Cannellini-Bohnen Teil 1: Suppe mit Pasta

Hülsenfrüchte haben im Allgemeinen eine längere Garzeit – wie praktisch, wenn man da mit einem Ansatz gleich zwei verschiedene Gerichte kochen kann. Gefragt waren jeweils Cannellini-Bohnen.

Mit der Hälfte des Ansatzes habe ich mich am Rezept für die Suppe von weißen Cannellini-Bohnen und Pasta nach Anna Sgroi orientiert. Dabei konnte ich wieder einmal feststellen, dass sich gestylte Fotos von Gerichten doch manchmal von dem unterscheiden, was man selbst beim Nachkochen auf den Teller bekommt 😉

Cannellini-Bohnensuppe mit Pasta

Während dort die Pasta dicht gedrängt in der Suppe badet, schwimmen hier nur ein paar einzelne Nüdelchen auf Tauchstation – was mir aber sogar besser gefällt, schließlich will ich eine Suppe und keinen dicken Eintopf.

Sgrois Rezept unterscheidet sich beim Garen der Bohnen kaum von dem von Molly Stevens, von der mein zweites Rezept stammt: beide salzen ihre Garflüssigkeit bzw. verwenden Brühe zum Garen. Entgegen weitläufiger Meinung verhindert (in Maßen zugegebenes) Salz nämlich nicht das weich Werden von Hülsenfrüchten – viel schlimmer wirkt sich Säure aus (Zitronensaft, Essig, Tomaten etc.), diese muss tatsächlich gemieden werden. Zu diesem Thema hat sich übrigens vor längerer Zeit auch schon Robert von lamiacucina ausführlich geäußert.

Ein bisschen Säure macht sich dann aber in der fertigen Suppe sehr gut, ich ziehe einige Tropfen Balsamico-Reduktion dem Olivenöl vor, was Anna Sgroi am Schluss über ihre Suppe träufelt.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Cannellini-Bohnensuppe mit Pasta
Kategorien: Suppe, Hülsenfrüchte, Nudel, Italien
Menge: 4 Portionen

Zutaten

250 Gramm   Cannellinibohnen
      Olivenöl
50 Gramm   Mini-Farfalle oder andere Mini-Nudeln
250 ml   Geflügelbrühe
1     Möhre; halbiert
3     Frühlingszwiebeln
1     Zwiebel; halbiert
2     Nelken
1     Lorbeerblatt
2     Knoblauchzehen; angequetscht
8 Scheiben   Pancetta; Rohessspeck
      Salz
      Pfeffer
  Etwas   Balsamico-Reduktion oder Balsamicocreme

Quelle

  modifiziert nach
  Anna Sgroi und
  Molly Stevens
  Erfasst *RK* 16.11.2009 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Cannellinibohnen am Vorabend in Wasser einweichen.

Die Bohnen am nächsten Tag in ein Sieb gießen und abtropfen lassen.

Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Möhren, mit Nelken und Lorbeerblatt besteckte Zwiebel sowie die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch darin leicht anschwitzen. Die Bohnen hinzugeben. Mit Hühnerbrühe und Wasser auffüllen bis der Pegel 5 cm über den Zutaten steht. Salzen. Langsam 1-1 1/2 Stunden kochen bis die Bohnen weich sind, aber noch nicht zerfallen.

Die Hälfte der Bohnen herausschöpfen und zur Seite stellen.

Nelken und Lorbeerblatt aus der Zwiebel nehmen. Die restlichen Bohnen mit Gemüse und Flüssigkeit pürieren und durch ein Haarsieb passieren. Die Bohnen wieder hinzugeben.

Die Pasta separat in Salzwasser kochen, abgießen und zur Suppe geben. Falls die Konsistenz zu dick ist, mit etwas heißer Geflügelbrühe auffüllen.

Pancetta in einer Pfanne knusprig braten, auf Küchenpapier abtropfen lassen, in Stücke brechen.

Die Suppe auf Teller verteilen und die Pancettastückchen darauf verteilen, mit etwas Balsamico beträufeln.

Anmerkung Petra: ich habe die Bohnen nach dem Kochen aufgeteilt und eine Hälfte zu "Cannellini-Bohnen mit geschmorten Endivien" verarbeitet (250 g trockene Bohnen ergaben 700 g gekochte)

Sgroi gibt am Schluss Olivenöl auf die Suppe, mir gefällt etwas Säure hier deutlich besser. Im Sgroi-Rezept wird Parmesan erwähnt, ich mag die Suppe lieber ohne.

Die Nudeleinlage ist sehr knapp bemessen, könnte durchaus etwas mehr sein.

Die Bohnen können gut 1-3 Tage im Voraus gekocht werden, in Garflüssigkeit im Kühlschrank aufbewahren.

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6 Antworten auf „Cannellini-Bohnen Teil 1: Suppe mit Pasta“

  1. Cannellini-Bohnen Teil 2: Cannellini mit geschmorter Endivie

    Die zweite Hälfte der gekochten Bohnen habe ich für ein Gericht italienischen Ursprungs (Zuppa di Scarola e fagioli) gebraucht, das aber anscheinend auch in den USA als Escarole and Beans sehr verbreitet ist, jedenfalls kann man das aus den zahlreichen…

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