 Gramm   Puderzucker
1     Eigelb
1     Bio-Zitrone: abgeriebene Schale
1 Essl.   Eiswasser
H VANILLECREME
4     Eigelb
100 Gramm   Puderzucker
2 Essl.   Mehl
1     Vanilleschote; Mark ausgekratzt
250 Gramm   Sahne
250 Gramm   Milch
H SOWIE
  Etwas   Eiweiß; zum Bestreichen
2 Essl.   Pinienkerne; zum Bestreuen
      Puderzucker; zum Bestreuen

Quelle

  modifiziert nach Angelika Apfelthaler
  The Dining Room
  Erfasst *RK* 22.02.2011 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Mehl und Puderzucker sowie Zitronenschale in den Foodprozessor geben, mixen. Die Butter in Flöckchen zugeben, kurz mixen. Das Eigelb und Eiswasser zugeben und kurz mixen, bis sich ein Teigball bildet. Den Teig leicht platt gedrückt in Klarsichtfolie einschlagen und mindestens 30 Minuten kalt stellen. Alternativ den Teig auf herkömmliche Art herstellen.

Für die Patisseriecreme den Puderzucker mit den Eigelben aufschlagen, das gesiebte Mehl unterrühren. Milch und Sahne mit der Vanilleschote und dem ausgekratzten Mark zum Kochen bringen. Unter Rühren die heiße Milch ins Eigelbgemisch rühren, dann alles zurück in den Topf geben und unter Rühren kurz aufwallen lassen (wegen des Mehls gerinnt die Sauce nicht). Die Creme durch ein Sieb geben, abkühlen lassen, dann kalt stellen.

Knapp 2/3 des Mürbeteigs zwischen Klarsichtfolie rund ausrollen und als Boden in die Springform legen, dabei einen mindestens 3 cm hohen Rand formen*. Den Rest ebenfalls zwischen Klarsichtfolie in Springformgröße rund ausrollen und zurechtschneiden, auf einem Tortenblech oder ähnlichem kaltstellen (ich habe beides etwa 1 Stunde eingefroren).

Den Backofen auf 180°C vorheizen und die Springform mit dem Boden etwa 15 Minuten backen, bis der Boden fest und leicht gebräunt ist. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Den vorgebackenen Tortenboden mit der gut gekühlten Vanillecreme füllen.* Den gekühlten Mürbeteig als Deckel über die Cremefüllung legen, am Rand andrücken. Den Deckel mit wenig verschlagenem Eiweiß bepinseln und mit den Pinienkernen bestreuen.

Die Torte im vorgeheizten Backofen etwa 30 Minuten backen, bis die Oberseite schön gebräunt ist. Mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkung Petra: das Original verwendet für die Creme 120 g Puderzucker sowie 2 El Vanillezucker, das fand ich etwas süß. Mir reichen 100 g und eine Vanilleschote.

*Obwohl ich den Boden vor dem Backen tiefgekühlt habe, ist mir der Rand zusammengesackt, so dass ich nicht die gesamte Creme einfüllen konnte (im Buch steht übrigens, man solle den Rand nur 1 cm hochziehen – das kam mir etwas wenig vor) Das hat sich aber nicht negativ bemerkbar gemacht – der Kuchen sieht aus wie auf dem Foto im Buch.

Am ersten Tag ist der Kuchen knusprig-knackig, zieht beim Stehen aber schön durch, mir schmeckt er dann noch etwas besser. Hält sich gut 3-4 Tage.

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11 Antworten auf „Torta della nonna“

  1. Ich denk mir doch gerade wo kommen heute diese besonders vielen Zugriffe auf meine Website her …. da schau her, von meinem Lieblingsblog!!!! Vielen lieben Dank, Petra, und ich freue mich, dass das Rezepte geklappt hat. Danke für die „Blumen“! In lieber Verbundenheit, Angelika
    PS: habe heute wieder einmal an Dich gedacht (wie so oft) und wollte Dich um das Rezept der Parmesantaler bitten, die Du mir im Sommer zum Aperitiv kredenzt hast….

  2. Sieht super lecker aus ;). Ich habe übermorgen ein paar Freunde für den Kaffeeklatsch anstehen – ich glaube, das Rezept probiere ich gleich mal aus 😉 Eine Kugel Eis ist eine gute Idee dazu, finde ich! Liebe Grüße, Tamara

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