Europa-Küche (6): Griechenland – Pastete mit Feta

Nach einer kleinen Pause geht es weiter mit der kulinarischen Reise in die Teilnehmerländer der EM 2008, der Europa-Challenge von Foodfreak. Auf der sechsten Etappe machen wir Halt in Griechenland.

Auch wenn ich noch nicht selbst dort war: die griechische Küche hat viel mehr zu bieten, als das, was hier üblicherweise in griechischen Lokalen auf der Speisekarte steht – das wird beim Blättern in griechischen Kochbüchern schnell klar.

Pastete mit Feta

Dazu gehört auch diese vegetarische Pastete mit einer Füllung aus Rundkornreis, Joghurt, Feta, Dill und Eiern, die ich in Die echte griechische Küche von Theodore Kyriakou und Charles Campion gefunden habe.

Pastetenfüllung

Kyriakou empfiehlt, den Teig für die Pastete selbst zu machen, da er käuflichen Filoteig zu dünn findet. Sein hausgemachter Filoteig entspricht einem Strudelteig, er lässt sich ausgezeichnet verarbeiten. Eine 20 cm-Springform wie sie im Rezept vorgeschlagen wird, besitze ich nicht, ich habe deshalb eine 24 cm-Springform eingesetzt. Dennoch ist die Füllung ziemlich hoch – eine 26 cm Form könnte man auch ohne Probleme verwenden.

Füllung gedeckelt

Die Füllung wird mit eine zweiten Teigplatte abgedeckt, die dekorativ mit der unteren Teigplatte verbunden werden soll.

Zur lauwarm servierten Pastete sollte man unbedingt einen Salat essen, alleine ist sie etwas trocken.

Kyriakou empfiehlt dazu einen Salat aus grünen Paprikaschoten und Pfirsich oder einen Maroulosalata (streifig geschnittener Romanasalat), ich könnte mir auch einen Tomatensalat gut vorstellen. Den für mich ziemlich ungewöhlich klingenden Paprika-Pfirsich-Salat habe ich ausprobiert, allerdings mit hellgrünen griechischen Spitzpaprika, was nicht optimal war. Geschmeckt hat er uns aber im Prinzip sehr gut, deshalb werde ich ihn sicher nochmal mit fleischigeren dunkelgrünen Paprikaschoten testen und dann auch vorstellen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Pastete mit Feta
Kategorien: Pastete, Reis, Käse, Griechenland, Vegetarisch
Menge: 8 Portionen

Zutaten

2 Teel.   Butter (zum Einfetten der Backform)
500 Gramm   Hausgemachter Filoteig (s.u.*)
      Mehl zum Ausrollen
600 ml   Vollmilch
1 Essl.   Olivenöl
300 Gramm   Griechischer Rundkorn- oder Risottoreis
300 Gramm   Griechischer oder bulgarischer Joghurt
350 Gramm   Feta
1 Bund   Frühlingszwiebeln, sehr fein gehackt
40 Gramm   Dill, fein gehackt
4 mittl.   Eier
      Wasser oder Milch zum Bestreichen
      Sesamkörner zum Garnieren
      Salz
      Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
H FILOTEIG
500 Gramm   Weizenmehl (Petra Type 405)
1 Teel.   Salz
250 ml   Wasser; ca. (Original 125 ml – ist zu wenig!)
1/2 Essl.   Weißweinessig
2 Essl.   Olivenöl

Quelle

  modifiziert nach
  Theodore Kyriakou, Charles Campion
  Die echte griechische Küche
  Erfasst *RK* 09.06.2008 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Für den Filoteig alles in die Schüssel der Küchenmaschine geben und zu einem sehr festen Teigball kneten (der Ball kommt gerade eben zusammen). Auf der Arbeitsfläche von Hand weiterkneten und auf die Arbeitsfläche schlagen, bis der Teig glatt und seidig ist. In einer Plastiktüte mindestens 1 Stunde ruhen lassen.

