Europa-Küche (7): Türkei – Tscherkessisches Huhn

Die siebte Station der Europa-Challenge ist die Türkei. Die farbenprächtigen Fotos in Özcan Ozans Entführung in den Serail – Die traditionelle türkische Küche machen große Lust auf diverse Rezepte im Buch, aber man muss sich ja entscheiden…

Das Tscherkessische Huhn erschien mir schon vom Titel her spannend (ich musste erst mal über die Tscherkessen und Tscherkessien Infos einholen und habe gelernt, dass die Mehrheit der Tscherkessen heute in der Türkei lebt), außerdem braucht man dafür relativ viele Walnüsse – hier durfte Helmut wieder einmal in die von Barbara stammende Walnusskiste greifen und fleißig knacken, eine Beschäftigung, der man auch während spannender EM-Spiele gut nachgehen kann. Der Boden ist jetzt sichtbar 🙂

Tscherkessisches Huhn

Ich gebe zu, vom Huhn sieht man wenig – das ist aber beim Foto im Buch nicht anders. Das pochierte, in Streifen geschnittene Huhn versteckt sich hier gut getarnt in einer pürierten Sauce aus gemahlenen Walnüssen, eingeweichtem Brot, gedünsteten Paprika-Zwiebeln und Hühnerbrühe, die mit Paprika-Walnussöl beträufelt serviert wird. Ein leckerer Beitrag für die Meze-Tafel oder für ein kaltes Buffet. Dazu gab es selbstgebackenes Fladenbrot.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Tscherkessisches Huhn
Kategorien: Hähnchen, Sauce, Nuss, Mezze, Türkei
Menge: 4 bis 6 Portionen

Zutaten

1 kg   Hühnerbrust, ohne Haut und Knochen (Petra: 500 g)
3/8 Ltr.   Hühnerbrühe (Petra: 400 ml)
2 Essl.   Walnussöl oder natives Olivenöl extra
2 Teel.   Süßer Paprika
2 Essl.   Glatte Petersilie, grob gehackt
      Walnußhälften
H WALNUSSSAUCE
2 Scheiben   Weißbrot vom Vortag, ohne Rinde
2 Essl.   Butterschmalz
1 mittl.   Zwiebel, fein gehackt
2     Knoblauchzehen, zerdrückt
1 1/2 Essl.   Süßer Paprika
1 Teel.   Scharfer Paprika
200 Gramm   Walnüsse, gehackt

Quelle

  nach
  Özcan Ozan
  Entführung in den Serail
  Die traditionelle türkische Küche
  Erfasst *RK* 10.06.2008 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Hühnerbrüste und die Brühe in einen Topf geben, zudecken und zum Kochen bringen. Hitze reduzieren und das Huhn sanft köcheln lassen, bis es eben gar ist. (Es darf nicht zu lange kochen, sonst verliert es an Geschmack.) Mit einem Schaumlöffel das Fleisch herausheben und abkühlen lassen. Kochflüssigkeit beiseite stellen.

Für die Walnusssauce das Brot in etwas Hühnerbrühe einweichen, ausdrücken und in eine kleine Schüssel krümeln. In einem kleinen Topf das Butterschmalz erhitzen, Zwiebel zugeben und bei Mittelhitze weich dünsten, nicht bräunen lassen. Knoblauch, süßen und scharfen Paprika unterrühren. Topf vom Feuer nehmen und beiseite stellen. Die Walnüsse im Mixer feinhacken. 1/4 l Kochflüssigkeit, die Zwiebelmischung und das zerkrümelte Brot zugeben. Salzen und mixen, bis die Sauce glatt ist. Wenn sie zu dick ist, noch Kochflüssigkeit zugeben (Petra: fast gesamte Brühe zugegeben).

Das Hühnerfleisch mit einem scharfen Messer in dünne Streifen schneiden, in einer großen Schüssel mit der Sauce gut mischen. Die Mischung auf eine Servierplatte geben. Zum Garnieren das Walnussöl in einer kleinen Pfanne erhitzen und den Paprika einrühren. Diese Sauce über das Hühnerfleisch träufeln. Mit gehackter Petersilie bestreuen und mit Walnußhälften garnieren.

Anmerkung Petra: sehr fein, schönes Sommeressen, auch prima für ein Buffet geeignet. Dazu Pide.

Sauce: zu viel für 500 g Hühnerfleisch, für 1 kg etwas wenig. Sauce eignet sich auch prima als Dipp mit Gemüse oder Brot.

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7 Antworten auf „Europa-Küche (7): Türkei – Tscherkessisches Huhn“

  1. Das Huhn sieht gut aus und das Fladenbrot auch. Ich habe neulich ein anderes Fladenbrotrezept von dir nachgebacken – war lecker und wird in Zukunft öfters gemacht. Verblogge ich demnächst, komme vor lauter Sachen, die ich neu- oder nachgekocht habe nicht mehr nach…
    Liebe Grüße

  2. Tscherkessien – interessant und auch was gelernt… 😉 Die Georgier kochen glaube ich auch extrem viel mit Walnüssen.
    Das Rezept liest sich super – das ist genau nach meinem Geschmacke.
    Braucht Ihr einen neuen Karton Walnüsse? Es sind noch Massen da…

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