Käsespätzle mit Röstzwiebeln

Heute Früh ist Bo für eine Woche nach Berlin zum YFU-Mittelseminar abgereist. Deshalb gab es heute  nach langer Zeit mal wieder Käsespätzle. Bo isst zwar Käse, allerdings nur, wenn er gratiniert ist, wie zum Beispiel auf einer Pizza – die Käsespätzle möchte ich ihm aber nicht unbedingt zumuten 😉

Spätzle hobeln

Ich bin ja in Schwaben geboren und habe "natürlich" zu Hause und in der Schule gelernt, Spätzle vom Brett zu schaben. Ich sehe aber immer noch vor meinem geistigen Auge meine Mutter an manchen Sonntagen etwas gestresst über einen dampfenden Topf gebeugt stehen und scheinbar endlos Spätzle ins Wasser schupfen – bei uns die Beilage zu Rehbraten. Vor vielen Jahren habe ich mir deshalb einen Spätzlehobel zugelegt, mit dem sich die Spätzleherstellung schnell und ohne großen Aufwand bewerkstelligen lässt.

Käsespätzle

Man kann für die Kässpätzle natürlich warme Nudeln und geriebenen Käse gleich lagenweise in eine Schüssel schichten – besonders lecker finde ich aber dieses Rezept mit einer üppigen Röstzwiebelauflage, was ich vor Jahren in de.rec.mampf gelesen habe. Die übrige Zwiebelbutter lässt sich gut zum Aromatisieren von Gemüse verwenden. Dazu ein Muss: eine große Schüssel knackiger grüner Salat aus Romanaherzen.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.1

     Titel: KÄSESPÄTZLE MIT RÖSTZWIEBELN
Kategorien: Pfanne, Spätzle, Käse
     Menge: 6 Personen

    500     Gramm  Zwiebeln
    250     Gramm  Butter
    400     Gramm  Mehl (Petra: Spätzlemehl)
                   Salz
      8            Eier (Kl. M)
    400     Gramm  Bergkäse*
                   Schwarzer Pfeffer (a. d. Mühle)
      1      Bund  Schnittlauch
      1      Bund  Glatte Petersilie

============================== QUELLE ==============================
                   essen & trinken
                   -Erfasst *RK* 26.06.2003 von
                   -Ulli Fetzer

1. Die Zwiebeln pellen und in dünne Ringe schneiden. Die Butter in
einer Pfanne schmelzen, die Zwiebeln dazugeben und bei milder Hitze
unter häufigem Rühren etwa 30 Minuten goldbraun braten. Mehl und
Salz in einer Schüssel mischen. Nach und nach die Eier dazugeben und
mit den Knethaken des Handrührers zu einem glatten Teig verkneten.
Den Teig so lange bearbeiten, bis er Blasen wirft.

2. Reichlich Salzwasser in einem breiten großen Topf zum Kochen
bringen. Etwas Teig auf ein nasses Holzbrett geben, mit Hilfe einer
Palette glattstreichen und mit einem speziellen Spätzleschaber oder
einem breiten Messer in schmalen Streifen in das kochende Wasser
schaben. (Einfacher haben Sie es mit einer Spätzlepresse.) Dann 2-3
Minuten kochen lassen. Wenn die Spätzle nach oben steigen, mit einer
Schaumkelle aus dem Wasser heben, abschrecken, gut abtropfen lassen.

3. 200 g Käse fein reiben, den Rest grob raspeln. 4 El von der
Zwiebelbutter abnehmen und in einer großen Pfanne erhitzen. Die
Spätzle hineingeben und unter Wenden heiß werden lassen. Nach und
nach den geriebenen Käse untermischen und herzhaft mit Pfeffer und
etwas Salz würzen. Die Spätzle in eine Auflaufform füllen und mit
dem restlichen grob geraspelten Käse bestreuen. Im vorgeheizten
Backofen bei 220 Grad auf der 3. Einschubleiste von unten 7-10
Minuten überbacken (Gas 3-4, Umluft 7 Minuten bei 200 Grad).
Inzwischen den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden, die
Petersilie von den Stielen zupfen und fein hacken.

4. Die Spätzle auf einem Rost etwas auskühlen lassen und mit den
warmen Röstzwiebeln und den Kräutern garnieren.

Dazu passt Kopfsalat mit einer Sauce aus Joghurt, Zitronensaft und
Schnittlauch.

: Zubereitungszeit: 70 min
: Nährwerte pro Person:
: Fett in g: 64, Kohlenhydrate in g: 52, kcal: 935, kJ: 3914

Anmerkung Petra: Superlecker! Spätzle in Fischpfanne gewärmt und mit
Käse vermischt. Rechteckige braune Auflaufform verwendet. Reicht bei
uns für 4-5 Personen. Zwiebeln am Schluss aus der Butter gehoben und
auf Spätzle verteilt. Grünzeug weggelassen.

*gut 300 g Käse tun's auch. Mittelalter Gouda und Greyerzer
verwendet.


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6 Antworten auf „Käsespätzle mit Röstzwiebeln“

  1. Das hört sich doch recht leicht (vom Aufwand her) an. Ich habe mich bislang noch nicht an selbstgemachte Spätzle herangewagt. Aber immerhin steht bei mir schon eine Packung Spätzlemehl als guter Vorsatz 😉

  2. Yummy !!
    Und einen Spaetzlehobel nenne ich auch mein Eigen. Theda hatte ihn vor ein paar Wochen mit in der Schule, jeder in der Klasse darf etwas mitbringen, dessen Funktion die anderen erraten muessen. Der Spaetzlehobel war das einzige, was keiner herausbekam ;-))

  3. Ich bin Dir von 20six bis hierher gefolgt und jedes Mal auf’s Neue begeistert von Deinen Rezepten.
    Bitte, bitte nicht aufhören und genau so (!) weitermachen.
    Mein Schwabe war von dem Rezept übrigens begeistert – und das ist ja wohl ein Kompliment :o)
    Alles Liebe
    Toujours-Moi

  4. Hallo Claudia,
    versuchs einfach mal, das ist wirklich einfach. Wichtig ist, dass der Teig gut geschlagen wird, bis er Blasen wirft, ganz glatt ist und seidig glänzt.
    Hallo Ralph,
    cool, ein Spätzlehobel in einer amerikanischen Schule 😉
    Hallo zorra,
    für größere Mengen (bei uns zur Zeit 6-7 Leute) stell ich mir das aber ein wenig mühsam vor.
    Hallo Toujours-Moi,
    das ist ja ein tolles Kompliment! Ich hoffe, ich kann dich mit den Rezepten hier auch weiter bei der Stange, ähm beim Blog halten 😉

  5. Herrlich, das muss ich ausprobieren. Ich mache ja oft Spätzle (http://gigis-rezepte.blogspot.com/2006/10/heute-gibt-es-auf-vielfachen-wunsch.html#Spauml;tzle) und Knöpfle (http://gigis-rezepte.blogspot.com/2006/11/typisch-schwbisch.html#Knpfle)und in Suppen und Gulasch kommt bei mir die ungarndeutsche Variante mit Butter (http://gigis-rezepte.blogspot.com/2006/11/kennst-du-noch-piroska.html#ungarische Knpfle) hinein. Aber dieses schnelle und einfache Gericht, das wäre doch ‚mal was für „Werktags“, wenn es etwas schneller gehen muss.
    Liebe Grüße aus dem fernen Singapur
    Brigitte

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