Pikante Feigen mit Parmesan

Eigentlich dachte ich schon, das Garten-Koch-Event würde diesen Monat ohne mich ablaufen, da ich hier im Ferienhaus keine große Lust zu aufwändigen Kochexperimenten habe. Beim Markt in Bellinzona habe ich dann aber doch spontan Feigen mitgenommen für ein Rezept, was ich zuvor im neu erworbenen Kochbuch Schweizer Käse des altbekannten Gespanns Lucas Rosenblatt und Judith Meyer gelesen hatte: pikante Feigen mit Tête de Moine. Die Feigen erwiesen sich dann aber schon als sehr reif und mussten unbedingt am folgenden (Sonn-)Tag verarbeitet werden – keine Zeit, sich nach den verlangten Zutaten umzusehen, es musste etwas improvisiert werden.

Leider haben wir keinen Pinienbaum mehr im Garten: früher saßen die Kinder mit Begeisterung vor den Zapfen und schüttelten die schwarzstaubigen Nüsse heraus, um sie dann mit Steinen aufzuklopfen und uns eine kleine Handvoll davon für 50 Rappen anzubieten. Also mussten Mandelblättchen herhalten, die ich mit dem Messer in längliche Stücke geteilt habe. Senfkörner konnte ich noch beim Gewürzstand am Markt erstehen. Cassisessig wurde durch Balsamico mit (selbstgemachtem) Cassis ersetzt, Tête de Moine durch Parmesan – Sbrinz geht sicher ebenso.

Beim nächsten Mal würde ich erst die Mandeln (oder Pinienkerne) und danach den zerstossenen Senf rösten, letzterer hat die Tendenz, eher zu verbrennen als die Pinienkerne Farbe annehmen.

pikante Feigen mit Parmesan

Das Ganze hat uns sehr gut gefallen, selbst Helmut als nicht so großer Feigen-Liebhaber fand die pikant-pfeffrig-fruchtige Vorspeise lecker.

Übrigens: sehr geliebt sind hier auch Portweinfeigen mit Vanilleeis – zu denen wurde der Rest der Feigen verarbeitet!

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2

     Titel: Pikante Feigen mit Tête de Moine
Kategorien: Vorspeise, Früchte, Käse
     Menge: 4 Personen

      8            Reife Feigen
      1      Essl. Zerstossene Senfkörner
      2      Essl. Pinienkerne
      2      Essl. Nussöl
      1      Essl. Himbeer- oder Cassisessig
                   Salz
                   Schwarzer Pfeffer
      4            Tête de Moine-Rosetten

======================== VARIANTE PETRA ========================
    4-8            Feigen, grün und rot
      1      Essl. Zerstossene gelbe Senfkörner
      2      Essl. Mandelstifte; oder -blättchen
      2      Essl. Nussöl
      1      Essl. Balsamicoessig
      1      Teel. Cassis
                   Salz
                   Schwarzer Pfeffer
                   Sbrinz; oder Parmesan, in Spänen

============================ QUELLE ============================
         Lucas Rosenblatt
         Judith Meyer
         Schweizer Käse
                   -Erfasst *RK* 28.08.2006 von
                   -Petra Holzapfel

Bei den Feigen Stilansatz entfernen, je nach Größe vierteln oder
achteln.

Senfkörner mit den Pinienkernen in einer Bratpfanne trocken rösten.

Nussöl mit dem Essig glatt rühren, mit Salz und Pfeffer würzen.

Feigen auf Teller verteilen, mit dem noch warmen Röstmix bestreuen
und mit der Vinaigrette beträufeln. Die Tête de Moine-Rosetten
zerpflücken, zwischen die Feigen legen.

Tipp: Die Feigen mit einer Rosmarin-Focaccia servieren.

Anmerkung Petra: ich habe das Rezept mangels Original-Zutaten
ziemlich abgewandelt, es schmeckt aber prima: eine kleine feine und
ganz leichte Vorspeise.

Dabei würde ich Pinenkerne (oder Mandelstifte) und Senfkörner beim
nächsten Mal nacheinander rösten: kleine Senfteilchen haben sonst
die Tendenz zu verbrennen, bevor die anderen Zutaten Farbe nehmen.
Die Feigen beim Anrichten etwas salzen und mit nicht zu feinem
Pfeffer übermahlen.

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6 Antworten auf „Pikante Feigen mit Parmesan“

  1. sehr sehr cooles foto! 😀 sehr schoen, ich hoffe ihr habt euch auch ohne micha muesiert, hoehoe. das foto vom tisch sieht auch sehr toll aus, habt ihr sehr gut gemacht. 🙂
    ich wuensche euch noch einen wunderbaren resturlaub!
    bis bald
    eure frani

  2. Das Foto sieht wirklich klasse aus! Hab gleich nochmal Feigen auf meine Einkaufsliste gesetzt, auch wenn mein erster Versuch letzte Woche noch ziemlich enttäuschend geschmeckt hatte.
    Ich hoffe Ihr hattet einen tollen Urlaub (hattet Ihr bestimmt…) und genießt zuhause die letzten Tage Altweibersommer 🙂 Kommst Du überhaupt noch nach mit dem Ernten im Garten?

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