Massa Sovada – Portugiesisches süßes Brot

Ich habe schon zwei Rezepte für "süßes portugiesisches Brot" ausprobiert – eines von Peter Reinhart und eines der Hawaiian Electric Company. Dieses relativ stark gesüßte und oft gewürzte Brot ist auch als hawaiianisches Brot bekannt, es wurde dort von portugiesischen Einwanderern eingeführt, wobei Geschmacksvorlieben beider Länder verschmolzen.

In einer englischsprachigen Brotbackautomaten- Mailingliste las ich jetzt ein weiteres Rezept für das Brot, bei dem der Teig im Brotbackautomaten hergestellt wird. Die Autorin war des Lobes voll – also habe ich es gleich einmal nachgebacken.

Ich kann mich nur anschließen, das ist ein wirklich hübsches Brot! Wie Rosemary vorgeschlagen hat, habe auch ich es mit einem dekorativen Flechtband versehen.

Es geht bei Gehen und auch beim Backen im Ofen spektakulär auf, dadurch erhält man ein ganz leichtes, "fluffiges" Brot. Ich habe den Zuckergehalt etwas runtergeschraubt, für uns ist es immer noch süß genug. Ein schönes Frühstücksbrot!

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v0.99.3

     Titel: Massa Sovada* - Süßes portugiesisches Brot
Kategorien: Brot, Portugal
     Menge: 1 Brot

      1      Pack. Trockenhefe
    540     Gramm  Weizenmehl Type 405 oder 550
    120     Gramm  Zucker (Original 200 g)
     80     Gramm  Weiche Butter; in Flöckchen
    1/2      Teel. Salz
      2      Teel. Vanilleextrakt
  1 1/2      Teel. Zimt**
                   Abgeriebene Orangenschale**
                   Abgeriebene Zitronenschale**
      3            Eier
    200     Gramm  Milch

========================== ZUM BESTREICHEN ==========================
      1            Ei; getrennt
            Etwas  Milch

============================== QUELLE ==============================
                   modifiziert nach
                   Rosemary in
                   bread-machine@yahoogroups.com
                   -Erfasst *RK* 07.12.2005 von
                   -Petra Holzapfel

Alle Zutaten nach Anweisung des Herstellers in den Backautomaten
geben und das Teig-Programm ablaufen lassen (bei meiner Panasonic-
Maschine dauert das Normal-Programm 2:20).

Den Teig weitere 1-2 Stunden gehen lassen, bis er sich verdoppelt
hat (Petra: ca. 1 Stunde, bis er den oberen Rand des Behälters
erreicht hat).

Den Teig zusammenkneten, zu einem Ball formen und 10 Minuten
abgedeckt auf einer gebutterten Arbeitsfläche (oder Folie) ruhen
lassen.

Nun ein kleines Stück Teig für die Dekoration abschneiden und
beiseite legen. Den restlichen Teig zu einem glatten Ball formen und
ihn in eine gebutterte runde Form legen (z.B. Springform 26 oder 28
cm, ich habe meine Moule a manqué mit 26 cm Durchmesser genommen),
darin flachdrücken (Teig füllt Form etwa zur Hälfte).

Das kleine Teigstück in 2 Hälften teilen, diese zu langen dünnen
Strängen ausrollen. Die beiden langen Stränge an einem Ende
zusammenkneifen, dann zu einer Art Kordel drehen, die Kordel soll
die Länge für einen Kreis im Abstand von etwa 2,5 cm vom Rand der
Form haben.

Die Teigoberfläche dort, wo die die Kordel hinkommen soll, mit
Eiweiß bestreichen und die Kordel andrücken, dabei die Enden
verbinden.

Die Form in eine Plastiktüte stecken und den Teig 2-3 Stunde gehen
lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Rechtzeitig den Backofen auf 175°C vorheizen.

Die Oberfläche des Brotes mit einer Mischung von Eigelb und etwas
Milch bepinseln.

Das Brot etwa 30-45 Minuten auf der 2. Schiene von unten backen
(Petra: im Original steht 20-30 Minuten, ich habe es 45 Minuten
gebacken, dabei nach 20 Minuten mit Alufolie abgedeckt).

Das Brot aus der Form nehmen und auf einem Rost abkühlen lassen.

Anmerkung Petra: Das Brot geht im Ofen nochmals dramatisch auf. Sehr
leichtes, angenehm süßes und aromatisches Brot. Sieht durch die
Verzierung sehr dekorativ aus.

*Massa sovada heißt soviel wie "gekneteter Teig"

**nach Belieben, ich habe hier Zimt und Orangenschale verwendet.

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3 Antworten auf „Massa Sovada – Portugiesisches süßes Brot“

  1. Hallo Petra,
    vielleicht kannst Du mir helfen: Die portugiesischen Nachbarn meiner Eltern backen denen seit Jahren zu Neujahr auch ein Hefebrot… das ist aber meinen Recherchen nach dann eher mit dem griechischen verwandt.
    Es ist quietschsüß und saftig, mit Nüssen, kandiertem Obst in Mengen und irgendwie meine ich, wäre es auch strudelig durchzogen von was zuckergussigem und dicken Zuckerkrümeln. Ein Geldstück ist auch meist eingebacken.
    Hast Du davon schon einmal gehört?
    Lieben Gruß!
    Polly

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