23 Fragen zum Kochen

Chris hat mir einen Fragebogen weitergereicht, den ich sehr gerne beantworte (wie ich gesehen habe, hat er auch schon Tochter Kathi erreicht):

1) Kannst du kochen? Wenn ja, kochst Du gerne?

Ja. Ja absolut!

2) Wann isst bei Euch die ganze Familie gemeinsam?

Morgens und unter der Woche mittags, da Helmut fast immer zum Essen kommt. Die Kinderzahl schwankt dabei je nach Nachmittagsunterricht. Abends bedient sich meist jeder nach Belieben, weil Helmut sehr unregelmäßig nach Hause kommt. Ich verzichte oft, zumal wir in der Woche 2-4mal zum Tanzen gehen. Am Wochenende wird spät gefrühstückt, nachmittags gibt’s dann oft Kuchen und abends essen wir warm. Mit zunehmender Tendenz gibt es dabei etwas vom Grill (nein, keine Würstchen – siehe unten ;-))

3) Was isst Du zum Frühstück?

Brot/Brötchen (meist selbstgebacken), Butter, Konfitüre, nach Lust und Laune Wurst und Käse. Am Wochenende meist ausführliches Frühstück mit Ei in verschiedenen Formen, Tomaten, Speck etc., auch mal Waffeln oder Pancakes oder ein Steak auf Toast. Dazu Schwarztee mit Zitrone. Keinen Zucker. Und Orangensaft.

4) Wann, wo und wie esst ihr in der Woche?

Morgens und mittags zu Hause, die noch zu Hause wohnenden Kids je nach Stundenplan auch in Viechtach, wo sie zur Schule gehen. Ab nächster Woche wird die schuleigene Mensa eröffnet – ein Abfallprodukt des 8jährigen Gymnasiums. Bin ja schon gespannt, was dort angeboten wird.

5) Wie oft geht Ihr ins Restaurant?

Unregelmäßig, aber nicht oft.

6) Wie oft bestellt Ihr Euch was?

Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie Essen nach Hause geordert.

7) Zu 5 und 6: Wenn es keine finanziellen Hindernisse gäbe, würdet ihr das gerne öfters tun?

zu 5) – wenn die Lokale besseres Essen böten: ja. So kommt Helmut, der berufsbedingt immer wieder mal auswärts essen muss, oft frustriert nach Hause und meint, hier wäre das Essen besser. Ich hätte das kaum für möglich gehalten, aber nachdem ich im Sommer 4 Tage zur Haushaltsauflösung meiner Mutter in Tübingen war und dabei zwangsläufig zum Essen gehen musste, konnte ich das zu meinem Leidwesen bestätigen. In die Spitzengastronomie würde ich allerdings gerne öfter gehen, leider gibt’s hier nicht viel Lohnendes 😉

Zu 6) nein – ich sehe keine Notwendigkeit.

8) Gibt es bei Euch so was wie „Standardgerichte”, die regelmäßig auf den Tisch kommen?

Ich probiere liebend gerne neue Sachen aus, aber die Familie verlangt ab und zu vehement nach Klassikern wie Spaghetti bolognese, Geschnetzeltem mit Rösti, Pollo al Forno, Risotto milanese…

9) Hast Du schon mal für mehr als 6 Personen gekocht?

Ja. Sogar im Ferienhaus in äußerst beschränkter Küche für bis zu 9 Leute (7 waren wir regulär in diesem Urlaub).

10) Kochst du jeden Tag?

Ja.

11) Hast Du schon mal ein Rezept aus dem Kochblog ausprobiert?

"dem" Kochblog? Ich beziehe öfter Anregungen aus anderen Foodblogs, auch wenn ich die Rezepte manchmal abwandle.

12) Wer kocht bei Euch häufiger?

Ich. Ist ja auch klar: Helmut arbeitet und ich bin zu Hause. Zu Studentenzeiten haben wir gemeinsam gekocht (learning by doing), nachdem uns das Mensaessen mit der Zeit auf den Geist ging. Allerdings engagiert sich Helmut in der letzten Zeit wieder deutlich mehr, da er das BBQ für sich entdeckt hat. Das gefällt mir sehr 🙂

13) Und wer kann besser kochen?

