Gegrillte Paprika mit Bagna Cauda

Petra hatte mich vor einiger Zeit
im Chat auf Jeffrey Steingarten hingewiesen. Auf der Herfahrt habe ich in Billis
reichem Bücherfundus Der Mann, der alles isst entdeckt und gleich
für die Ferien ausgeliehen. Absolut empfehlenswert, eine sehr amüsante Lektüre
für Leute, die sich für Lebensmittel jeder Art interessieren!

Den Wochenend-Besuch
habe ich zum Anlass genommen, das darin enthaltene Rezept für eine Bagna cauda
gleich mal auszuprobieren, zumal sich hier schon die Möglichkeit bot, das erste
Rezept für den Paprika-Event
zu testen. Meist wird Bagna cauda, eine knoblauch- und sardellenhaltige heiße
Sauce auf Olivenöl/Butter-Basis als heißer Dipp für rohes und gedämpftes Gemüse
verwendet. Bei Steingarten habe ich den Hinweis gefunden, dass sie im Piemont
auch über gegrillte und geschälte rote und gelbe Paprika gegeben wird. Da für
den Hauptgang sowieso der Grill angeworfen werden sollte, ging das praktisch
in einem Aufwasch.

BAgna cauda mit gegrilltem Paprika

Steingartens  – oder vielmehr Cesares – Lieblings-Bagna Caôda wird
unter Verwendung von Rotwein hergestellt, eine Zutat, die ich bei meinen
anderen Rezepten nicht gefunden habe. Auch wenn ich anstelle von Barolo – seltsamerweise
weigerte sich Helmut, eine Flasche für die Sauce zu kaufen – die Variante
mit Tessiner Merlot gemacht habe: geschmeckt hat es uns ausgezeichnet. Zum Auftunken
überschüssiger Sauce sollte man unbedingt ausreichend Brot bereit stellen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Cesares Lieblings-Bagna Caôda (bagna cauda)
Kategorien: Sauce, Piemont, Fisch, Gemüse
Menge: 1 Rezept

Zutaten

1 groß.   Knoblauchknolle a 80 g; in Zehen zerlegt
1 Tasse   Barolo
40 Gramm   Anchovis-Filets
1/2 Tasse   Olivenöl
4 Essl.   Butter
H ZUM SERVIEREN
      Rohes Gemüse; in Stängel geschnitten
      Oder
      Gegrillte rote und gelbe Paprika; geschält, in
      -Streifen geschnitten

Quelle

  Jeffrey Steingarten
  Der Mann, der alles isst
  Erfasst *RK* 06.08.2007 von
  Petra Holzapfel

Zubereitung

Diese legendäre piemontesische Sauce lässt man bei Tisch vor sich hinköcheln, um Gemüse hineinzutauchen. Viele Restaurants im Piemont servieren bagna caôda auch löffelweise verteilt über Streifen von gegrillten und geschälten roten und gelben Paprikaschoten.

Eine große Knoblauchzwiebel in ihre Zehen zerlegen. Die Knoblauchzehen schälen und anschließend quer in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden.

In einer kleinen Saucenpfanne 1 Tasse Barolo zum Kochen bringen, den Knoblauch hineingeben und das Ganze 2 Minuten köcheln lassen. 40 g Anchovis-Filets (8-10 Stück) und 1/2 Tasse Extra-Vergine-Olivenöl hinzufügen und alles kurz weiterköcheln lassen. 4 EL Butter hinzufügen und die Sauce 45 Minuten leicht vor sich hin köcheln lassen, bis sich die Anchovis-Filets aufgelöst haben. Diese bagna caôda lässt sich im Voraus zubereiten, sollte aber nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Am besten wärmt man sie einfach bei Tisch wieder auf.

Cesare bereitet auch eine mildere Version zu, indem er die Knoblauchzehen 2 Minuten in 1 Tasse Milch blanchiert und die Milch abgießt, bevor er Barolo, Anchovis, Öl und Butter hinzufügt. Im Dei Cacciatori ist dies die Spezialität des Hauses.

Anmerkung Petra: gemacht mit Tessiner Merlot. Sauce nach dem Köcheln mit dem Pürrierstab behandelt. Köstlich zu gegrillten geschälten Paprika, aber auch zu Gemüse jeder Art.

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2 Antworten auf „Gegrillte Paprika mit Bagna Cauda“

  1. Das abgefahrene an Steingarten (dem 2. Band) fand ich ja u.a. seine Brotbackexzesse… *g*. Die Bagna Cauda klingt verdammt lecker und das mit Helmut und dem Barolo kann ich mir gaaaaaaaaaaaaaaaaar nicht erklären *GGGG*

  2. blog events

    ach ja, und während ich offline war wurden eine menge neuer events gestartet.
    astrid hat auf paulchens foodblog gemeinsam mit der gärtnerin den paprika event ins leben gerufen. abgabetermin ist der 31. August und während ich aus rezeptemangel diesm

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