Europa-Küche (1): Rumänien – Paprikaschoten in Öl

Mit Freude folge ich Foodfreaks Aufforderung zur Europa-Challenge "Kochen statt Fussball", wobei ich mir mit einem Fussball-Begeisterten im Haus wahrscheinlich doch das eine oder andere Spiel anschauen werde.

Über's Wochenende habe ich jedenfalls schon mal ausführlich in einigen Kochbüchern geblättert, die sonst ein Aschenputtel-Dasein führen. Als zusätzliche Herausforderung habe ich mir nämlich vorgenommen, nur Rezepte aus eigenen Kochbüchern zu verwenden, das Internet als Quelle will ich vermeiden. Ich bin schon sehr gespannt, wie weit ich komme!

Paprikaschoten in Öl

Meine erste kulinarische Europa-Reise führt mich nach Rumänien. Gefunden habe ich das Rezept für die gerösteten und eingelegten Paprikaschoten im schon fast antiken Band Kleine Küchen der alten Welt aus der Time-Life-Serie Internationale Speisekarte, der die Küche ganz unterschiedlicher Länder beleuchtet: vertreten sind die Schweiz, die Benelux-Länder, Polen, Rumänien und Bulgarien sowie Tunesien, Algerien und Marokko. Vor allem den Fotos im gebundenen Hauptband merkt man an, dass das Buch schon 37 Jahre auf dem Buckel hat. Praktisch ist ein beigelegtes ringgebundenes Büchlein mit den Rezepten, das man gut mit in die Küche nehmen kann.

Die zu den sehr empfehlenswerten Paprika vorgeschlagenen Mititei (Rinderhackwürstchen) habe ich nicht selbstgemacht, es kamen *psst* käufliche Cevapcici auf den Grill 😉 Prima fanden wir Schafskäse und Oliven als weitere Beilagen, wobei ich hier auf die Schnelle leider keine guten schwarzen Oliven auftreiben konnte.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Paprikaschoten in Öl – Ardei cu Untdelemn
Kategorien: Beilage, Gemüse, Grill, Rumänien
Menge: 4 bis 6 Personen

Zutaten

6 mittl.   Paprikaschoten; grün oder rot*
125 ml   Olivenöl
125 ml   Rotweinessig
125 ml   Wasser
2 Teel.   Paprikapulver
1 Essl.   Salz
      Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
12     Reife schwarze Oliven
      Brynsa oder Feta-Käse; in 3 cm große Würfel
      -geschnitten; ersatzweise ein anderere
      -herzhafter Ziegen- oder Schafskäse
8-12     Schalotten; geputzt und gewaschen

Quelle

  nach
  Time Life
  Kleine Küchen der Alten Welt
  Erfasst *RK* 02.06.2008 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Die Paprikaschoten komplett mit Stiel entweder über dem Grill oder im Backofen** unter Wenden rösten, bis sie braun-schwarze Stellen aufweisen. Die Schoten mit einem feuchten Tuch abdecken und etwas abkühlen lassen, dann die Haut abziehen, dabei den Stängel nicht entfernen.

Olivenöl, Essig, Wasser, Paprika und Pfeffer in eine große Schüssel geben. Kräftig mit dem Schneebesen schlagen, bis alles gut vermengt ist. Evtl. beim Häuten ausgetretenen Saft auch dazugeben. Die Schoten hineinlegen und mit einem Löffel wenden, bis sie allseitig mit der Sauce überzogen sind.

3-4 Stunden bei Zimertemperatur marinieren und die Schoten währenddessen gelegentlich wenden.

Dann die Schüssel fest mit Klarsichtfolie verschließen oder die Schoten in eine Gefrierdose geben und für mindestens 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Paprikaschoten in Öl werden traditionsgemäß auf einer Platte serviert. Man beträufelt sie mit etwas Marinade und garniert sie mit schwarzen Oliven, Käsewürfeln und Schalotten.

Als Vorspeise, Salat oder als Beigabe zu gegrillten Rinderhack- Würstchen (Mititei) servieren.

Anmerkung Petra:

*ich habe rote und gelbe Paprika verwendet. Schmecken ausgezeichnet, prima Beilage zum Grill (bei uns gab's Cevapcici und Feta dazu), sind etwas saurer als meine italienischen gerösteten Paprikaschoten.

**unter dem Backofengrill bei 240°C in einer mit Alufolie ausgelegten Schale geröstet

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9 Antworten auf „Europa-Küche (1): Rumänien – Paprikaschoten in Öl“

  1. Da steigt mir doch sofort ein leckerer Geruch in die Nase 😉
    Schafskäse, Paprika und Hack eine tolle Kombination, wird auch in Jugoslawien äußerst schmackhaft zubereitet,

  2. unbedingt auch die mititei mal machen… dazu senf und ein kühles bier und ich freu mich immer wieder aus rumänien zu kommen 😉

  3. Stimmt, ich habe die Würstchen zu deiner Paprika gemacht. Ist mir gar nicht aufgefallen, da die Paprika für mich im Mittelpunkt stand und in meinem Kochbuch andere Beilagen genannt werden. Sonst wäre ich schon aufmerksam geworden. Tja, wenn man genau liest und sich das Gelesene noch merkt, hat man Vorteile 😉
    Liebe Grüße

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