Wildente divided: Suppe mit Maronen und fruchtiger Salat

Eigentlich, ja eigentlich hatte ich mir für das Blog-Event Maronen ein Dessert ausgesucht, was nach meiner Vorstellung ganz schick aussehen sollte. Leider hat das aber überhaupt nicht so hingehauen wie im Rezept beschrieben…

Deshalb gibt’s halt auch bei mir als zweite Option ein Süppchen 😉 Ausgesprochen lecker, aber eben optisch nichts, was einen vom Hocker haut.

Ausgangsprodukt ist eine Wildente, die wir ab und zu vom Jäger bekommen. Nun ist an einer Wildente nicht unbedingt viel dran – hier kommt eine Möglichkeit, daraus doch ein sehr feines Essen für 4 Personen zu basteln.

Aus der Ente löse ich die Brüste aus und lege sie beiseite. Der Rest der Karkasse samt Schenkeln wird in Stücke geteilt und sorgfältig angeröstet.

Ansatz der Suppe

Hinzu kommt Suppengemüse, Rotwein, etwas Curry und Tomatenmark sowie ein Schuss Balsamico. Das ganze mit Hühnerbrühe aufgießen und sanft köcheln lassen. Dann durch ein Spitzsieb abgießen. Nun kommen die Maronen ins Spiel:

Maronen

Schöne frische Kastanien sind hier im Bayerischen Wald auch 2 Jahre nach diesem Eintrag praktisch kaum aufzutreiben. Eigentlich nicht weiter schlimm, finde ich doch die Verarbeitung von vakuumverpackten gegarten Maronen wesentlich weniger arbeitsintensiv 🙂

Die Maronen in die Suppe geben und weich köcheln, dann etwas Schmand zugeben und alles fein pürieren.

Wildentensuppe mit Maronen

Serviert wird diese samtig-aromatische Suppe für nasskalte Novembertage mit einem Sahnehäubchen (das leider auf der heißen Suppe schnell auseinanderdriftet…)

Ach ja – wir haben ja noch die Wildentenbrüste!

Fruchtiger Salat mit Wildentenbrust

Die brate ich rosa und serviere sie zu einem fruchtigen Salat. Hier kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen: ich habe dazu schon Friseesalat mit Orangen und Kiwis gemacht – diesmal war es Feldsalat mit Orangenfilets und Granatapfelkernen.

===== Titelliste (2 Rezepte) =====

Wildentensuppe mit Maronen
Gebratene Wildentenbrust auf fruchtigem Frisee-Salat

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.3

     Titel: Wildentensuppe mit Maronen
Kategorien: Suppe, Wild, Ente, Esskastanie
     Menge: 4 Portionen

      1            Wildente; Brüste auslösen und anderweitig
                   -verwenden
     50     Gramm  Butter
    250        ml  Rotwein
      1      groß. Möhre; grob zerteilt
    1/4            Sellerieknolle; grob zerteilt
      1            Lauchstange; grob zerteilt
      2            Zwiebeln
      2      Essl. Tomatenmark
      1      Essl. Currypulver
      3      Essl. Balsamessig
    250        ml  Madeira
    800        ml  Hühnerbrühe
    150     Gramm  Schmand
                   Salz
                   Pfeffer
    250     Gramm  Maronen; vakuumverpackt
                   Petersilie; zum Bestreuen
      2      Essl. Geschlagene Sahne

============================ QUELLE ============================
            -Erfasst *RK* 17.01.2000 von
            -Petra Holzapfel

Die Karkasse der Ente grob zerteilen, in der heißen Butter kräftig
braun braten. Den Rotwein portionsweise zugeben, immer wieder
einkochen lassen. Die Zwiebeln zerteilen, die Schnittflächen auf mit
Alufolie bedeckter Herdplatte kräftig anrösten. Wenn der Rotwein
eingekocht ist,grob zerteilte Gemüse und Zwiebeln zu den Karkassen
geben und mit dem Tomatenmark und Curry kurz rösten. Mit Balsamico
und Madeira ablöschen, kurz durchkochen lassen, dann mit der
Hühnerbrühe aufgießen, salzen und pfeffern und alles mindestens 1
Stunde ganz sanft simmern lassen.

Die Brühe durch ein Spitzsieb in eine Topf gießen, die Maronen
zugeben und weich garen. Den Schmand zugeben und alles mit dem
Schneidstab pürieren, nochmals abschmecken.

Die Suppe mit einem Sahnehäubchen verzieren und mit Petersilie
bestreut servieren.

Anmerkung Petra: Evt. noch Wildglace zugeben.

=====

==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.3

     Titel: Gebratene Wildentenbrust auf fruchtigem Frisee-Salat
Kategorien: Wild, Geflügel, Ente, Salat, Früchte
     Menge: 4 Portionen

      1            Wildente
                   Butterschmalz; zum Braten

============================= SALAT =============================
      2            Orangen
      2            Kiwis
      1     klein. Friseesalat

=========================== DRESSING ===========================
      2      Essl. Himbeeressig
      1      Essl. Orangensaft
                   Salz
                   Pfeffer
      4      Essl. Öl

============================ QUELLE ============================
            Menü des Monats
            GBV Geiersthal
            Januar 2004
            erfasst von Petra Holzapfel

Die Brüste der Wildente auslösen (die Karkasse für eine Suppe
verwenden), salzen, pfeffern und im heißen Butterschmalz braten,
dann 10 Minuten ruhen lassen.

Den Salat putzen, waschen und trockenschleudern.

Die Orangen filetieren (dabei den Saft auffangen und für das
Dressing verwenden), die Kiwis schälen und in Scheiben schneiden.

Alle Zutaten für das Dressing verrühren.

Den Salat mit den Früchten auf Tellern verteilen, die Entenbrüste in
Scheiben schneiden und darauf anrichten. Alles mit dem Dressing
beträufeln.

Anmerkung Petra: Lässt sich vielseitig abwandeln. Auch gut mit
Feldsalat und Radicchio sowie Orangenfilets und Granatapfelkernen.

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5 Antworten auf „Wildente divided: Suppe mit Maronen und fruchtiger Salat“

  1. Hallo Zorra,
    eine Roulade aus drei Schichten: Maronenpüree, Schokoladenganache und Pistazienmasse – die Scheiben werden dann auf eine Honigsauce gesetzt und mit Früchten serviert. Leider hat sich beim Aufrollen alles ineinandergeschoben. Vielleicht hätte mir zu Denken geben sollen, dass kein Foto dazu im Buch ist, obwohl sonst sehr viele Sachen bildlich dokumentiert sind 😉

  2. Ja, nicht zu verachten dieses feine Süppchen! Dazu sage ich nicht nein! Neulich gab’s Wildenten bei meinem Geflügelhändler, ob jetzt noch Jagdzeit ist?
    Ich habe es mal mit, tja, jetzt weiss ich das dt. Wort dafür nicht…, perdreaux gemacht, genau wie Du.
    Bei Euch gibt’s keine Maronen? Schade, denn frisch schmecken sie noch einen Tic besser als vakuumverpackt.

  3. perdreaux sind Rebhühner – die hatte ich noch nie im Topf.
    Inzwischen tauchen hier ab und zu „frische“ Maronen auf, die sind aber meist schon alt und trocken, wenn sie im Laden landen. Haben hier eben keine Tradition, dementsprechend gering ist die Nachfrage.

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