Ich.

14) Gibt es schon mal Streit ums Essen?

Nein. Jeder kann Wünsche äußern (es gibt eine Essen-Wunschliste an der Kühlschranktüre), die ich dann mehr oder weniger schnell abarbeite.

15) Kochst du heute völlig anders, als Deine Mutter / Deine Eltern?

Als meine Mutter: ja. Sie hat, glaube ich, nicht wirklich gerne gekocht und sich auf ein mehr oder weniger festes Repertoire von Speisen beschränkt, die waren aber meist gut. Als mein Vater dann nicht mehr gearbeitet hat, hat er das Kochen übernommen, er hat ausgesprochen gerne gegessen und immer wieder neue Gerichte ausprobiert und auch eigene Rezepte ausgetüftelt.

16) Wenn ja, isst Du trotzdem gerne bei Deinen Eltern?

Das geht nicht mehr: mein Vater lebt nicht mehr, meine Mutter ist im Altersheim. Ich habe aber eigentlich trotzdem gerne zu Hause gegessen, manche Gerichte habe ich auch von meiner Mutter übernommen.

17) Bist Du Vegetarier oder könntest Du Dir vorstellen vegetarisch zu leben?

Nein. Ich esse zwar sehr gerne Gemüse und vegetarische Gerichte, aber auf die Vielfalt einer leckeren Fleischküche möchte ich nicht verzichten.

18) Was würdest Du gerne mal ausprobieren, an was Du Dich bisher nicht rangewagt hast?

Hm, bis zum letzten Thanksgiving hätte ich gesagt, ein Truthahn. Aber das hat sich inzwischen erledigt. Vielleicht richtige, komplizierte Torten. Da fehlt mir viel Technik, ich bin überhaupt nicht gut im Dekorieren.

19) Kochst Du lieber oder findest Du Backen spannender?

Ich mag beides. Brotbacken finde ich richtig aufregend – bei jedem neuen Brotrezept stehe ich gespannt vor der Backofentüre und bin glücklich und zufrieden, wenn es funktioniert hat. Ich finde es auch problemlos, mich an genaue Zutatenlisten zu halten, schließlich habe ich das im Labor während meines Lebensmittelchemie-Studiums und der anschließenden Arbeit in der Mikrobiologie auch machen müssen.

20) Was war die größte Misere, die Du in der Küche angerichtet hast?

Hm, vielleicht mein erster Nudelkochversuch, hier geschildert, außerdem habe ich schon mal Pinienkerne anbrennen lassen und die Gänse-Rillettes waren total versalzen, was aber am Rezept lag.

21) Was essen Deine Kinder am liebsten?

Nachdem es früher oft Stress gab, weil sie dies und das nicht mochten, essen sie heute fast alles und sind (bis auf den Jüngsten) auch ausgesprochen experimentierfreudig.

22) Was mögen Deine Kinder überhaupt nicht?

Innereien, fettes Fleisch, zwei davon essen keine Bananen, zwei essen kein Marzipan

23) Was magst Du überhaupt nicht?

Haferschleimsuppe und Marzipan.

Bleibt mir noch, die Fragen weiterzureichen: ich bin neugierig, was der Kochblogger und Brigitte im fernen Singapur dazu sagen werden.

4 Antworten auf „23 Fragen zum Kochen“

  1. Das ging ja ratzfatz bei dir! Was ich interessant finde: Alle mir bekannten Foodies, die diesen Fragebogen ausgefüllt haben, sind von einem gesunden Mißtrauen gegenüber telefonischen Essensbestellungen beseelt.:)

  2. Sehr vorbildlich, das mit dem Mittagessen. Und wie nicht anders vermutet eine aus der raren Spezies, die gerne kocht UND bäckt. Aber „pinienkerne anbrennen” als „groeßte Misere”, ts ts ts.

  3. Ups, ich habe bei 4) das „wo“ ganz vergessen. Wir haben tatsächlich so etwas Altmodisches wie ein Esszimmer 😉 Und im Sommer wird so oft wie möglich draußen gegessen. Vor dem Fernseher nur in seltensten Fällen….

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