Eine Springform von 20 cm Durchmesser (Petra: 24 cm*) einfetten. Den Filoteig in zwei ungleiche Kugeln von 300 g und 200 g teilen. Auf der bemehlten Arbeitsfläche das größere Stück zu einer Platte von 30 cm Durchmesser ausrollen. Die Backform damit auslegen. Eine zweite Teigplatte in der Größe ausrollen, um die Form wie ein Deckel abzuschließen. Beide Teigstücke in feuchte Küchentücher schlagen und im Kühlschrank aufbewahren, solange man noch an der köstlichen Füllung arbeitet.

Den Backofen auf 180 °C/Gas Stufe 4 vorheizen.

Die Milch zusammen mit dem Olivenöl und einer Prise Salz in einem schweren Topf zum Kochen bringen. Den Reis einstreuen und gut umrühren. Im geschlossenen Topf etwa 20 Minuten garen.

Währenddessen Joghurt und Feta mit dem Handmixer zu einer glatten Paste pürieren. Die Frühlingszwiebeln und den Dill zufügen und nur noch 2 Sekunden pürieren.

Unter An- und Abschalten des Handmixers die drei Eier nacheinander unterziehen. (Jedes Ei muss erst ganz aufgenommen sein, bevor das nächste untergezogen wird.)

Das Käse-Eier-Gemisch gründlich unter den gekochten Reis ziehen und in die vorbereitete Backform füllen. Mit einem Messer die Oberfläche glatt streichen und mit der zweiten Teigplatte abdecken. Die Teigränder mit lauwarmem Wasser oder Milch bestreichen und (in dekorativer Wellenform) mit den Fingern oder einer Gabel andrücken.

Das letzte Ei verquirlen und die Teigoberfläche damit bestreichen. Die Deckplatte einige Male mit einer Gabel einstechen, damit der Dampf abziehen kann. Mit Sesamkörnern bestreuen und 60-70 Minuten im Ofen backen.

Die Pastete etwas abkühlen lassen und lauwarm servieren, dann schmeckt sie am besten. Sollte der Appetit zu groß sein, wenigstens 20 Minuten warten!

"ein ausgezeichnetes, schmackhaftes Gericht aus Epirus. Köstlich dazu ein Salat aus grünen Paprikaschoten mit Pfirsich (s. Rezept) oder maroulosalata (grüner Romana-Salat, Salat in Streifen geschnitten). Mit fertigem Filoteig klappt es hier nicht so recht, er ist bereits zu dünn ausgerollt."

*Anmerkung Petra: Gleiche Teigmenge für 24 cm-Form genommen. Auch in dieser Form wird die Pastete noch ziemlich hoch, eine 26-cm Form ist sicher auch geeignet. Der Teig reicht auch dafür gut (normalerweise bleibt ein Rest).

Zur Pastete unbedingt Salat reichen, ist sonst etwas trocken.

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6 Antworten auf „Europa-Küche (6): Griechenland – Pastete mit Feta“

  1. Nein, blättrig ist der Teig hier überhaupt nicht. Dafür müsste man ihn sehr dünn ausrollen und dann in mehreren Schichten (jeweils mit Butter bestrichen) verwenden. Mir persönlich wäre blättriger Teig hier aber auch lieber.

  2. Griechen mögen jetzt bitte nicht weiterlesen….
    Also, fahr bloss nicht wegen des Essens nach GR, das ist eher enttäuschend…..So jedenfalls meine Erfahrung, nach etlichen GR-Urlauben. Man findet zwar tollen Fisch, aber irgendwie landet der nicht so auf dem Teller…..
    Ich gehe mal davon aus, dass man so eine Pastete nirgendwo auf einer Karte findet!

  3. Das sieht besser aus als ihr Fussballspiel. 😉
    Meine Erfahrungen in österreichischen Griechenlandrestaurants sind auch eher mäßig vom Erlebnis her. Sie tendenzieren gerne zur Geschmacksneutralen Küche. Der Gewürzstreuer wird unabdingbar.

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